Christian: Und damit hallo und herzlich willkommen zur 25. Episode des Thinkpad Museum Podcasts,
Christian: aufgenommen am 9. September 2026.
Christian: Und ja, das Projekt, es existiert noch ein Lebenszeichen nach einer etwas längeren Pause,
Christian: denn was ist passiert?
Christian: Auf einmal stand die Urlaubszeit vor der Tür, dann war noch der Konferenzsommer
Christian: generell viel zu tun, deswegen hat diese Folge
Christian: etwas länger auf sich warten lassen.
Christian: Aber ich glaube, es hat sich gelohnt, denn heute
Christian: geht es um eine Schnittstelle, die wir vermutlich
Christian: alle täglich sehen. Aber ich glaube,
Christian: liebe Zuhörende, nur die wenigsten von euch
Christian: nutzen die auch tatsächlich. Die Rede
Christian: ist vom Kensington-Lock und
Christian: dazu habe ich mir den Jörg Kasting eingeladen.
Christian: Hi Jörg!
Jörg: Hi Christian, danke, dass ich hier sein darf.
Christian: Ja, danke,
Christian: dass du dir die Zeit nimmst und zugegebenermaßen
Christian: ein sehr spannendes Rabbit Hole mitbringst,
Christian: von dem ich gar nicht wusste, dass es
Christian: da so viel drüber zu erzählen gibt.
Christian: Aber darum geht es ja hier auch, dass man halt
Christian: einfach Dinge lernt, von denen man gar nicht wusste,
Christian: dass man sie wissen möchte.
Christian: Bevor wir jetzt aber gleich in das
Christian: Kensington-Lock-Thema hier reinspringen,
Christian: kommen wir nochmal zum Feedback und den Ankündigungen.
Christian: Und gegenüber der letzten
Christian: Folge sind zwei neue Gerätschaften
Christian: hier im Museum eingetrudelt.
Christian: Das eine Mal, das ist schon ein bisschen länger her.
Christian: Kannst du dich noch an dieses eine
Christian: Wochenende erinnern, wo in Deutschland 36,
Christian: 37 Grad waren.
Jörg: Ja.
Christian: Das war
Christian: ein Wochenende, bei dem ich
Christian: Freunden beim Umzug geholfen habe.
Christian: Das war sehr schön.
Christian: Wir haben da den Dachboden entrümpelt
Christian: und dabei habe ich dann so ein schwarzes
Christian: Gerät entdeckt, von dem ich mir ziemlich sicher war,
Christian: das muss ein Notebook sein und habe dann
Christian: so ganz unauffällig, während wir so diese
Christian: Kisten geschleppt haben, gefragt, sag mal,
Christian: dieser Rechner da oben,
Christian: soll der in eine Kiste oder so?
Christian: Und dann, ach, haben wir den noch? Den wollte ich eigentlich
Christian: Das ist mein alter Arbeitsrechner, woraufhin dann eine anwesende Person sagte, du weißt schon, mit wem du hier gerade sprichst. Also long story short, ich konnte natürlich nicht zulassen, dass dieses Gerät entsorgt wird. Also es handelte sich hier um ein ausgemustertes Arbeitsgerät. Das sieht man dem Gerät auch an, das ist deutlich gebraucht und ja, auch die Scharniere sind wackelig. Es gibt hier und da ein paar Kratzer und ein paar Flecken, aber das zählt dazu, so ein Gebrauchtgerät mit dazu.
Jörg: Hahaha.
Christian: Das hat halt eine Geschichte. In dem Fall geht es hier um ein ThinkPad E530 und das fand ich deswegen ganz interessant, weil ich von den E-Geräten gar nicht so viele in der Sammlung habe. Also ich habe irgendwo einen E412 oder sowas und habe dann sehr lange keine E-Geräte in der Hand gehabt und deswegen, da ich auch einen T530 habe, dachte ich, naja, warum nicht.
Christian: Hab das dann mal mitgenommen und, naja, das ist so ein typisches Office-Gerät, das merkt man auch an der Hardware-Config, das hat nämlich den kleinsten Prozessor, den man für dieses Gerät vorgesehen hatte, einen i3-2328M Dual-Core mit Hyper-Threading, 3 MB Cache und 2,2 GHz Taktfrequenz. Da konnte man, glaube ich, auch damals noch nicht ganz so viel mit anfangen, aber für Linux und eine Konsole wird's reichen, denke ich doch mal.
Christian: Problematisch sind eher die 500 GB drehender Rost.
Christian: Da werde ich mal gucken müssen, ob ich da noch eine SSD rumfliegen habe.
Christian: Der DDR3-Ram wurde von 4 auf 8 GB erweitert.
Christian: Eine Webcam gibt es auch, ebenso LAN und WLAN.
Christian: Naja, aber der Bildschirm, das ist ein 15,6 Zoll Bildschirm
Christian: mit einer grandiosen, hochauflösenden Auflösung von 1366 x 768 Pixel.
Christian: Mensch, das ist viel Platz.
Jörg: Das ist furchtbar.
Jörg: Aber sagt mal, hat das Gerät noch eine echte LAN-Buchse, also eine echte RJ45-Buchse in voller Bauhöhe?
Christian: wird das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit haben.
Christian: Ich habe es gerade nicht direkt vor Augen,
Christian: aber lass mich das kurz nachschauen.
Christian: Die normale T530er-Serie, die hatte auch eine LAN-Buchse
Christian: und das E530 ist ja quasi die Günstig-Version davon.
Christian: Also technisch identisch, aber halt weniger schönes Gehäuse.
Christian: Und ich sehe hier auf jeden Fall auch einen LAN-Slot.
Christian: Ja, das hat es definitiv.
Jörg: Das finde ich großartig.
Jörg: Das macht vieles wieder gut.
Christian: Ja, absolut.
Christian: Also gerade für Office-Geräte dieser Zeit
Jörg: ...
Christian: war das natürlich wichtig, dass man den Anschluss hat,
Christian: weil nicht alle Kundinnen da Dockingstation hatten.
Christian: Und ich habe mir das Gerät vorhin noch mal angeschaut
Christian: und musste ein bisschen schwunzeln, als ich das in der Hand hatte,
Christian: habe ich festgestellt, das Gerät hat natürlich auch einen Kensington-Lock.
Christian: Und man braucht beim Kensington-Lock,
Christian: das wirst du später natürlich uns nochmal eben erklären,
Christian: noch so ein Gegenstück, was man in das Gehäuse reinschraubt
Christian: und dann festschraubt, glaube ich.
Christian: Und das steckt noch am Gerät dran.
Jörg: Nicht im Ernst.
Christian: Doch, also es ist quasi,
Christian: das Gerät ist einfach nur von dem Kensington-Lock rausgedockt worden
Christian: und dann in die Tasche und dann landete das irgendwann auf dem Dachboden.
Jörg: Schön.
Christian: Ja, vielen Dank für die Spende auf jeden Fall.
Christian: Und zweites Gerät, auch ein Zufallsfund auf Ebay mal wieder.
Christian: Ich habe ja vor einigen Episoden mal über die Jubiläumsmodelle berichtet
Christian: und ich habe ja selbst auch das T25 zum Beispiel zum 25-jährigen Jubiläum.
Christian: Und per Zufall habe ich jetzt auch ein X1 Carbon
Christian: an der Sicht des 30. Jubiläums der ThinkPad-Marke erstanden.
Christian: Das ist damals im September 2022 angekündigt worden.
Christian: Ist eine spezielle Variante vom X1 Carbon Gen 10,
Christian: hat aber eine etwas ältere Konfiguration, also das bessere Display,
Christian: das es beim normalen Gerät nicht gab und die stärkere CPU.
Christian: Das war damals auch weltweit auf 5000 Geräte limitiert.
Christian: Mein Gerät hat die Nummer 2410.
Christian: Und zu den technischen Daten kann man sagen,
Christian: ein 14 Zoll OLED-Display mit 4K und 500 Nits.
Christian: Das fand ich einigermaßen spannend.
Christian: Und vor allen Dingen, das Display hat sogar eine 90 Hertz Bildschirmwiederholungsfrequenz.
Christian: Und das ist ein Game Changer.
Christian: Also bei normalen Desktop-Bildschirmen musste ich das Anfang des Jahres lernen,
Christian: dass das echt ein Game-Changer ist, mehr als 60 Hertz zu haben.
Christian: Auf dem Notebook hatte ich das Vergnügen noch nicht.
Christian: Und das macht wirklich Freude, auf dem Gerät Fenster durch die Gegend zu bewegen
Christian: und zu sehen, dass das sich schnell bewegt.
Christian: Hast du auch ein Gerät mit einer moderneren Bildschirmauflösung
Christian: oder Bildschirmwiederholungsfrequenz?
Jörg: Nein, leider nicht.
Jörg: Da bin ich noch oldschool unterwegs.
Christian: War ich bisher auch.
Christian: Also ich meine, für die Office-Tätigkeiten reicht das ja auch.
Christian: Von daher, also das macht optisch schon was her, kann ich sagen.
Christian: Der Prozessor ist ein Core i7-1270p.
Christian: Der hat vier Performance- und acht Effizienzkerne
Christian: und taktet zwischen 3,5 und 4,8 GHz.
Christian: Und der Cache liegt bei 18 MB.
Christian: Wir haben DDR5-RAM leider verlötet, wie alle X1-Carbon-Geräte.
Christian: 16 GB sind es hier. Das ist nicht ganz so viel.
Christian: Das normale X1-Carbon gab es dann auch mit 32 GB.
Christian: Aber ich glaube, wenn da 32 GB drin wären,
Christian: dann hätte vermutlich der Verkäufer den doppelten Preis aufrufen können.
Christian: Also DDR5-RAM ist ja absurd teuer diese Tage.
Jörg: Das ist das neue Gold.
Christian: Eindeutig, ja.
Christian: Bei der SSD sind 512 GB mit dabei, NVMe, PCI-Express 4.0.
Christian: Ansonsten Full-HD-Webcam mit Infrarot, Fingerabdrucksensor mit mechanischem Schutz.
Christian: Thunderbolt 4, USB-C und natürlich auch USB-A und HDMI.
Christian: Leider ist es aber so, dass bei meinem Gerät die Kamera defekt war und deswegen musste der Displaydeckel samt Sonderlackierung einmal ersetzt werden.
Christian: Das heißt, im geschlossenen Zustand sieht das aus wie jedes X1 Carbon Gen 10.
Christian: Wenn man es aber aufklappt, dann sieht man eben das Retro-Design, also das X1 Carbon Logo oder das ThinkPad Logo in den klassischen IBM-Farben.
Christian: Hat jetzt leider auch zur Folge, dass man im Display-Schanier nicht mehr die Fertigungsnummer sieht.
Christian: Die würde da nämlich eigentlich eingraviert stehen.
Christian: Bisschen schade, dass man für diese Geräte keine Ersatzteile eingeplant hat.
Christian: Also wenn man die schon limitiert auf so eine geringe Stückzahl und die Geräte waren jetzt auch nicht super günstig,
Christian: dann hätte ich es doch schon schön gefunden, wenn man da auch die passenden Displays als Ersatz hat.
Christian: Aber naja, ich muss mal gucken.
Christian: Ich glaube, mit etwas Glück finde ich vielleicht noch Sticker, um den Jubiläumsschriftzug nachzurüsten.
Christian: dann sieht es zumindest ein bisschen mehr nach so einem Modell aus.
Christian: Das Gerät kommt mit einer üblichen X1 Carbon Box.
Christian: Also da gibt es auch optisch nicht so viel Anpassung,
Christian: keine klassische Tastatur wie beim T25.
Christian: Es sind die klassischen drei Trackpoints mit dabei.
Christian: Wie gesagt, das ThinkPad-Logo in den klassischen Farben.
Christian: Die Verpackung ist aus Bambusfaser, kann komplett recycelt werden.
Christian: Das ist auch jetzt nichts Spektakuläres.
Christian: Was interessant ist nur, da sind ein paar Sticker mit dabei
Christian: und eine kleine Broschüre zur ThinkPad-Geschichte.
Christian: Details dazu sollten sich jetzt im Kapitelbild finden.
Christian: Mal schauen.
Christian: Nächstes Jahr ist es ja wieder so weit.
Christian: Da gibt es 35 Jahre ThinkPad.
Christian: Und vielleicht gibt es dann ja wieder ein Sondermodell.
Christian: Wäre das was für dich,
Christian: so ein Sonderjubiläumsmodell sich mal zu gönnen?
Jörg: Das kommt darauf an.
Jörg: Bei den bisherigen Jubiläumsmodellen hat es mich zwar gejuckt, ich war dann am Ende aber einfach zu geizig, weil ich immer gesagt habe, für den Original-IBM-Schriftzug bin ich nicht bereit, so viel mehr Geld zu bezahlen.
Jörg: würden sie vielleicht nochmal ein Jubiläumsmodell mit der alten Tastatur
Jörg: und ohne Touchpad auflegen, dann wäre ich vielleicht
Jörg: könnte ich mich dann nicht mehr dagegen wehren.
