Christian: Hallo und herzlich willkommen zur 20. Episode des Thinkpad Museum Podcasts, aufgenommen am 18. Dezember 2025.
Christian: Die Episode hat sich krankheitsbedingt etwas verspätet. Das Ende des Jahres ist nicht nur die Zeit, in der Arbeitstechnik bei vielen los ist, sondern es ist natürlich auch die Zeit der Atemwegserkrankungen.
Christian: Von daher hat diese Episode ein bisschen länger auf sich warten lassen.
Christian: Und in der heutigen Episode geht es um ein Feature, das Business-Geräte lange von Consumer-Hardware unterscheidet.
Christian: Ihr habt es schon im Intro gehört, liebe Zuhörer. Es geht um Docking-Stationen.
Christian: Um die ca. 100 Stück wurden bisher für Thinkpads produziert. Das ist wirklich viel.
Christian: Das bedeutet, wir müssen uns hier auf einige Highlights beschränken.
Christian: 22 Stück davon habe ich selbst in der Sammlung. Die können wir vielleicht auch nicht alle en detail besprechen.
Christian: Aber wir gehen auf einige, wie ich finde, spannende Details und Highlights ein.
Christian: Aber vorher kommen wir natürlich in gewohnter Manier zum Feedback und den Ankündigungen.
Christian: Und während ich für gewöhnlich hier ankündige, welche neuen Gerätschaften ich in die Sammlung aufgenommen habe,
Christian: bin ich seit der letzten Episode sogar auch einiges losgeworden.
Christian: Konkret habe ich 15 Geräte im Thinkpad-Forum verschenkt.
Christian: Ich habe nämlich vor einigen Monaten eine Spende bekommen.
Christian: eigentlich wollte ich nur ein Gerät aus der Sammlung haben, aber ich musste dann 16 weitere Geräte auch abnehmen.
Christian: Und das habe ich dann auch getan, denn die Geräte werden sonst in den Müll gewandert.
Christian: Das kann ich natürlich nicht gut heißen, aber ich habe sie dann kostenlos angeboten und bin die in kürzester Zeit losgeworden.
Christian: Es ging da um verschiedene T20, T40 und T60 Geräte in unterschiedlichen Zuständen.
Christian: Daraus haben sich nette Gespräche ergeben und sogar eine sehr wertvolle Gegenspende, auf die wir gleich nochmal zu sprechen kommen.
Christian: Neuzugänge gab es aber trotzdem zuhauf. Wir beginnen mal mit einem ThinkPad SL510,
Christian: das war eine Spende von der Tina, liebe Grüße gehen raus. Das ist das zweite und letzte Modell
Christian: der SL500er Serie und ist ein Consumergerät unterhalb der T&R Serie. Ich finde das Gerät
Christian: aber trotzdem spannend, da manche Design Elemente später aufgegriffen wurden, z.B. die v-förmige
Christian: Anwinkelung des Gehäuses, der leuchtende I-Punkt im Logo, das sind alles Dinge,
Christian: die auf dieses Gerät oder auf diese Serie zurückzuführen sind und ihr habt es dem
Christian: Namen vielleicht schon entnommen, das ganze ist ein wuchtiges 15,4 Zoll Gerät, dessen RAM auf 8
Christian: GB erweitert wurden und spannenderweise wurde hier sogar die CPU ersetzt. Ursprünglich war nämlich
Christian: ein Intel Core 2 Duo T6570 verbaut, das ist jetzt nichts besonderes, das ist eine 2,1 GHz CPU mit
Christian: 2 MB Cache und einem 800 MHz Frontside-Bus und verbaut wurde die dickste CPU, die dokumentiert
Christian: in dieses Gerät auch reinpasst, nämlich einen Intel Core 2 Duo T9900, der hat eine
Christian: Taktfrequenz von 3,06 GHz, 6 MB Cache und einen Frontside-Bus von 1066 MHz.
Christian: Die CPU ist eine Dual-Core-CPU ohne Hyperthreading und gilt als Nachfolger des Core 2 Extreme
Christian: X9100.