Jörg: Man soll ja auch niemals nie sagen, aber bisher war es so, dass
Jörg: die Motivation war da, aber der Geiz war stärker.
Christian: das verstehe ich ja also die geräte sind ja auch nicht wirklich günstig also wenn wir jetzt
Christian: wirklich mal von so klassischen x1 carbon ausgehen so eine standard konflikte liegt
Christian: ja auch bei 22.500 meistens und die geräte sind jetzt mindestens genauso teuer also die werden
Christian: jetzt nicht zum halben preis angeboten das ist natürlich dann in den westen muss man sich
Christian: überlegen. Das ist schon richtig und
Christian: wenn ich es richtig verstanden habe, muss man sich da irgendwie
Christian: glaube ich auch auf eine Liste setzen
Christian: und dann hat man Interesse bekundet.
Christian: Das heißt aber nicht, dass jeder auch ein solches
Christian: Gerät bekommt. Ich bin gespannt,
Christian: ob da was kommt.
Christian: Wäre auf jeden Fall interessiert zu sehen, was es sein
Christian: könnte. Ich hoffe, es ist mal wieder was anderes,
Christian: weil die letzten Sondermodelle
Christian: also waren zweimal ein X1 Carbon
Christian: mit dabei. Das wäre
Christian: cool, wenn es da auch mal was Neues geben würde
Christian: und vielleicht wieder mit einer alten, also
Christian: mit einer auf alt getrimmten Tastatur
Christian: wie beim T25, das würde schon in den Fingern jucken.
Jörg: Ich bin auch ganz neugierig, wie Sie das mit dem Arbeitsspeicher machen.
Jörg: Wir hatten das ja gerade schon, der ist ja im Moment so absurd teuer.
Jörg: Und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel 32 GB RAM nächstes Jahr noch kosten müssten,
Jörg: was so meine Standard-Config wäre.
Jörg: 16 GB ist weder Fisch noch Fleisch.
Jörg: Das ist für ein reines Office-Laptop zu viel und zum Virtualisieren zumindest für meine Zwecke schon zu wenig.
Jörg: Da lasse ich mich mal überraschen.
Christian: gut der trend geht ja dahin dass es jetzt auch wieder modelle mit wechselbaren ram gibt das
Christian: haben wir auch in den letzten news immer mehr jahr mal am rande erwähnt es gibt ein paar
Christian: geräte mit lp kam 2 das könnte ich mir vorstellen aber du hast natürlich recht also wechselbar ist
Christian: schon gut aber die wechselmodule müsste man sich halt auch leisten können und da scheitert ja auch
Christian: schon.
Jörg: Also ich habe auf den diesesjährigen Chemnitzer Linux Tagen Arbeitsspeicher verkauft und hatte
Jörg: echt Angst und fühlte mich unwohl, den in der Tasche dabei zu haben. Es war eine echte
Jörg: erleichterung wie die übergabe dann stattgefunden hat auf jeden fall
Christian: Ja, das war ja quasi
Christian: pures Gold, was du da mit dir rumgeschleppt
Christian: hast.
Christian: Weil du gerade von
Christian: Konferenzen sprichst. Wir waren ja
Christian: auch beide auf der Frostcon. Das ist auch das, was ihr
Christian: im Intro gehört habt, liebe Zuhörender. Jörg und ich
Christian: durften einen Vortrag halten. Hatte
Christian: nichts mit Thinkpads zu tun, sondern es ging um
Christian: Risikomanagement und
Christian: Patchmanagement, aber
Christian: naja, da hattest du dein Gerät mit
Christian: bei, das du vor Ort dann mit
Christian: einem Kensington-Lock angeschlossen hast.
Christian: Das fanden die Zuhörer,
Christian: beziehungsweise das Publikum, fand es zumindest schon mal
Christian: sehr unterhaltsam.
Jörg: Ja, und es hat mich total geflasht, wie du das genaue Modell und die Generation erkannt hast mit der Höhe der Taste.
Jörg: Also das Respekt, du bist nicht umsonst unser Museumsdirektor, das habe ich so noch nicht erlebt.
Christian: ...
Christian: Es sind ja wirklich so viele kleine Details.
Christian: Und wenn man sich auf den einschlägigen Webseiten umtreibt
Christian: und auch mal viele Notebooks in der Hand hatte,
Christian: dann merkt man sich diese Details.
Christian: Aber ja, das wirkt immer sehr atemberaubend,
Christian: wenn man sich an so unnütze Details erinnern kann.
Christian: Aber ich glaube, jeder hat so ein Thema, in dem er drin ist.
Christian: Also ich bin mir sicher, in deinem Expertisegebiet
Christian: könnte ich dir auch sehr detaillierte Fragen stellen,
Christian: die du sofort beantworten kannst.
Christian: Aber auf der FrostCon habe ich auch ein Gerät in der Hand gehabt,
Christian: die Plupi Bean.
Christian: Das hatte ich in der letzten Podcast-Episode auch mal erwähnt.
Christian: Das ist so eine Mini-Maus im Thinkpad-Stil mit so einem Trackpoint.
Christian: Und die Firma Plupi, die diese Maus herstellt,
Christian: das ist so ein kanadischer Anbieter.
Christian: Und eigentlich bauen die Trackballs im großen Stil.
Christian: Und da hat mich der liebe Christoph
Christian: vom Körn- und Kernobst-Podcast, Grüße gehen raus,
Christian: reingenert-snipe, weil eigentlich habe ich bisher
Christian: gesagt, ja, Trackball, hm, weiß ich nicht,
Christian: ob das was für mich ist. Und diese Maus,
Christian: wie soll das überhaupt funktionieren?
Christian: Weil das ist eine Mini-Maus, die aber unten keine
Christian: Kugel oder keinen Sensor hat. Also das heißt, die liegt
Christian: fix auf dem Tisch und hat
Christian: halt diesen Trackpoint. Und ich dachte halt,
Christian: naja, eine kleine Maus, wie soll ich die benutzen?
Christian: Also ich muss die doch irgendwie bewegen. Aber
Christian: das ist eigentlich ganz clever gemacht. Die hat
Christian: vier Tasten. Bild seht ihr jetzt in den
Christian: Kapitelmarken. Und man kann dann
Christian: einfach mit dem Zeigefinger diesen
Christian: Trackpoint benutzen und kann dann mit dem Daumen
Christian: ganz locker die unteren beiden
Christian: Tasten betätigen, um zum Beispiel links oder
Christian: rechts zu klicken. Und mit den anderen
Christian: Tasten kann man halt eben dann
Christian: sekundäre Aktionen auslösen.
Christian: Und das Ganze auch quelloffen. Also ich kann die
Christian: Tastenanordnung auch ändern,
Christian: wie es mir am besten passt.
Christian: Muss ich jetzt neidlos anerkennen,
Christian: dass das doch ein Konzept ist, das ganz spannend ist.
Christian: Und hab leider auch einen klassischen
Christian: Trackball gleich mitbestellt.
Christian: Naja.
Christian: Nächstes Hobby.
Jörg: Aber benutzt du das tatsächlich auch im Alltag regelmäßig?
Christian: Du meinst den klassischen Trackpoint?
Jörg: Ja.
Christian: Kommt drauf an.
Christian: Also wenn ich jetzt im Zug sitze beispielsweise,
Christian: dann benutze ich den schon ganz gerne,
Christian: weil da finde ich das Rudern und das Hantieren
Christian: mit dem Touchpad nicht so angenehm.
Christian: Diese Mini-Maus weiß ich nicht,
Christian: ob ich die im Alltag benutzen würde.
Christian: Aber an dem einen Konferenztag, wo ich sie hatte,
Christian: muss ich sagen, fand ich das sehr unterhaltsam
Christian: und habe mich auch dabei erwischt,
Christian: dass es mir wirklich gefällt.
Christian: Also dem würde ich eine Chance geben, das mal so als Mobile Device zu nutzen.
Jörg: Mich würde interessieren, wenn du das mal so eine Woche ausprobiert hast, ob das Gerät stabil genug auf dem Tisch liegt, dass du nicht, wenn du mit deinem Zeigefinger den Trackpoint bedienen möchtest, das ganze Schächtelchen auf deiner Schreibtischplatte durch die Gegend schubst.
Christian: Ah ja, stimmt, ja.
Christian: Gut, du hältst natürlich das Gehäuse auch fest,
Christian: weil du ja die anderen Tasten auch noch betätigen willst.
Christian: Aber es stimmt natürlich.
Christian: Also ob es im Alltag tauglich ist, weiß ich nicht.
Christian: Also Christoph benutzt sie, glaube ich, nicht im Alltag.
Christian: Da benutzt er einen seiner acht anderen Trackballs, die er hat.
Christian: Christoph sagt nämlich auch, er kann jederzeit aufhören.
Christian: Ausreden, die wir alle kennen.
Jörg: Ist das eigentlich ansteckend?
Christian: Weiß ich nicht.
Christian: Mal gucken, wie es dir nach der Episode geht, Jörg.
Christian: Von daher, nee, das fand ich spannend,
Christian: hab ich jetzt mal geordert.
Christian: Ich werde dann in einer der folgenden Episoden mal berichten,
Christian: wie gut das Ganze für mich funktioniert.
Christian: Kommen wir mal zu den News.
Christian: Und da habe ich jetzt drei kurze Jubiläen mitgebracht.
Christian: Zum einen ist der IBM-PC 45 Jahre alt geworden, denn der IBM-PC, der Ur-IBM-PC, der 5150, der erschien am 12. August 1981.
Christian: Wir spulen mal kurz zurück für die Zuhörenden, die jetzt nicht sofort wissen, was den Rechner ausmachte. Intel 8088 CPU, 4,77 MHz und bis zu ihrwitzigen 256 KB RAM, 2x5 1,25 Zoll Floppys und später auch eine optionale 10 MB Festplatte, die 1983 erschienen ist.
Christian: Also ich habe den damals nicht benutzt, aber nichtsdestotrotz wollen wir den Rechner natürlich würdigen. Genauso wie die zeitgleich erschienene IBM Model F Tastatur. Hast du mit einer solchen schon mal gearbeitet?
Jörg: Nein, das Vergnügen hatte ich tatsächlich noch nicht.
Christian: Das können wir aber nachholen, denn es gibt natürlich auch Neuauflagen dieser Tastatur. Eine solche habe ich zum Beispiel in meiner Sammlung. Wenn ihr da nicht so tief rein wollt, liebe Zuhörer, es gibt aber einen fantastischen Artikel von Shark Testica. Der hat da einen halbstündigen Artikel, so lange braucht man, um den zu lesen, über den PC und die Tastatur geschrieben. Und in Folge 15 hatte ich ja auch mit dem lieben Philipp über die Tastatur gesprochen, die im Übrigen so klingt.
Christian: Das ist doch Musik in den Ohren, oder Jörg?
Jörg: Nein, es ist furchtbar.
Jörg: Ich kann, es tut mir leid, ich kann dieses Klackern einfach nicht ertragen.
Christian: Ja.
Christian: Ja.
Jörg: Ich saß mal mit einem, vor ein paar Jahren, als ich noch in einem Büro gearbeitet habe, saß ein guter Freund und Kollege neben mir, der brachte auch so ein Krachbrett mit zur Arbeit und ich habe ihn gebeten, das doch zu Hause zu lassen, wenn er nicht möchte, dass ihm die Kuverti von innen aus der Stirn eilt hat.
Christian: Oh, ja, ich verstehe natürlich den Unmut. Also ich finde, es gibt ja solche und solche Tastaturen. Eine so laute, metallisch klingende Tastatur, die würde ich natürlich auch eher zu Hause benutzen. Das ist bei meiner neuen Model F genauso. Fürs Büro habe ich dann eine reisemechanische Tastatur, die leiser ist, weil man will ja trotzdem ein ordentliches haptisches Feedback haben, aber man möchte natürlich auch nicht den Unmut auf sich ziehen.
Christian: Also ich kann da schon verstehen, dass das nicht jedermanns, jederfraus Sache ist.
Christian: Was war denn dein erster Rechner eigentlich?
Jörg: Also mein erster Rechner, den gab es nicht so von der Stange. Mein Stiefvater hat früher in einem
Jörg: großen Verlagshaus gearbeitet und der brachte dann mal so eine Kiste mit und sagte: "Hier,
Jörg: das hat unsere EDV-Abteilung entsorgt, mach was draus." Dann habe ich mir da einen 286er
Jörg: mit zusammengebaut. Der hatte glaube ich
Jörg: 2 MB RAM. Es lief da drauf eine alte Version von
Jörg: MS-DOS und das war so der erste
Jörg: echte Rechner mit einem 14 Zoll
Jörg: Röhrenbildschirm, den ich mir zusammengebaut habe
Jörg: und womit die Neugier anfing.
Jörg: Den habe ich nicht so lange benutzt, weil da ging ja auch noch nicht so richtig viel
Jörg: und mein erster pc war dann eine 486 dx 4 er hatte dann auch schon vier oder acht megabyte
Christian: Mhm.
Jörg: ram da gab es eine festplatte mit zu und dort habe ich dann schon prinz of persia drauf gespielt
Christian: Cool.
Christian: Ja, das ist super. Bei uns war der erste Rechner ein 486er, aber auch mit Windows 3.1 und DOS 6.22. Das kommt mir alles sehr bekannt vor.
Christian: Das nächste Jubiläum dreht sich um Windows NT4, denn das ist 30 Jahre alt geworden. Das ist im August 96 erstmalig erschienen und zu dieser Zeit war Windows 95 auf dem Desktop weit verbreitet und im Enterprise Umfeld haben viele aber noch IBM OS 2 genutzt.
Christian: Und NT4 war dahingehend interessant, weil es jetzt nun die moderne Windows 95 Oberfläche auch in die Enterprise Businesswelt brachte und somit den Grundstein für spätere Releases und die weite Verbreitung legte, kann man sagen.
Christian: Und ich dachte mir gleich, als ich das gesehen habe, also ich habe mit NT nie groß gearbeitet, also das erste NT-System, mit dem ich zu tun hatte, war ich glaube Windows 2000 und dann halt eben XP. Aber ich habe dann gleich an dich gedacht, weil du bist ja sehr umtriebig in anderlei Themen und ich weiß, dass du dich auch freiwillig, man mag es kaum glauben, mit Windows-Verzeichnisdiensten auseinandersetzt. Wäre das nicht so ein neues Rabbit Hole für dich, mal so ein schönes NT4 LDAP aufsetzen?
Jörg: Witzige Sache, das wäre für mich gar kein neues Rabbit Hole,
Jörg: weil als ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen habe,
Jörg: waren tatsächlich die NT4.0-Systeme die ersten Systeme,
Jörg: mit denen ich so beim Kunden zu tun hatte.
Christian: Krass.
Jörg: Und ich habe beruflich tatsächlich damit angefangen, Windows und Active Directory zu administrieren und kenne tatsächlich auch noch das OS Halbe. Das hatten damals verschiedene, naja, es ist doch kein ganzes Betriebssystem.
Jörg: Das war dort noch bei verschiedenen Kreditinstituten zum Einsatz und da war es bei uns Aufgabe der Azubis, wenn dann mal wieder ein neuer Druckertreiber eingerichtet werden musste oder ein neuer Drucker ankam, haben wir dafür gesorgt, dass die Überweisungsträger, also die Älteren mögen sich an diese alten Papiervordrucke erinnern, so konfiguriert wurden, dass sie im Endlosdruck auch immer in die passenden Felder gedruckt haben.
Christian: Wahnsinn.
Jörg: Ich erinnere mich nicht gerne an diese Zeit.
Christian: Ja, das glaube ich.
Christian: Aber vielleicht so als kleine Randnotiz schon mal,
Christian: bevor du dich gleich noch vorstellst.
Christian: Das hat ja einen Grund, warum du dich freiwillig in deiner Freizeit
Christian: mit LDAP und Windows-ADs auseinandersetzt.
Christian: Worum geht es denn da?
Jörg: Ja, also Schultertran ist ein gemeinsamer Bekannter von uns, der Dirk Dallmecke.
Jörg: Der kam nämlich letztes Jahr ungefähr zu dieser Zeit auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich nicht an dem Linux-Serverbuch mitschreiben möchte.
Christian: Mhm.
Jörg: Und dort hat er mich mit angesteckt und ich habe die Kapitel von dem Stefan Karnia übernommen, um die für die kommende Auflage zu überarbeiten.
Christian: Ah.
Jörg: und der hat sich halt mit so den klassischen Themen
Christian: Ah.
Jörg: Eldab, Kerberos, Samba beschäftigt
Jörg: und da ich im beruflichen Kontext auch ab und zu damit in Berührung komme,
Jörg: habe ich mich dazu hinreißen lassen zu sagen,
Jörg: ja, es kann ja so schwer und aufwendig nicht sein,
Jörg: dann mal ran ans Werk.
Jörg: Ja, berühmte letzte Worte.
Jörg: Es ist, also wir haben ja jetzt 2026 und ich muss sagen, es ist doch erschreckend, wie wenig sich da getan hat.
Jörg: Also es fühlt sich immer noch so an wie früher.
Christian: Ja, Wahnsinn.
Christian: Aber cooles Buchprojekt, muss man sagen.
Christian: Ist jetzt ja auch eine sehr bekannte Buchserie.
Christian: Da gibt es ja auch schon sehr viele Auflagen von.
Christian: Aktuell ist die siebte.
Christian: Das heißt, sie arbeitet an der achten.
Christian: Da haben ja auch wirklich schon viel namhafte Autoren dran mitgeschrieben.
Christian: Also nicht nur unser gemeinsamer bekannter Dirk.
Christian: Liebe Grüße gehen raus.
Christian: Aber zum Beispiel auch Per Heinern hat er mitgeschrieben.
Jörg: Ja.
Christian: Und noch andere Autoren, Stefan Kahn, Axel Miesen, Daniel Wann, Wann so ist.
Christian: Also das ist cool, da darf man sich geehrt fühlen, dass man sich da einreihen darf.
Jörg: Ja, ich habe auch große Schuhe zu füllen.
Christian: Das machst du bestimmt super.
Christian: Das nächste Jubiläum ist das Haiku OS Projekt, das wir auch in der letzten Episode thematisiert haben.
Christian: Das ist jetzt 25 Jahre alt geworden und wurde am 18.08.2001 mal als Open BIOS gestartet und hat dann später sein Branding geändert.
Christian: Und anlässlich des Jubiläums ist jetzt am 26.08. vor wenigen Tagen quasi die Beta 6 erschienen.
Christian: Und da hat sich sehr viel getan.
Christian: Das habe ich mal für euch in den Shownotes verlinkt, du Bezuhörender.
Christian: Mehr als 530 Bugs wurden geschlossen, Features ergänzt und so weiter.
Christian: Das könnt ihr alles nachlesen.
Christian: Vielleicht mal kurz zwei Highlights.
Christian: Es gibt einmal Firefox 154 jetzt für die x86 64-Bit-Plattform.
Christian: Und auf derselben Plattform könnt ihr jetzt sogar VMs ausführen,
Christian: auf einem Beta-Betriebssystem mit dem Coemo-Hardware-Virtual-Machine-Monitor,
Christian: der aus dem NetBSD-Projekt entwendet wurde.
Christian: NVMM ist da das Schlagwort.
Christian: Also ihr könnt jetzt unter diesem altehrwürdigen Betriebssystem sogar VMs starten.
Christian: Allerdings nur auf x86 und da eben nur 32- oder 64-Bit-VMs.
Christian: Und viel neue, weitere Software wurde portiert.
Christian: Also da tut sich richtig was nach all den Jahren.
Jörg: Hast du das selber schon mal benutzt?
Christian: Ja, das läuft auf zwei älteren Gerätschaften hier.
Christian: Also BIOS kommt ja so aus dieser Late-90s-Ecke,
Christian: wo es noch keine ordentlichen Multitasking-Desktop-Betriebssysteme gab.
Christian: Bevor macOS und Windows da stabil genug waren,
Christian: waren die kurzzeitig mal sehr angesagt.
Christian: Und diesen Flair transportiert dieses HiQ OS-Projekt sehr, sehr gut.
Christian: Und das läuft auch wirklich erstaunlich gut,
Christian: auch auf ältere Hardware.
Christian: also solange du so 384 MB RAM
Christian: oder ein bisschen mehr hast, läuft das sehr sehr flüssig
Christian: und hast auch einen schönen
Christian: Paketmanager, eine ordentliche CLI
Christian: also das macht schon richtig Laune, muss ich sagen
Jörg: Was hat es
Jörg: an einer besonderen Architektur oder einem Design, wo du sagst,
Jörg: da unterscheidet es sich grundlegend von all den anderen
Jörg: bunten Oberflächen und Terminal-Emulatoren,
Jörg: die wir so kennen und mit denen wir arbeiten?
Christian: Also es ist
Christian: gewisser Hinsicht POSIX-kompatibel,
Christian: es ist aber kein Linux-Kern
Christian: oder so, also es ist schon ein eigens entwickelter
Christian: Kernel. Die Kommandozeile ist
Christian: sehr an Unix angelehnt,
Christian: aber manche Dinge sind eben anders.
Christian: Ich finde das Bedienkonzept ganz interessant,
Christian: da kannst du zum Beispiel auch in einem,
Christian: kannst Tiling, kannst du da so ein bisschen machen, kannst
Christian: die Fenster relativ schnell anordnen und kannst
Christian: aber auch jetzt ein Fenster
Christian: als Tab mit ein anderes Fenster
Christian: mit reinheften zum Beispiel.
Christian: Das ist ganz außergewöhnlich,
Christian: wie ich finde. Und
Christian: ich weiß jetzt aber nicht, ob das ein Vorteil ist, es ist
Christian: halt so ein Single-User-Betriebssystem, also
Christian: du bootest halt direkt in einen Desktop
Christian: rein, du hast da jetzt nicht noch
Christian: mehrere Accounts, die da parallel laufen.
Christian: Das würde man, glaube ich, heutzutage eher anders
Christian: machen, also da merkt man dann schon die Late-90s
Christian: Wurzeln, aber es ist
Christian: sehr minimalistisch und
Christian: hat ein paar interessante Bedienkonzepte
Christian: und ich glaube, deswegen finde ich das
Christian: erstmal spannend.
Jörg: Ja, auf jeden Fall schön, dass es nach so langer Zeit immer noch entwickelt wird.
Christian: Ja, definitiv.
Christian: Dann ist mir noch die Tage untergekommen, dass in China ein ThinkPad E13 AI angekündigt wurde.
Christian: Das ist ein China-Exclusive.
Christian: Die E-Serie ist ja generell eher so die Einstiegsserie, das hatten wir ja eingehend schon gesagt.
Christian: Und das Gerät ist jetzt nochmal deutlich günstiger als die anderen E-Geräte.
Christian: In Europa gibt es ja vor allen Dingen die E14 und E16-Geräte.
Christian: Das 13er ist jetzt nochmal kleiner, 13,3 Zoll nämlich.
Christian: Ich habe mich gefragt, das ist vielleicht eine Antwort von DeNovo auf das MacBook Neo, das ja vor einigen Monaten ganz hitzig diskutiert wurde.
Christian: Der Kostenpreis liegt so bei ca. 950 Euro, beziehungsweise wenn man es bis zum 24.08. vorbestellt hatte nur 900 Euro.
Christian: Wird es nicht in Europa geben und die Konfiguration, die geht auch so ein bisschen in die Richtung, was ich vermutete.
Christian: Also da ist ein Intel Core Ultra 5 drin mit vier Performance- und Effizienzkernen.
Christian: Nicht wechselbarer, verlöteter 16-Gig DDR5-RAM.
Christian: Ein Full-HD-Display mit 13,3 Zoll, USB-A und USB-4 und Thunderbolt.
Christian: So die üblichen Schnittstellen HDMI, WiFi und Bluetooth gibt es auch.
Christian: Aber kein Fingerprint.
Christian: Der Akku ist mit 54,7 Wattstunden auch so Mittelfeld, würde ich sagen.
Christian: Aber das Gewicht liegt auch nur bei 1,21 Kilogramm.
Christian: Ich glaube schon, das geht so in die Richtung,
Christian: was man mit dem MacBook Neo sonst vielleicht abfrühstücken würde.
Jörg: Jetzt heißt das Gerät ja E13 AI.
Jörg: Ich gehe mal davon aus, dass AI nicht für All-Inclusive steht.
Christian: Ja.
Jörg: Was ist denn das Besondere?
Jörg: Wie soll es mir denn dabei helfen, AI-Workloads auszuführen?
Christian: Vielleicht steht es ja auch für Ansible-Integration.
Christian: Wer weiß das schon?
Christian: Nee, also ich glaube, das liegt einfach daran,
Christian: dass halt Intel und AMD ja überall AI an ihre CPUs schreiben,
Christian: weil die ja auch NPU-Rechenwerke haben.
Christian: Und das ist bei diesem Ultra 5 226V mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls der Fall.
Christian: Wenn ich mir mal so die Intel-Seite angucke,
Christian: dann sehe ich da auf jeden Fall Deep Learning Boost ist hier mit drin.
Christian: Und eine kleine GPU ist mit drin.
Christian: Und wir haben 40 Tops, die die NPU liefert.
Christian: Das ist, glaube ich, auch das Minimum,
Christian: was für dieses Windows 11 AI Certified Logo spricht.
Christian: Ich glaube, das ist einfach nur eine leere Marketing-Worthülse.
Christian: Ich glaube nicht, dass sich jemand exklusiv dieses Gerät kauft,
Christian: um damit KI-Workloads auszuführen.
Christian: Das ist nur Marketing-Bling-Bling.
Christian: Von daher, ja, das schreiben ja alle Hersteller mittlerweile ran.