Christian: Ich habe mir die beiden CPUs dann mal im Benchmark angeschaut und hier kann der T9900 sowohl
Christian: im Singlecore als auch im Dualcore Speed ca. 50% Punkte zulegen und auch im 64bit Benchmark
Christian: haben wir hier einen Zuwachs von ca. 40%. Laut Tina ist das aber dennoch für den täglichen
Christian: Betrieb inzwischen zu langsam und wenn wir mal einen Blick auf das Gerät werfen, das
Christian: kam nämlich ca. 2009 raus, dann ist das nachvollziehbar. Das Gerät verfügt über LAN, WLAN und Bluetooth,
Christian: ich habe nur 250GB SSD verbaut und Betriebssystem muss noch installiert werden.
Christian: Das nächste Gerät, das ich mir für die Sammlung zugelegt habe, ist ein 560Z, das
Christian: ist ein Ultra Portable, ein 12,1 Zoll Gerät mit einer Auflösung von 800x600 Pixel.
Christian: Ein Mobile Pentium 2 ist verbaut, der bringt es auf 300 MHz Taktfrequenz.
Christian: Der RAM liegt hier bei 128 MB Edo RAM und ich habe eine 6,4 GB IDE Festplatte vorgefunden.
Christian: Installiert ist Windows 98 Second Edition und neben einer Soundkarte gibt es hier auch
Christian: USB 1.1, PS2, Serial, Parallel und Infrarot.
Christian: Dann gab es noch mehrere Spenden vom lieben Armin, Grüße gehen raus. Zum einen ein Thinkpad
Christian: T30, das sich in einem sehr guten optischen Zustand befindet. Das wurde anscheinend nur
Christian: in einer Dockingstation verwendet, denn Tastatur und Touchpad sind quasi neuwertig. Das habe
Christian: ich schon sehr lange nicht mehr gesehen. Es gibt zwei kleinere Risse am Gehäuse, am Festplatten-Caddy
Christian: zum Beispiel, das lässt sich aber flicken bzw. den Caddy kann man eben austauschen.
Christian: Das ist wirklich ein sehr schönes Gerät, vielen Dank dafür.
Christian: Verbaut wurde ein Pentium 4 mit 1,8 GHz und 512 KB Cache.
Christian: Es gibt 512 MB RAM und das T30 hat ein 14,1 Zoll Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln.
Christian: Die erwähnte Dockingstation war auch mit dabei, komplettiert also hier das Ganze.
Christian: Und dann gab es auch noch ein T420S, das ebenfalls in einem sehr guten Zustand ist.
Christian: Da fehlt lediglich der Kartenleser, der ist bei dem Gerät wechselbar.
Christian: Und darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut, denn zu dem T420S habe ich eine persönliche Bindung.
Christian: Es war 2012 nämlich mein letztes Thinkpad, bevor ich mir dann ein MacBook Pro zugelegt habe.
Christian: Das Gerät machte mir damals leider nicht ganz so viel Spaß, denn das ist ein Gerät mit einer Nvidia Optimus Konfiguration.
Christian: Das heißt, es gibt eine integrierte GPU der CPU und es gibt parallel noch eine Nvidia NVS 4200M mit einem Gigabyte Videospeicher.
Christian: Und ja, was soll ich sagen, das lief unter Linux damals nicht sehr zuverlässig. Ich habe es nicht wirklich hinbekommen, höhere Auflösungen als 800x600 diesem Gerät zu entlocken und das ist natürlich für den täglichen Desktop-Betrieb sehr unzufriedenstellend.
Christian: Die Konfiguration ähnelt meinem Gerät von damals, ich habe da auch mal einen alten Blogpost in den Shownotes verlinkt.
Christian: Es hat nämlich einen Core i7-2620M Sandy Bridge, das ist ein Dual-Core mit Hyper-Threading, der zwischen 2,7 und 3,3 GHz getaktet ist und 4 MB Cache hat.
Christian: Der RAM liegt hier bei 12 GB DDR3 RAM und ich habe eine 128 GB SSD verbaut, auf der Windows 7 und Fedora Sway 43 laufen.