Christian: Dann war jetzt ja kürzlich die IFA 2026.
Christian: Ich war nicht da, war letztes Jahr zufällig da und ich glaube vor zwei oder drei Jahren auch mal.
Christian: War da aber nicht so angetan von, weil Lenovo da seine Geräte auch nur der Business-Kundschaft zugänglich machte.
Christian: Und das normale Fußvolk, das sich da die Konferenz anguckt, konnte das gar nicht sehen.
Christian: Aber sie haben ein, wie ich finde, spannendes Konzept vorgestellt, das vielleicht irgendwann mal in so einem Thinkpad auch verwendet wird.
Christian: Konkret ging es um Project Aeroblade und das ist so ein 830 Gramm Notebook mit einer Membrankühlung.
Christian: Hast du eine Ahnung, was das sein könnte, Membrankühlung?
Jörg: Nein. Kurze Antwort, nein. Ich musste spontan an den Film Jagd auf Roter Oktober denken, aber da haben sie es Raubmantrieb genannt.
Jörg: Ich kann mir nicht vorstellen, was das ist und wie es funktioniert.
Christian: Ging mir auch so und man muss noch mal betonen, das ist nur ein Konzept.
Christian: Das heißt, es kann gut sein, dass es nie ein fälliges Produkt damit geben wird,
Christian: aber es klingt ganz interessant.
Christian: Das Ganze ist nämlich eine Kollabo mit dem Hersteller Frore Systems.
Christian: Und Lenovo hat hier vier sogenannte AirJet Mini-Module
Christian: des besagten Herstellers eingebaut.
Christian: Und das ist so ein kleines 2,5 mm hohes Modul,
Christian: das so eine TDP von 7,5 Watt kühlen kann.
Christian: Jetzt ist 7,5 Watt aber relativ wenig.
Christian: Wenn wir mal an aktuelle CPUs denken, das ist ja nichts quasi.
Christian: Deswegen hat Lenovo gleich vier von diesen Modulen verwendet,
Christian: sodass man auf 30 Watt TDP kommt.
Christian: Und dann ist auch so eine aktuelle CPU ganz gut damit zu kühlen.
Christian: Und der Clou von diesem Modul besteht darin,
Christian: dass es keine beweglichen Teile gibt.
Christian: Das ist also quasi lautlos und wartungsarm, wenn du so willst.
Christian: Und ja, man hat so eine Miniatur-Ultraschall-Membran
Christian: und die saugt die Luft über so Mikrovibrationen über vier Einlässe an.
Christian: Also es gibt so Löcher im Gehäuse vermutlich
Christian: und durch ganz, ganz schnelle kleine Mikrovibrationen über Ultraschall
Christian: wird dann Luft angesaugt.
Christian: Dadurch wird das Modul gekühlt und der Prozessor abgekühlt und die Abwärme wird dann seitlich wieder aus dem Modul rausgeleitet und vermutlich dann über eine Aussparung im Gehäuse dann nach unten oder zur Seite raus transportiert.
Christian: Und das ist ganz interessant, weil damit hat man halt so ein lüfterloses Gerät. Das scheint ja einigen AnwenderInnen wichtig zu sein. Wir haben ja auch viele Apple-Geräte ohne Lüfter.
Christian: Und das ist jetzt so ein Ansatz, das mal zu verproben. Interessant ist aber auch, dass so ein Modul 1,4 Watt braucht und das ist ja auch nicht ganz unerheblich. Das heißt so circa 5 Watt für diese Kühleinheit. Ich habe jetzt nicht im Kopf, ob da ein Lüfter drunter wäre, würde vermuten, vermutlich schon. Aber es ist ein interessantes Konzept und ja, die Frage ist, wie finden wir das jetzt? Ist das was, das sich durchsetzen könnte?
Jörg: Das kommt darauf an.
Jörg: Also wenn es funktioniert und wirklich leise ist, dann hat das glaube ich schon Chancen, weil das, was mich am Arbeitsalltag am meisten stört, ist, wenn ich aus dem zweiten Meeting rauskomme und der Lüfter in meinem Laptop föhnt, als wenn es gleich abheben will.
Jörg: Ich bin halt immer skeptisch. Ich stelle mir dann vor, wenn es mit Ultraschall funktioniert und man dort nicht wirklich hochwertige Komponenten benutzt, erzeugt es da nicht doch Geräusche an der Grenze des Hörbaren?
Jörg: Ich muss jetzt an die Zahnreinigung denken, wo man in seinem Kopf ja auch immer dieses Fiepen hört. Das fände ich dann schon nicht mehr so schön. Aber ansonsten fände ich das wirklich mal spannend, sowas in live zu sehen, ob das wirklich funktionieren kann.
Christian: Ja.
Christian: Ja.
Christian: Ja, also da bin ich auch mal gespannt.
Christian: Da wird es bestimmt noch ein paar Berichte geben.
Christian: Links dazu finden sich natürlich in den Shownotes.
Christian: Gibt weder einen Liefertermin noch eine Preisvorstellung.
Christian: Ich bin da auch so ein bisschen ambivalent.
Christian: Also mir geht das auch so.
Christian: Also wir haben jetzt auch hier unsere Notebooks
Christian: beide der Aufnahme wegen in den Energiesparmodus versetzt,
Christian: damit man keinen Lüfter auf der Aufnahme hört.
Christian: Spätestens für so ein Use Case wäre das bestimmt ganz praktisch gewesen.
Christian: Aber ich denke mir dann auch, das muss halt gut abgestimmt sein.
Christian: Sonst hast du halt zwar keine Lüftergeräusche,
Christian: aber dafür ein Spulenfiepen oder so.
Christian: Und da ist ja auch keinem mitgeholfen.
Jörg: Und ich weiß nicht, ob du das auch schon mal gemacht hast,
Jörg: wenn mein Laptop wirklich auf hoher Drehzahl mit dem Lüfter dreht
Jörg: und ich halte meine Hand daneben,
Jörg: dann spüre ich auch, wie viel warme Luft da tatsächlich rauskommt.
Christian: Ja.
Jörg: Die wird ja erzeugt und die muss ja dann auch irgendwie raus.
Jörg: Und da frage ich mich, ob du wirklich einen so hohen Volumenstrom
Jörg: aus dem Gerät heraustransportieren kannst
Jörg: oder ob es mit solchen Nebenbedingungen daherkommt, wie das funktioniert nur, wenn der Laptop-Deckel geöffnet ist,
Jörg: damit Wärme automatisch auch nach oben aus dem Gehäuse entweichen kann.
Christian: Stimmt, ja.
Jörg: Aber spannend ist es erstmal. Es wäre tatsächlich eine echte Innovation.
Christian: Da werden wir auf jeden Fall noch mal berichten.
Christian: Mir ist jetzt noch eingefallen, die letzte Innovation in der Richtung waren ja diese Flüssigmetall-Kühlpads oder Kühlmittel, die man dann auf CPUs gepackt hat.
Christian: Da kommen natürlich sofort gleich Terminator-Erinnerungen
Christian: wieder zum Vorschein.
Christian: Und ich habe auch gerade die Tage gelesen,
Christian: da gab es wohl auch schon erste Gerätschaften,
Christian: wo dann diese Lösung sich dann doch verflüssigt hat
Christian: außerhalb des Kühlers und leider aufs Mainboard gelaufen ist
Christian: und dann da Kontakte weggeätzt hat.
Christian: Ich glaube, jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile.
Christian: Man muss eben gut abwägen, was passt.
Christian: Und damit kommen wir mal zu dir.
Christian: Erzähl uns und den Zuhörern doch gerne mal, wer bist du, womit beschäftigst du dich so und wie kommst du dazu, dass du dich freiwillig mit Thinkpads und mit Kensington Logs beschäftigst?
Jörg: Ja, fangen wir doch mal vorne an.
Jörg: Ich bin Jörg. Im Privaten bin ich Ehemann, Vater, Feuerwehrmann und natürlich Open Source Enthusiast.
Jörg: Sonst hätte ich vermutlich nicht in unsere Blase hineingefunden.
Jörg: Es klang vorhin schon mal an, ich habe 2003 eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration gemacht.
Jörg: Das war so der Einstieg, sein Geld damit zu verdienen, indem man unsinnige Dinge mit Technik tut.
Jörg: Heute arbeite ich als Technical Account Manager bei Red Hat und bin dort für eine kleine Gruppe von Kunden, deren Ansprechpartner für alle Sorgen, Nöte, Anträge in technischer Hinsicht.
Jörg: Also ich helfe ihnen quasi dabei, bei Fragen zum Lifecycle, zum Support, zum Einsatz der verschiedenen Services aus unserem Portfolio, wie sie die möglichst effizient einsetzen und damit über die Runden kommen.
Jörg: Und zu Syncpads bin ich gekommen. Ja, mein erster Laptop war tatsächlich ein R61, den ich zum Ende meiner Ausbildung bekommen habe. Und damals schien, also es gab einfach nichts Robusteres als ein Syncpad.
Jörg: Ich habe das schon bewundert. Mein Ausbilder ging recht rabiat mit seinem ThinkPad um. Das konnte schon mal sein, wenn er in Hektik war und die nicht verschlossene Laptop-Tasche aus dem Auto zog, dass sein T60 dabei über den Parkplatz schlitterte.
Jörg: Und da schien dem Gerät überhaupt nichts auszumachen. Also er hat das auch bestimmt ein Jahr lang nur an einem Scharnier hängend benutzt und das Gehäuse hatte schon einige Teile verloren, aber es funktionierte immer noch.
Christian: Oh, oh, oh, oh.
Jörg: Und wir haben damals immer spaßeshalber gesagt, damit kann man Beschuss aus Kleinkaliberwaffen abwehren, man kann mit dem Auto drüber fahren, sie sind so robust, sie gehen einfach nicht kaputt.
Jörg: Und sie hatten eine hervorragende Ausstattung. Es waren alle Schnittstellen dran, die man brauchte. Früher hat man ja noch viel mehr Geräte mit so schrecklichen seriellen Schnittstellen konfiguriert. Da waren native Konnektoren dran. Sie hatten diesen, ich glaube man nannte es Ultra Bay. Wo ich die Wahl hatte, schiebe ich da jetzt ein Floppy rein, ein CD-Laufwerk oder einen Zusatzakku.
Jörg: Ja, dann eine grandiose Tastatur und der hervorragende Trackpoint, das hat mich einfach angefixt und ich konnte dann nicht mehr damit aufhören. Also seitdem sind Syncpads mein Daily Driver.
Christian: Da bist du hier ja in sehr guter Gesellschaft, wenn du dieses Problem hast.
Jörg: Ja, das stimmt.
Christian: Ja, ja cool.
Jörg: Allerdings habe ich nicht so viele wie du.
Jörg: Ich habe rechtzeitig das auf ein normales Maß reduziert.
Christian: Ach, was ist schon normal? Das sind doch bürgerliche Kategorien.
Christian: Ja, das R61 ist natürlich ein tolles Gerät. Das habe ich auch in meiner Sammlung.
Christian: Also ich hatte mir ein R500-Mark gekauft.
Christian: Das ist ja so das Nachfolgemodell davon gewesen.
Christian: Aber auch das R61 ist ein tolles Gerät, hat ein schönes Gehäuse.
Christian: Und ja, das T60 und 61, das ist natürlich auch hart im Nehmen.
Christian: Da gab es ja auch damals so ein Verkaufsvideo von DeNovo Deutschland,
Christian: wo jemand so eine 500-Gramm-Stahlkugel,
Christian: so eine Buhlkugel auf so einen Deckel drauf fallen ließ
Christian: und das Notebook und das Display funktionierten danach noch.
Christian: Ich glaube, das hat ein damaliger Vorgesetzter
Christian: vermutlich ein bisschen zu wörtlich genommen.
Jörg: Ja, aber die Geräte haben das einfach ausgehalten.
Christian: Ja.
Jörg: Es waren damals, waren die Syncpads einige der wenigen Modellreihen, die man mehrfach zerlegen und wieder zusammensetzen konnte, ohne dass irgendwelche kleinen Plastiknasen abgebrochen sind oder Dinge nicht mehr zusammenpassten.
Jörg: Ich erinnere mich noch, ich hatte leider ein R61 Modell mit einem scheußlichen Nvidia Bug.
Jörg: Da löste sich nämlich der Lötzinn auf der Platine.
Jörg: Und ich habe die zweimal im Backofen gehabt und habe das Gerät danach weitere drei beziehungsweise sechs Monate wieder ganz normal benutzen können.
Jörg: Das hat schon Spaß gemacht und hat gut funktioniert.
Christian: Ich wollte gerade sagen,
Christian: dieser Bug, den hatten auch viele andere Geräte
Christian: dieser Zeit gehabt und da hat diese
Christian: Backofen-Methode wirklich sehr gut funktioniert.
Christian: Ich habe die selbst nie ausprobiert, aber ich habe von den
Christian: Forenbeiträgen gehört
Christian: und gelesen, wo Leute das sehr
Christian: erfolgreich gemacht haben. Spannend.
Christian: Ja, jetzt hast
Christian: du ja eingehend, das haben wir schon festgehalten,
Christian: du hast auch einen T14S Gen 1
Christian: mit 1,8 mm Tastenhub.
Jörg: Ja.
Christian: Was hast du oder hattest du denn sonst noch so
Christian: seitdem?
Jörg: Ja.
Jörg: Ja, also ich hatte dann nochmal ein R61i.
Jörg: Das habe ich mir quasi privater nochmal gekauft, um berufliches und privates trennen zu können.
Jörg: Dann hatte ich, glaube ich, vom T400 bis T430 alle dreimal in der Hand.
Jörg: Meine Erinnerung ist nicht mehr ganz so gut.
Jörg: Ich glaube, es war das T440, wo Lenovo das furchtbare Touchpad eingeführt hat.
Jörg: Da habe ich gedacht, okay, jetzt hört es auf.
Jörg: Jetzt ist Schluss mit lustig.
Jörg: Ich habe dann einen Ausflug gemacht, hatte einen X230 oder X300.
Christian: Mhm.
Jörg: Da erinnere ich mich gar nicht mehr so genau.
Jörg: Was ich aber tatsächlich noch hier im Schrank liegen habe, ist ein X201,
Christian: Mhm.
Jörg: weil das ist ein so schönes, kleines, handliches Gerät.
Jörg: Das war quasi bis vor kurzem noch mein Reisenotebook,
Jörg: was ich mit in den Urlaub genommen habe,
Jörg: weil es so schön handlich und platzsparend war.
Jörg: Dann befindet sich ja noch ein T570 im Haushalt.
Jörg: Ja.
Christian: cool, das ist eine schöne Sammlung
Christian: also ein T570
Christian: habe ich ja auch irgendwo rumliegen
Christian: und auch ein 470p, das sind schon coole Maschinen
Christian: ja und das T440
Christian: Also ich habe auch letztes Jahr eins reinbekommen mit diesem Klangpad, so wird es ja genannt.
Christian: Und das ist wirklich kein gutes Touchpad.
Christian: Also was auch immer Lenovo da sich von versprochen hat, das kam wirklich nicht so gut an.
Christian: Das klingt wirklich sehr laut, sehr, sehr blechern.
Christian: Und das ist nichts, wo man mal unauffällig während der Zugfahrt ein bisschen klickt und tippt.
Christian: Da fällt man sofort auf.
Jörg: Ja, es wirkt vor allen Dingen auch qualitativ einfach völlig minderwertig.
Jörg: Also wenn du das gewohnt bist, du hast schöne Geräte, da wackelt nichts, da klappert nichts, die sind extrem robust.
Jörg: Und dann hast du plötzlich sowas, wo du das Gefühl hast, das fällt da jeden Moment von alleine raus, weil es sich schon so anhört.
Jörg: Das ist schon, ich glaube, da haben sie sich keinen Gefallen mitgetan.
Christian: Ja.
Christian: Definitiv nicht, ne.
Christian: Was ist so dein Daily Driver, mit dem du arbeitest im Moment?
Jörg: Im Job ist es ein T14 Gen 4 und privat ist es das T14S Generation 1.
Christian: Mhm.
Christian: So.
Jörg: Ich muss mich immer zurückhalten, nach neueren Modellen zu schauen, weil es ist super in Ordnung.
Jörg: Und ich hoffe, dass mich das noch viele Jahre begleitet.
Jörg: Das ist so wirklich immer noch eine Qualität, wo ich sage, da habe ich nichts daran auszusetzen.
Jörg: Das ist höchstens, dass man sich aus Langeweile mal denkt, ach, es wäre vielleicht doch schön, sich nochmal ein anderes Modell anzuschauen.
Christian: Das kann ich nicht nachempfinden.
Christian: Es kommen ja auch wieder regelmäßig neue Modelle raus.
Christian: T14 Gen 4 finde ich auch spannend.
Christian: Ich hatte lange das T14 Gen 3
Christian: und habe jetzt vor zwei Wochen ein T14 Gen 6 reinbekommen.
Christian: Auch mit AMD-Prozessor wie vorher auch.
Christian: Gen 7 ist ja das ganz Neue.
Christian: Aber ich bin gar nicht so böse drum,
Christian: dass es das Gen 6 und nicht das 7 geworden ist.
Christian: Denn das hat noch die alte Tastatur mit dem alten Font.
Christian: Denn in der Gen 7 haben sie den Font geändert.
Christian: Und da muss ich sagen, das weiß ich nicht,
Christian: ob ich mich daran gewöhnen möchte.
Christian: Noch nicht zumindest.
Christian: Deswegen fahre ich noch mit dem Gen 6 ein paar Jahre.
Jörg: Ich muss ehrlich sagen, da ich gar nicht so oft auf die Tastatur schaue, wird mich das wahrscheinlich gar nicht so doll stören.
Jörg: Ich hatte vor dem T14 Gen 4 noch ein P1 Gen 3, das ist ja ein 15 Zoll Gerät gewesen.
Jörg: Und da war ich ganz froh, als ich das abgeben konnte, weil das war unfassbar laut.
Christian: Ja.
Jörg: Also das störte bei der Arbeit doch enorm.
Jörg: Da lief der Föhn dauerhaft.
Jörg: Und so, also für mich ist so 14 Zoll der Sweet Spot,
Jörg: wo mir die Arbeit auch unterwegs am meisten Spaß mitmacht.
Jörg: ...
Christian: Das geht mir genauso.
Christian: Ich hatte auch mal ein P52
Christian: vorher als Arbeitsgerät
Christian: gehabt und das ist relativ heiß
Christian: geworden, auch dadurch, dass eine Nvidia-GPU
Christian: drin war, die man halt auch nicht
Christian: wirklich abschalten konnte, wenn man externe Bildschirme
Christian: haben wollte. Und dann musste man auch immer so
Christian: ein 195-Watt
Christian: Netzteil mitschleppen, weil das Standard
Christian: nicht genügend Power hat.
Christian: Da habe ich es auch mal geschafft, im Zug die Sicherung
Christian: rausfliegen zu lassen, aber
Christian: Ja, ich bin nicht böse drum.
Christian: Also ich verstehe das.
Christian: 14-Zoll-Gerät und vor allem 14-Zoll-Geräte
Christian: haben jetzt ja auch sehr leistungsfähige CPUs mittlerweile.
Christian: Also da braucht man so eine Mobile Workstation
Christian: nicht mehr so häufig.
Christian: Genau, ansonsten bloggst du ja auch noch.
Christian: Wir haben auch mal deine Socials natürlich in den Shownotes verlinkt.
Christian: Also du bist auf Masternode unterwegs,
Christian: auf GitHub trifft man dich auf Codeberg
Jörg: Ja, das ist richtig.
Christian: und einen Blog hast du auch noch.
Jörg: Mein Blog habe ich irgendwann mal angefangen zu schreiben, als mir aufgefallen ist, dass ich wiederholt immer nach den gleichen Problemen und deren Lösungen im Internet suche.
Jörg: Und dann dachte ich mir, ach, schreib es doch einfach mal auf.
Jörg: Vielleicht findest du es in deinem eigenen Blog später schneller wieder.
Jörg: Und tatsächlich passiert es mir manchmal, dass ich nach einem Problem suche,
Jörg: in der Trefferliste einen Link anklicke und denke, oh, guck an,
Christian: Hahaha.
Jörg: da hast du dich schon mal mit beschäftigt.
Jörg: Du hast da schon was zu geschrieben.
Jörg: Und ansonsten nutze ich den Blog natürlich auch, um mein eigenes Wissen zu teilen,
Jörg: in der Hoffnung der Community, damit auch ein bisschen was zurückgeben zu können.
Jörg: Ich habe da keinen Fokus.
Jörg: Ich schreibe immer über das, was mich gerade interessiert.
Jörg: Und wenn man von 2013 bis heute die Themen so durchscrollt,
Jörg: kann man auch so ein bisschen nachvollziehen,
Jörg: dass ich im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen Distributionen gearbeitet habe
Jörg: und wo gerade zu welcher Zeit meine Interessenschwerpunkte lagen.
Christian: Das finde ich auch immer spannend,
Christian: gerade wenn man das länger macht.
Christian: Also Mindblock ist jetzt 18 geworden diesen August
Christian: und da merkt man auch, erste Ausbildung,
Christian: erster Job, mit was man sich beschäftigt hat und was heute.
Christian: Da ist auch das inhaltliche Niveau hat sich etwas verbessert
Christian: im Laufe der Jahre.
Christian: Und das ist schön, wenn man wirklich was zurückgibt.
Christian: Und ja, das ist ja auch eine Open Source Contribution, wenn man so will.
Christian: Man muss ja nicht selbst programmieren oder Sachen designen oder Dokus schreiben.
Christian: Auch so ein Blog kann da ja wirklich hilfreich sein.
Christian: Und wenn es nur für einen selbst ist und man dann halt bei der Suche die eigenen Artikel findet, das ist ja auch schön.
Jörg: Ja, auf jeden Fall. Es macht mir auch Spaß.
Jörg: Also ich muss ehrlich sagen, es macht mir tatsächlich noch mehr Spaß, als an einem Buch mitzuwirken, weil du bist halt völlig frei.
Christian: Ja.
Jörg: Du schreibst, was du willst und wann du willst. Du hast keine Deadline.
Jörg: Wenn du den Nerv der Zeit triffst, erhältst du direktes Feedback. Da freue ich mich immer drüber, wenn man mal eine Rückmeldung bekommt, ob etwas gefallen hat oder nicht gefallen hat.
Jörg: Leider merkt man auch, das Internet ist kaputt. Wenn man Kommentare in einem Blog erlaubt, dann hat man auch mit Kommentarspam zu kämpfen. Ich wünschte, ich hätte so viele regelmäßige Leserinnen und Leser, wie Kommentarspam geblockt wird.
Christian: Ja, und wenn dann mal was durchkommt, ist es häufig halt auch,
Christian: naja, ich will jetzt nicht den Vergleich zur heißen Kommentarspalte ziehen,
Christian: aber manchmal ist es die erste Interpretation, die man hat.
Christian: Da schreibst du einen langen Artikel und jemand trotzt da einen Kommentar rein
Christian: und aus dem geht hervor, dass er den Artikel gar nicht gelesen hat zum Beispiel.
Christian: Das finde ich dann immer einigermaßen frustrierend.
Christian: Von daher gibt es andere Medien.
Christian: Ich glaube, beim Podcasting ist es nicht ganz so.
Christian: Da ist die Hemmschwelle ein bisschen höher,
Christian: wenn man Leuten zuhört, die Sprache hört,
Christian: vielleicht auch den Dialekt, die Eigenarten,
Christian: die jeder Mensch so hat.
Christian: Dann hat man jetzt nicht sofort Lust,
Christian: da irgendwas Fieses zu kommentieren,
Christian: sondern dann hat man ein bisschen mehr Mitleid
Christian: und fühlt sich mehr ein oder so.
Jörg: Liegt einfach daran, wenn du den Podcast hörst, hast du das Kommentarformular nicht sofort vor der Nase.
Christian: Das stimmt.
Jörg: Wenn du den Blogartikel zu Ende gelesen hast, ist die Eingabemaske direkt vor dir und du kannst deinen Kommentar dort sofort eintippen.
Christian: Ja.
Christian: Mit Windows wäre das nicht passiert.
Christian: Ja.
Jörg: Da wären andere Dinge schief gegangen.
Christian: Das stimmt wohl.
Christian: Aber kommen wir mal zum Thema der heutigen Episode.
Christian: Und du hast das wunderschöne Thema des Kensington-Locks mitgebracht.
Christian: dann würde ich sagen, schlau uns und die Zuhörenden doch mal auf,
Christian: was ist so ein Kensington-Lock und warum sollte man es überhaupt benutzen?
Christian: ...
Jörg: Ja, fangen wir mal damit an, dass ich überhaupt so einen Kensington Lock besitze.
Christian: ...
Jörg: hat was mit dir zu tun, da wir ja zusammen einen Vortrag
Christian: ...
Jörg: auf der diesjährigen FrostCon halten wollen, dachte ich mir,
Christian: ...
Christian: ...
Jörg: der Christian sagt zwar immer, er kann damit aufhören, aber vielleicht schließe ich
Christian: ...
Jörg: meinen Laptop doch lieber mit einem Schloss an.
Jörg: Und vorstellen kann man sich das Ganze tatsächlich wie so eine Art Fahrradschloss
Christian: ...
Jörg: für Laptops. Man hat
Jörg: ein langes Kabel, da kann man eine Schlaufe
Jörg: um irgendwelche Gegenstände wie zum Beispiel einen Schreibtisch oder eine Heizung ziehen.
Jörg: Und dann kann man eine Öffnung, die bei vielen Laptops dafür vorgesehen ist,
Jörg: das ist so eine kleine längliche ovale Öffnung,
Jörg: manche verwechseln das mit einem Mini-USB-Port,
Jörg: nutzen, um dieses Schloss dort anzudocken, es zu verriegeln
Jörg: und dann den Diebstahl im besten Falle zu verhindern
Jörg: oder zumindest zu erschweren.
Jörg: Also die Theorie dahinter ist,
Jörg: dass sich in dem Laptop-Gehäuse im Rahmen eine Aufnahme befindet,
Jörg: sodass sollte man mit roher Gewalt das Laptop von diesem Kabel hinfortreißen,
Jörg: um dass der Laptop dabei so stark beschädigt wird,
Jörg: dass man ihn nicht mehr nutzen kann.
Jörg: Ja, und da dachte ich mir, ist ja schnell gemacht.
Jörg: Gehst in den Online-Versandhandel deiner Wahl,
Jörg: guckst nach Kensington Lock,
Jörg: bestellst dir eins. Meine Idee war,
Jörg: da ich ja zwei Geräte besitze, kann ich es auch für das
Jörg: Dienstgerät benutzen und dann über die Arbeit expenzen.
Jörg: Das Schloss kam an, ich habe es zuerst
Jörg: an meinem privaten T14S Gen 1 ausprobiert,
Jörg: dort passte es perfekt und an meinem Dienstgerät stellte ich fest,
Jörg: na nu, hier passt es aber komischerweise nicht. Was soll
Christian: Ah.
Jörg: das denn? Und der erste Gedanke war,
Jörg: habe ich einen Fertigungsmangel
Jörg: beim Thinkpad? Haben sie dort die Aussparung irgendwie
Jörg: falsch gemacht? Ich konnte mir das nicht vorstellen und habe mich dann auf die Suche
Jörg: gemacht, was gibt es vielleicht unterschiedliche Typen von diesen Schlössern?
Jörg: Und siehe da, die gibt es tatsächlich.
Jörg: Und du hast ja
Jörg: bestimmt schon mal aus solche Schlösser gesehen. Die haben vorne
Jörg: so einen kleinen Nupsi, den wenn man ihn in die
Jörg: Aufnahme hineindrückt und das Schloss verriegelt, dann sieht das aus wie ein
Jörg: T, was sich um 90 Grad dreht und dann ist das in der
Jörg: Aufnahme verriegelt. Das ist etwas, das nennt man
Jörg: die T-Bar und der Standard
Jörg: K-Slot ist die Aufnahme dazu. Dieser hat
Christian: Ja, ich kann das.
Christian: Ja.
Jörg: die Maße von ca. 3x7 mm und befindet sich häufig an älteren Business-Laptops wie z.B. den T14S Gen1,
Jörg: an vielen Monitoren, Dockingstations und weiteren Geräten dieser Art. Daneben gibt es dann noch den
Jörg: sogenannten Mini-Slot. Der hat allerdings die Maße von ca. 2,5x5 mm und ist für einige dünnere
Jörg: Ultra-Box entwickelt worden, aber auch für das T14 Gen 4, was ich erstaunlich finde,
Jörg: weil das Gerät deutlich höher ist als ein T14S Gen 1 und eigentlich genügend Platz
Jörg: gehabt hätte, um dort auch den Standard-Slot unterzubringen.
Jörg: Dann habe ich noch herausgefunden, es gibt dann auch noch einen Nano-Slot, der ist für
Christian: Okay.
Jörg: noch dünnere und noch neuere Geräte, wie zum Beispiel von Lenovo oder von HP.
Jörg: Der ist allerdings mit seinen ca. 2,5 x 6 mm dann tatsächlich etwas größer als der Mini-Slot.
Jörg: Und dazu gibt es dann noch den Wedge-Slot.
Jörg: Da haben wir dann eine Öffnung von ca. 4,5 x 3,2 mm,
Jörg: welche laut Internet vor allem bei Dell-Laptops zu finden ist.
Christian: Okay, spannend.
Jörg: Wenn du dich jetzt einmal dort eingelesen hast und nun die verschiedenen Slot-Typen kennst und denkst, super, jetzt weiß ich, was es gibt, jetzt kann ich ja das Lineal meiner Wahl nehmen und bei mir die Größe der Aufnahme am Laptop nachmessen und dann losgehen und kaufen,
Jörg: Dann stellst du fest, dass die Hersteller leider bei den Produktnamen noch mal kreativ waren
Jörg: und dort Bezeichnungen gewählt haben wie Minisaver, Nanosaver, Slimnanosaver oder N17.
Christian: Oh.
Jörg: Also ganz sprechende Namen.
Jörg: Ich war dann auf der Lenovo-Seite und die haben dort so einen Produktberater,
Jörg: wo ich gesagt habe, ich hätte hier jetzt gerne mal nach einem Modell gesucht
Jörg: und würde dann gerne sehen, welche Produkte der Firma Kensington kompatibel mit meinem Modell sind.
Jörg: Das hilft.
Jörg: Was mich erschrocken hat, ist, wie groß diese Kompatibilitätsmatrix doch ist.
Jörg: Also, dass du überhaupt so ein Tool brauchst.
Jörg: Weil ich war vorher in der naiven Annahme, naja, das ist ein Standard.
Jörg: Es gibt diesen einen Standard.
Jörg: Du kaufst das, du hast die Wahl, ob du ein Zahlenschloss haben möchtest oder eines mit Schlüsseln.
Jörg: Und dann wird das passen.
Christian: dachte ich jetzt auch also ich habe jetzt schon viele geräte mit kensington lockt gesehen und
Christian: dachte immer so, naja, okay, ein Kensington-Lock halt.
Christian: Aber dass es da so
Christian: viele Standards mit unterschiedlichen Namen gibt
Christian: und auch eine Produktmatrix, das ist ja
Christian: naja, wie ist
Christian: nochmal dieser XKCD mit den
Christian: Standards? Da musste ich jetzt sofort dran denken.
Jörg: Du meinst den mit den, wir haben drei Standards, die sich aber alle leicht unterscheiden. Wir sollten das unbedingt konsolidieren und wir haben jetzt vier Standards.
Christian: Richtig, ja.
Christian: XKCD 927
Christian: wird natürlich hier verlinkt.
Christian: Ja, furchtbar.
Jörg: Ja, und jetzt habe ich noch ein Kensington-Lock im Schrank liegen, was ich vielleicht nochmal mit zu Konferenzen nehme, auf denen wir uns sehen, aber ansonsten keinerlei dienstliche Verwendung dafür habe.
Christian: Also das ist natürlich auch Commitment, muss ich sagen,
Christian: dass du dir extra für diesen Vortrag, den wir da hatten,
Christian: dir extra ein Schloss holst, Hut ab.
Christian: Das ist wirklich, finde ich super.
Christian: Da hat sich dieser Gag ja richtig gelohnt.
Jörg: Ja, auf jeden Fall. Es hat mir auch viel Freude gemacht
Jörg: und wir sollten das unbedingt wiederholen, wenn wir wieder ein Thema finden.
Christian: Ja, das auf jeden Fall
Christian: Ja, Wahnsinn, also ich hab mir noch nie so
Christian: groß Gedanken drum gemacht, ich hab jetzt hier so ein paar
Christian: Bilder mal mir angeguckt
Christian: von diesen Schlössern, das werden wir hier auch in das
Christian: Chapter Art mit einbauen
Christian: Also gerade zwischen Mini und Nano
Christian: Slot, das ist ja ein Witz, das ist ja wirklich
Christian: nur ein Millimeter
Christian: Unterschied und
Christian: verstehe ich jetzt nicht, warum er dann einen weiteren
Christian: einen Standard macht, also
Christian: zwischen einem alten, dicken Standard,
Christian: also diesem Standard-Carslot und einem kleineren,
Christian: das verstehe ich schon, weil ja Notebooks immer kleiner
Christian: und dünner werden, aber dann
Christian: zwischen Mini und Nano und dann nochmal was
Christian: Eigenes, das man vor allen Dingen bei Dell
Christian: Notebooks hat, das erschließt sich mir irgendwie
Christian: nicht so ganz.
Jörg: Ja, es hat natürlich auch ein bisschen, da kommt jetzt der Verschwörungstheoretiker in mir durch, damit zu tun, wenn jetzt so eine Firma vielleicht eine Modellreihe für die ganze Belegschaft wechselt, dann kann man natürlich noch mehr verdienen, wenn man auch die Schlösser alle nochmal austauschen muss.
Christian: so meinst du ja das ist natürlich auch fair ja wobei ich habe gesehen es gibt ja auch
Christian: kensington loks an den docking stations und du kannst ja auch viele notebooks in die docking
Christian: Station absichern quasi.
Christian: Wobei, seit Thunderbolt USB-C
Christian: gibt es das, glaube ich, auch immer selten.
Christian: Ja, stimmt. Das könnte tatsächlich
Christian: das gute alte
Christian: turbo-kapitalistische Upsetting sein.
Christian: Mensch.
Jörg: Man weiß es nicht, man munkelt es nur.
Jörg: Ja, ich habe da noch mal ein bisschen recherchiert, wo kommen die denn eigentlich her?
Jörg: Die Firma Kensington hat diesen Schlüssel-Schloss-Mechanismus im Jahr 1992 entwickelt und ich glaube, sie sind mit ein bisschen Glück davon gekommen, weil dieser Mechanismus ähnelte sehr stark dem Design von J.S. Derman, der Mitte der 1980er Jahre für die Firma Kryptonite, das ist ein Hersteller für Fahrradschlösser, so etwas entwickelt hat und dafür ein Patent besaß.
Jörg: Und dieses Patent wurde im Jahre 2002 an die Firma Schlage, einen Hersteller von Türschließzylindern, verkauft und hat seinen Weg erst im Jahr 2005 zur Firma Kensington Computer Products Group gefunden, wo es dann wahrscheinlich bis heute gut in einem Tresor liegt und die Firma vor Rechtsansprüchen anderer Hersteller schützen soll.
Christian: Ah.
Christian: Wobei das dann ja auch bald auslaufen dürfte, oder?
Christian: Also ein Patent, wenn das gilt.
Christian: Ich weiß nicht, ob dann der,
Christian: das hat ja eine Gültigkeit von 20 oder 25 Jahren,
Christian: wenn ich es richtig weiß,
Christian: wo du dann quasi den Schutz auf die Technik hast.
Christian: Und ich weiß nicht, ob der resettet wird,
Christian: wenn man es verkauft und wieder neu kauft.
Christian: Aber gehen wir mal davon aus, dem wäre so,
Christian: dann wäre das ja, wenn das seit 2005 bei Kensington liegt,
Christian: Ja, 2025 oder 2030, wo das Patent dann ultimativ auslaufen dürfte.
Jörg: Das ist eine spannende Frage,
Jörg: ob es danach dann für uns als User besser wird oder schlimmer.
Christian: Ich habe da so eine vage Vermutung, aber ich glaube, Teile der Antwort könnten uns alle verwirren.
Christian: Ja, aber spannend, weil Kryptonite ist natürlich ein Begriff, also bekannt für die sehr qualitativen Fahrradschlösser.
Christian: Das wäre ja eigentlich lustig, wenn sie neben Fahrradschlössern
Christian: vor allen Dingen Computerschlösser verkaufen würden.
Christian: Das wäre ja ein lustiges Portfolio.
Christian: Und vor allem, wenn die Schlösser auch die gleiche Farbe hätten.
Christian: Das ist ja so ein knalliges Orange, diese Schlösser.
Christian: Das fände ich ziemlich gut.
Jörg: Ich finde es interessant, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist,
Jörg: tatsächlich ein Fahrrad mit dieser Technik anzuschließen.
Christian: Dann müsste es aber so Faktor 10 mal so groß sein.
Christian: Und dann müsste der T-Bolzen,
Christian: der müsste dann halt im Gehäuse irgendwo verschwinden.
Christian: Das wäre dann aber, glaube ich, echt gut, weil bei so einem Notebook-Gehäuse, das haben wir, glaube ich, nur am Rande erwähnt, also diese drei Pins, das ist ja dann so ein T-Bolzen, wie du beschrieben hast, der sich im Gehäuse dann eben versenkt.
Christian: Das ist natürlich nur so stark, wie das Gehäuse stark ist. Also wenn du ein Plastikgehäuse hast und hast auch, also viele Notebooks haben ja den inneren Teil des Gehäuses schon aus einer Metall-Liegerung oder aus einem Metall und dann halt eben eine Plastikummantelung.
Christian: Wenn das aber nur Plastik ist, bei günstigen Geräten beispielsweise,
Christian: dann ist so ein Kensington-Lok ja eigentlich witzlos,
Christian: weil da ziehst du halt einmal dran,
Christian: du hast ein Loch in dein Plastikgehäuse reingerissen.
Christian: Bei so einem Fahrradrahmen aus Stahl ist das natürlich eher nicht so der Fall.
Christian: Und bei so einer Magnesium-Legierung, einem Metall-Core,
Christian: ist das natürlich auch außerordentlich widerstandsfähig.
Jörg: Also,
Jörg: Falls du mal aufgrund von Kapazitätsengpässen einige deiner älteren oder nicht so sehr geliebten Zinkpad-Modelle aussondern musst, könnten wir ja mal so einen Feldversuch starten und mal testen, wie viel so eine Aufnahme tatsächlich aushält und ob das Gerät noch nutzbar ist, wenn man es dort rausgebrochen hat.
Christian: Ja.
Jörg: Also ich erinnere mich, wir haben das ganz früher mal mit Geräten gemacht, die in die Entsorgung gegangen sind. Ich mag jetzt den Hersteller nicht verraten, aus Angst nach so langer Zeit doch noch verklagt zu werden, aber da war ein Modell tatsächlich bei, das hatte im Gehäuse eine kleine Magnesiumaufnahme für den Kensington-Lok und wenn du mit ausreichend Kraft und schnell daran gerissen hast, ist die quasi formschön aus dem Gehäuse rausgebrochen.
Jörg: Du hattest dann ein rechteckiges Loch in deinem Gerät und ansonsten funktionierte es tadellos weiter, während sich andere Geräte stark verformten und tatsächlich danach auch nicht mehr zu gebrauchen waren.
Christian: Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, muss ich zugeben.
Christian: Dafür hänge ich dann doch zu sehr an den Geräten.
Christian: Aber ich habe vor vielen Jahren auf irgendeiner Konferenz gesehen,
Christian: wie jemand einen Notebook in die Tasche stecken wollte,
Christian: aber vergessen hatte, dass das Gerät noch angeschlossen war.
Christian: Und da ist ihm das Notebook dann aus der Hand gerissen worden,
Christian: weil er sich dabei umdrehte, das in die Tasche packen wollte.
Christian: Und dann ist das Notebook halt leider auf dem Boden gelandet.
Christian: Also das ist schon einigermaßen widerstandsfähig, würde ich sagen,
Christian: je nachdem, wie das Gehäuse halt gebaut ist.
Christian: Ja, ich habe selbst keine persönlichen Erfahrungen mit.
Christian: Du vermutlich auch nicht, wenn du dir jetzt für den Vortrag das extra zugelegt hast.
Jörg: Ich erinnere mich nur, dass ich früher häufig geschmunzelt habe,
Jörg: wenn ich gesehen habe, dass Mitarbeiter das Schloss quasi um das Tischbein ihres Bürostuhls geschlungen haben,
Christian: Hm.
Jörg: wo ich so dachte, ja, jetzt heben wir den Tisch kurz an und haben das Gerät befreit und nehmen es mit.
Christian: Hm.
Jörg: Also da musste man schon ein bisschen weiter als von der Wand bis zur Tapete denken,
Jörg: um es dann auch so anzubringen, dass es eine Wirkung hat.
Christian: Definitiv. Das habe ich auch schon ganz, ganz oft gesehen, auch in so öffentlichen Räumlichkeiten, wenn man in irgendeinem Rathaus ist beispielsweise und es da so ein Terminal gibt, wo man sich dann selbst anmelden soll, dass dann halt wirklich da so ein Notebook steht mit Kensington Lock, aber man hat es dann halt ans Stuhlbein oder sonst wo angeschlossen und man muss im Prinzip nur kurz den Tisch einmal anheben. Das ist dann natürlich witzlos.
Christian: Das muss man natürlich ordentlich in den Tisch mit reinbringen. Ich habe gesehen, es gibt auch Tische, da ist das im Tischkorpus eingelassen. Also da ist quasi da, wo dein wuchtiger Aufbau ist, wo sich deine Metallstreben und Querstreben des Tisches befinden, ist so ein Kensington-Lok eingelassen und dann ist dann auch im Gehäuse quasi fest drin und man kann das nicht aus dem Gehäuse oder aus den Streben rausziehen.
Christian: Das wird dann schon ein bisschen schwieriger, wenn man so einen 100 Kilo Tisch dann mit sich herschleppen muss. Das hat dann, glaube ich, eher einen Effekt als so ein Stuhlbein.
Jörg: Aber du bist ja jetzt auch häufiger mal bei Kunden oder in der Welt unterwegs.
Jörg: Siehst du sowas noch in der freien Wildbahn?
Christian: Selten.
Christian: Also wenn dann wirklich da, wo auch öffentlicher Kontakt mit irgendwelchen Besucherinnen zu erwarten ist oder halt bei öffentlichen Kundinnen, da hat man das wirklich häufig. Also auch da in geschlossenen Büros habe ich das schon gesehen, dass dann Leute, wenn sie dann ihren Notebook morgens eindocken, um zu arbeiten, dann muss das auch ordnungsgemäß nach Dienstvorschriftnummer sowieso vermutlich dann auch befestigt werden.
Christian: Da habe ich das mit dem Tisch nämlich auch schon mal gesehen, dass das Kensington Login den Tisch eingelassen ist und da verweilt dann dieses Gerät. Und du erkennst auch teilweise, wenn man mal auf den gängigen Plattformen im Internet nach gebrauchten Notebooks sucht, was dann so Behördenrechner sind, weil die haben dann meistens halt zum Beispiel keine Webcam, kein WLAN-Modul, den schlechteren Bildschirm, weil ist ja ein externer dran.
Christian: Und wenn du dir dann, selbst wenn du das nicht weißt und du guckst dir die Bilder von dem Gerät an, das wird dann ja immer schön fotografiert von allen Seiten und dann siehst du da, wo der Kensington Lock ist, da ist das Gehäuse ein bisschen abgewetzt, weil man halt häufig das dann irgendwie reinfummelt und dann hat man es falsch gehalten und kratzt dann so ein bisschen dieser Gummierung oder Lackierung ab. Das ist meistens ein sehr gutes Indiz dafür, dass das Gerät in der Behörde verwendet wurde.
Jörg: Ja.
Christian: Das ist schon spannend. Was mich mal interessieren würde, diese Schlüssel, also die haben sich ja auch im Laufe der Jahre, glaube ich, weiterentwickelt. Jetzt hast du ja gesagt, manche haben so Zahnschlösser, das ist dann, wie man das auch von so Fahrradschlössern kennt, so eine drei-, vier-, fünfstellige Zahncodes, die du dann einstellst.
Christian: Und dieses Schlüssel, also ich sehe jetzt nur so das Gegenstück, das sich dann am Notebook befindet, das sieht aus wie diese Schlösser, die man früher bei alten Rechnern am Gehäuse hatte, um den Rechner gegen Ausschalten abzusichern.
Christian: Diese Zylinder, die sehen aus wie so ein eingedrückter Zylinder, haben glaube ich so vier abgeflachte Kanten.
Jörg: Genau, ja.
Christian: Und ist das das gleiche Schloss? Das sieht frappierend ähnlich aus.
Jörg: Also sie sehen sehr ähnlich aus. Ich glaube nicht, dass es tatsächlich die gleichen sind. Und was ich nicht rausbekommen habe, ist, wie viele verschiedene Varianten von diesen Schlüsseln es gibt.
Christian: Hm.
Jörg: Und ich habe mal in einer Stelle gearbeitet, wo wir sehr, sehr viele von diesen Schlössern hatten. Da ist es dann auch irgendwann mal vorgekommen, dass wir festgestellt haben, oh, guck mal, zu diesem Schlüssel haben wir ein zweites Schloss gefunden, wo er passt. Das war aber purer Zufall. Wir hatten noch mehrere Dutzend Schlösser, wo das dann nicht der Fall war. Also da würde mich mal interessieren, wie groß der Schlüsselraum ist, um den es sich da tatsächlich handelt.
Christian: Ja, also da hat sich auch viel getan.
Christian: Wenn man sich die gängigen Modelle mal anguckt,
Christian: ich habe ja mal parallel gerade geschaut,
Christian: es gibt nämlich auch Universalkabel,
Christian: wo man den Kopf quasi austauschen kann.
Christian: Weil du hattest ja gesagt, es gibt Nano, Mini
Christian: und da sehen die Schlüssel mittlerweile auch schon einigermaßen
Christian: individualisiert aus. Also die haben jetzt noch so einen Steg,
Christian: der Zylinder ist auf verschiedene
Christian: Arten und Weisen eingedrückt.
Christian: Also ich glaube, das
Christian: ist schon relativ schwer,
Christian: so ein Schloss dann auch zu knacken. Das ist jetzt
Christian: nichts, was man mit dem Standard
Christian: Lockpicking-Set hinbekommt, glaube ich.
Jörg: Ja, also es verzögert auf jeden Fall den Zugriff, da bin ich mir sicher.
Jörg: Ich stelle mir halt immer so die Frage, wenn du im Büro deine Geräte damit anschließt
Jörg: und in großen Firmen, wo man sich vielleicht nicht mehr persönlich kennt,
Jörg: frage ich mich dann immer, naja, wie viel Aufwand ist es wohl,
Jörg: wenn du dich beim Facility Management meldest und sagst, guten Tag,
Jörg: ich bin Herr XY aus Büronummer sowieso, ich habe meinen Schlüssel verloren, können Sie mir mit dem Ersatzschlüssel mal meinen Laptop abschließen, ich muss schnell los oder haben Sie einen Bolzenschneider, um das Gerät mal schnell zu befreien.
Jörg: Da weiß ich nicht, ob das dann tatsächlich noch so viel schützt oder ob dann die Hilfsbereitschaft der KollegInnen nicht schamlos ausgenutzt wird, um man dem fiesen Einbrecher das Gerät dann doch mitgibt.
Christian: Also ich denke, darauf wird es dann in der Realität eher hinauslaufen. Also Social Engineering lässt sich nicht von einem Kensington-Locker aufhalten, würde ich auch mal behaupten. Also da gibt es andere Wege. Was habe ich neulich gelesen? Da hat es auch jemand geschafft, ist in ein Büro reingekommen, obwohl er da nicht ansässig war und hat sich dann auch einen Leihausweis verschafft, indem er einfach die Firmenkleidung trug.
Christian: Also hat er dann halt ein Podohemd mit dem Logo des Unternehmens an und das ist tatsächlich so ein kleiner Markt für sich auch. Es gibt ja diverse Portale, wo eben auch Gebrauchsklamotten verkauft werden und wenn man da nach Arbeitsklamotten sucht, dann findet man da teilweise von großen Firmen irgendwie dann die Arbeitsklamotten.
Christian: Also das sind meistens so Dinge wie, keine Ahnung, Aldi, McDonalds, DHL, sowas halt, sowas findet man da mal, wenn man da tief genug sucht, aber das lässt sich sicherlich auch von anderen Unternehmen beschaffen und ja, wenn das in die falschen Hände fällt, dann ist das durchaus ein Vektor, wenn da nicht wirklich gut genug geprüft wird, ist das jetzt wirklich hier Paula Pinker Punk, wie sie gerade behauptet und mal parallel geguckt wird, gibt es die Person überhaupt bei uns im LDAP zum Beispiel, ja, und die Person erfindet vielleicht eine Geschichte,
Christian: Ich muss ganz schnell, ich habe ein Meeting mit dem Geschäftsführer, Deadline, wenn ich jetzt nicht da die Präsentation halte, dann kriege ich eine Abmahnung und sie müssen mir helfen. Ich glaube, das kann einen, wenn man unter Druck gesetzt wird, doch dazu verleiten, vielleicht einen Fehler zu machen.
Jörg: Da haben wir auf der Arbeit tatsächlich eine ganz coole Anwendung,
Jörg: die uns dabei hilft, um diese Gefahr von Social Engineering zu minimieren.
Jörg: Wir haben quasi so ein People-Verzeichnis,
Jörg: wo wir alle so eine Profilseite haben.
Jörg: Da steht drauf ja unsere E-Mail-Adresse, Telefonnummer, wer wir sind.
Jörg: Und es gibt dort ein Verify-Button.
Jörg: Und wenn du mich zum Beispiel anrufst und sagst,
Jörg: hey Jörg, ich bin's, der Christian, ich brauche mal schnell von dir folgende Daten
Jörg: und ich kann halt am Telefon dich nicht sehen und bin mir nicht sicher,
Jörg: dann kann ich sagen, ja okay, wenn du das bist,
Jörg: dann geh doch jetzt mal bitte auf deine People-Seite.
Jörg: Ich drücke hier mal auf den Verify-Knopf und dann liest du mir mal den Code vor,
Jörg: der auf deiner Profilseite angezeigt wird.
Jörg: das ist zumindest so ein Schutz
Jörg: also du müsstest dann schon bei uns im
Jörg: VPN sein, du müsstest
Jörg: diese Anwendung aufrufen können
Jörg: und wenn du
Jörg: so weit gekommen bist und mich dann noch
Jörg: aufs Kreuz legst, dann hast du es auch verdient
Jörg: wenn ich dir irgendwelche Geheimnisse verrate
Christian: Ja, also da muss man wirklich schon einige Layer durchdrungen haben.
Christian: Das ist schon richtig.
Christian: Das ist halt nur eine der Schutzmaßnahmen.
Christian: Genauso wie ein Kensington Lock halt nur eine der vielen Schutzfaktoren sein kann.
Jörg: ja
Jörg: Ich habe ja auch Kunden, die gewisse Anforderungen an die physische Sicherheit haben und wenn ich mich dann bei meinen Kontakten anmelde, dann sagen die mir auch immer, ja Jörg, denk bitte daran, dass du deinen Personalausweis mitbringst, den musst du vorne am Empfang vorzeigen, wo du dann deine Gästekarte bekommst.
Jörg: Und wenn ich das erste Mal vor Ort bin, ist das auch meistens der Fall. Und dann ist mir aber schon mal aufgefallen, ich bin dann wieder zu einem Kunden gefahren, hatte meinen Perso quasi schon in der Hand, hatte meinen roten Hut auf dem Kopf und man legte mir die Gästekarte da schon hin und winkte mich durch.
Jörg: Und ich sage so, muss ich mich heute gar nicht ausweisen? Nein, nein, das sieht man ja, dass sie von Red Hat sind. Dann gehen sie mal ruhig durch, wo ich so dachte, na gut, das ist aber schon ein bisschen einfacher, hier jetzt vorbeizukommen.
Christian: Ja, wobei man muss natürlich sagen,
Christian: für die Zuhörenden, die den Kontext nicht kennen,
Christian: Also das Modell der roten Hüte, das Red Hat-Mitarbeiter tragen,
Christian: das ist schon ein sehr auffälliges.
Christian: Und das kann man auch so nicht frei käuflich erwerben,
Christian: sondern da hat man ein Anrecht drauf,
Christian: das kann man bestellen, wenn man für Red Hat arbeitet.
Christian: Und wenn man natürlich einen geschulten Blick hat,
Christian: dann erkennt man, ist es quasi so ein billiges Imitat
Christian: oder ist es dieser Hut?
Christian: Ob das jetzt die Person hatte, das weiß ich jetzt nicht.
Christian: Aber ja, stimmt, mit so einem roten Fedora,
Christian: der vielleicht ähnlich aussieht, wenn man nicht nah genug hinguckt,
Christian: dann könnte auch das natürlich ein Faktor sein.
Jörg: Aber man kennt es ja aus den Berichten der unterschiedlichen Pentester, wo man das ja auch häufig nachlesen kann.
Jörg: ja, wir haben uns eine Warnweste angezogen und eine blaue Jacke und konnten quasi durchs Werkstor mit all den anderen Kollegen reinmarschieren,
Christian: Ja.
Jörg: wo sie quasi damit schon mal innerhalb des Perimeters waren.
Christian: Du musst wirklich nur selbstsicher auftreten,
Christian: damit kann man schon viel erreichen.
Christian: Das habe ich auch erschreckenderweise mal festgestellt,
Christian: als wir auf einer Konferenz mal waren und das war sehr, sehr laut.
Christian: Das war halt so ein Abend-Event und wir wollten irgendwo noch ein Interview aufzeichnen
Christian: und haben dann einfach festgestellt, in einem anderen Stockwerk, da ist es ruhig,
Christian: aber wir brauchen Sitzgelegenheiten, weil so ein Interview dauert ja ein bisschen.
Christian: Und da war dann der Vorschlag, ja, wir nehmen uns einfach Stühle und treten selbstsicher auf
Christian: und fahren dann mit dem Fahrstuhl dann halt nach oben.
Christian: Ich natürlich sofort so, das geht nicht in meinem moralen Wertesystem.
Christian: ich kann doch jetzt nicht Stühle nehmen, die nicht mir gehören
Christian: und kann ohne vor jemanden zu fragen, damit in den Fahrstuhl gehen.
Christian: Ja, hat niemand nachgefragt.
Christian: Wenn du einfach selbstsicher das machst
Christian: und auch nicht fragend um dich blickst, dann nimmt man an,
Christian: das wird schon seine Richtigkeit haben, was du da tust.
Christian: Und so eine Warnweste, die sorgt für sehr viel Autorität,
Christian: wenn man die trägt, das ist natürlich auch klar.
Jörg: Also ich habe auch mal in einer
Jörg: großen Einrichtung gearbeitet, wo wir immer gesagt haben, wenn dort jemand unsere
Jörg: Laptops und Monitore rausschleppt oder unseren ganzen
Jörg: Passwort-Tresor auf einer Sackkarre aus der Einrichtung fährt,
Jörg: den wird keiner aufhalten, den wird man höchstens aus Hilfsbereitschaft alle Türen
Jörg: aufhalten, damit er dort leichter durchkommt.
Christian: hier nehmen auch noch mit
Christian: Ja, so wird's dann aussehen.
Christian: Ich hab übrigens noch mal hier auf das E530 geblickt,
Christian: das ich am Anfang der Episode erwähnt habe,
Christian: und hab mir diesen Knuppel noch mal angeguckt,
Christian: wo das Kensington-Lock ist, und hab jetzt festgestellt,
Christian: das nennt man wohl Kensington-Klicksafe.
Jörg: Ja.
Jörg: Ja.
Christian: Und das ist dann, wenn man's schnell an- oder abdocken will,
Christian: oder was hat's damit auf sich?
Jörg: Ich glaube,
Jörg: Klicksafe, da hast du nicht diese
Jörg: klassische T-Bar, die sich dreht, sondern das ist quasi
Christian: Mhm.
Jörg: so, dass wenn du es einsteckst,
Jörg: dort zwei Zähne zu den Seiten wie solche Schnapper rauskommen,
Christian: Ah.
Jörg: die dann verriegeln. Und erst wenn du das Schloss wieder öffnest, werden die quasi für
Jörg: diesen Moment wieder eingefahren, sodass du es wieder herausziehen kannst.
Christian: Ach spannend, ja.
Christian: Das ist nämlich genau so sieht das Gerät aus an der Stelle.
Christian: Das heißt, das Gerät wurde auch in einem Großraumbüro eingesetzt.
Christian: Na Mensch, wieder mal um eine Information reicher.
Christian: Das ist, glaube ich, so in a nutshell, was man zu Kensington Lock sagen kann.
Christian: Sie werden immer noch hergestellt.
Christian: Also wenn man mal auf die Webseite guckt,
Christian: die machen außerordentlich viel noch in der Richtung.
Christian: Die machen Laptop-Schlösser.
Christian: Das ist aber nur Platz 4 der Produkte, die sie anbieten.
Christian: Sie machen auch zum Beispiel viel Fingerprint-Security-Keys.
Christian: Also das sieht so ein bisschen aus wie so ein Yubi-Key-Klon,
Christian: wenn ich ehrlich bin.
Christian: Dann haben sie Blickschutzfilter, Docking-Stationen.
Christian: Ob die auch einen Kensington Lock haben, das müsste man mal nachgucken.
Christian: Und Trackballs bauen die auch.
Christian: Also die scheinen mittlerweile ihr Portfolio etwas diversifiziert zu haben.
Jörg: Es schadet ja nicht, wenn man noch ein Standbein hat.
Jörg: Also Trackballs hätte ich da ja nun wirklich nicht vermutet, aber das wäre ja dann vielleicht nochmal eine Möglichkeit, wo du dir einen zum Vergleich bestellen kannst.
Christian: Oh, bitte nicht.
Christian: Nicht noch mehr Hardware.
Christian: Ja, ich bin ja schon in ein anderes Rabbit Hole zwischenzeitlich gefallen
Christian: und habe mich hier mit Meshcore angefangen zu beschäftigen.
Christian: Wenn ich jetzt auch noch mit Trackballs anfange, Jörg, dann wird es langsam wirklich knapp mit dem Lagerplatz.
Jörg: Sie nehmen aber zugegeben nicht so viel Platz weg wie Thinkpads.
Christian: Das ist richtig, aber die Frage ist, ist die Geschichte von Trackballs, na gut, von Trackballs bestimmt schon, aber von Kensington Locks weiß ich nicht, ob da die Geschichte so vielschichtig ist, wie man es vielleicht über Thinkpads behaupten könnte.
Christian: Ja, wobei, es gibt bestimmt jemanden da draußen, dem er jetzt mit erhobenem Zeigefinger gerne widersprechen möchte. Da sei gesagt, Feedback ist dann natürlich herzlich willkommen. Wenn es da interessante Geschichten gibt, dann lasst es uns gerne wissen.
Christian: Ja, soviel dazu. Habe ich irgendwas vergessen, dich zu fragen? Hast du noch Anekdote zum Teilen?
Jörg: So spontan fällt mir keiner ein.
Jörg: Ich bin doch froh, dass wir so schnell mit diesem Thema durch sind, dass der Kaninchenbaum nicht ganz so tief war, verglichen zu anderen, in die man schnell reinfallen kann.
Jörg: Aber dafür, dass ich nur schnell ein Schloss kaufen wollte, hat es mich dann doch erstaunlich lange beschäftigt.
Christian: Ich war auch einigermaßen verwundert, als du meinst,
Christian: wollen wir da eine Folge zu machen?
Christian: Da dachte ich so, hä, da sind wir noch nach drei Minuten durch.
Christian: Und jetzt blicke ich hier auf das Aufnahmegerät
Christian: und sehe, dass wir über eine Stunde aufgezeichnet haben.
Christian: Also von daher, gut, wir haben auch noch über andere Themen gesprochen,
Christian: aber Kensington Lock ist tatsächlich ein Thema,
Christian: das mehr Informationen jetzt für mich bereithielt,
Christian: als ich es erwartet hätte.
Christian: Beim nächsten Kensington Lock auf Wedge
Christian: werde ich auf jeden Fall noch mal genau nachfragen,
Christian: ob es sich um einen Standard-K-Slot, Mini-Slot, Nano-Slot
Christian: oder Wedge-Slot handelt.
Christian: Oder vielleicht doch ein N17?
Jörg: Vielleicht, wenn ich mit meinem Notebook-Refresh dran bin,
Jörg: frage ich bei uns in der IT mal nach,
Jörg: ob sie mir nicht ein passendes Schloss mitsenden können
Jörg: und lasse mich dann mal überraschen, ob es dann wirklich passt.
Christian: Ja, vermutlich wirst du das mindestens einmal
Christian: retournieren müssen, befürchte ich.
Jörg: Oh, hoffentlich nicht.
Christian: Weil ich glaube,
Christian: diese, wobei das ist ja eigentlich ein
Christian: Standardartikel, ne? Also ich glaube, so große Firmen,
Christian: die eben großens die Notebooks, Tastaturen
Christian: und so weiter kaufen, die müssen doch so einen Standardsatz
Christian: an Schlössern auch irgendwie haben, ne?
Jörg: Ich würde es vermuten, aber es würde mich auch nicht überraschen, wenn es anders ist.
Christian: Ja, weil ich meine, im Endeffekt, wenn man viel auf Reisen ist,
Christian: ist es ja eigentlich nicht verkehrt, sowas zu haben.
Christian: Also angenommen, du bist jetzt in einem Zug
Christian: und bist mal für zehn Minuten irgendwo im Speisewagen,
Christian: da könnte ja auch theoretisch jemand das Gerät entwenden.
Christian: Und in der Zeit könnte man so ein Gerät ja auch im Zug zum Beispiel anschließen,
Christian: wenn du jetzt niemanden mit bei hast, der da kurz drauf aufpasst.
Christian: Also rein vom Grundverständnis her von Security
Christian: wäre es ja eigentlich nicht verkehrt, sowas zu haben.
Jörg: Ja, wobei ich sagen muss, heutzutage sind die Geräte so klein und leicht, wenn ich ins Bordrestaurant gehe, dann nehme ich es einfach mit.
Christian: Vernünftig.
Christian: Okay, dann würde ich sagen, vielen Dank für den Beitrag.
Christian: Schön, dass du uns aufgeschlaut hast, was Kensington Logs anbelangt.
Christian: Hat mir sehr viel Freude bereitet.
Jörg: Ja, danke dir, dass ich hier sein durfte. Es hat viel Spaß gemacht.
Christian: Und an euch, liebe Zuhörende, auch vielen Dank fürs Zuhören.
Christian: Feedback ist uns natürlich wichtig, wenn ihr konstruktive Kritik
Christian: Feedback habt, dann erreicht ihr unseren
Christian: zuverlässigsten per E-Mail an podcast
Christian: at thinkpad-museum.de
Christian: Ich freue mich auch über Bewertungen über den Podcatcher
Christian: eurer Wahl. Folgt gerne mal auf
Christian: Mastodon rein, da gibt es das Ganze hier auf
Christian: podcast.social unter dem Händel
Christian: Thinkpad Museum in einem Wort.
Christian: Und wir haben auch eine Matrix-Community,
Christian: da könnt ihr auch mal reinschneiden und von euren
Christian: Kensington-Locks berichten, die ihr so zu Hause habt.
Christian: Informationen dazu findet
Christian: ihr in den Shownotes.
Christian: Vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank nochmal
Christian: fürs Mitmachen, Jörg.
Jörg: Gerne.
Christian: und dann würde ich sagen, wir hören uns in einer der folgenden
Christian: Episoden wieder. Bis dahin.
Jörg: Tschüss.
Christian: Ciao.
Christian: ...