Christian: Was soll ich sagen, Nvidia Optimus ist auch heute immer noch ein Quell unerschöpflicher Freude unter Linux.
Christian: Neben USB 3.0 gibt es auch einen Smartcard-Reader, VGA und einen Displayport, LAN, WLAN und auch bei diesem Gerät ist eine passende Dockingstation mit dabei.
Christian: Und als wäre das nicht genug gewesen, lag dem Paket auch noch ein IBM WorkPad C3 PDA bei.
Christian: Also wirklich eine sehr großzügige Spende, vielen Dank nochmal dafür.
Christian: Über Mastodon ergab sich diesen Monat auch noch eine Spende.
Christian: Konkret geht es um ein T14 Gen 1 in der Intel Variante.
Christian: Das wurde ab Mai 2020 als Nachfolger des T590 produziert.
Christian: Es gab eine Intel ohne AMD Version und mir legt eben hier die Intel Variante vor.
Christian: Verbaut ist ein Intel Core i7-10510U.
Christian: Das ist ein Quad-Core mit Hyper-Threading, der zwischen 1,8 und 4,9 GHz getaktet ist und einen 8 MB großen Cache hat.
Christian: Neben einer integrierten GPU gibt es auch noch eine Nvidia GeForce MX330 mit einem 2GB großen Grafikspeicher.
Christian: Und das 14 Zoll Display, das ist relativ hoch auflösen, das ist nämlich ein 4K Display mit 500 Nits, das allerdings glossy ist.
Christian: Teil des Displays ist auch eine 720p Webcam und neben USB 3.2 und USB-C 3.2 gibt es auch Thunderbolt 3, einen SD-Kartenleser, einen Smartcard-Reader, Ethernet, WiFi 6, Bluetooth 5.1 und 4G-Weban.
Christian: Also einmal die rechts unten Konfiguration würde ich vermuten.
Christian: Ich habe dann hier auch eine 1TB Envome SSD verbaut.
Christian: Dem Gerät fehlte die Tastatur, das ließ sich aber kurzerhand über die üblichen Online-Portale beheben.
Christian: Und das Gerät war mutmaßlich kaputt, aber es scheint so, als wäre nur der RAM-Slot kaputt. Also verlötet sind on-board einmal 16 GB DDR4-RAM und man kann eben noch ein weiteres Modul zustecken, 16 oder 32 GB, das heißt maximal wären hier 48 GB möglich.
Christian: Ich habe gemerkt, sobald ein Modul eingesteckt ist, gibt es Artefakte und Fehler, ansonsten
Christian: aber nicht.
Christian: Das heißt, wenn man keinen weiteren Rahmenriegel verbaut, ist es durchaus ein stabil funktionales
Christian: Gerät.
Christian: Vielleicht ist da einfach irgendwo ein Kontakt kaputt oder eine kalte Lötstelle, das werde
Christian: ich mir dann nochmal näher anschauen.
Christian: Vielen Dank auf jeden Fall auch für diese Spende.
Christian: Und wer auf Mastodon ab und zu mal schaut, was da so gepostet wird, der hat sich vielleicht
Christian: über das nächste Gerät ein bisschen gewundert, denn ich habe mir ein Lenovo 3000 N200 noch
Christian: zugelegt.
Christian: Thinkpad, aber es gibt sehr viele interessante Parallelen zu Thinkpads. Zum Beispiel gibt es
Christian: da einige Thinkpad-typische Stilelemente wie den Hardware-WLAN-Schalter, es gibt eine Kerbe
Christian: mit Status-LEDs in der Gehäusemitte, die Displayhaken, die man von älteren Thinkpads
Christian: kennt und auch die Piktogramme auf dem Gehäuse auf der Rückseite, wo dann eben Festplatten oder
Christian: Rammriegel hinter Fächern verborgen sind, die erinnern auch sehr an die typische Thinkpad-Design-
Christian: Sprache. Das N200 ist 2008 erschienen und ist ähnlich wie das R61 konfiguriert, es gibt ein
Christian: 15,4 Zoll Display mit einer Auflösung von 1280x800 Pixeln. Das Display ist allerdings glossy,
Christian: das ist ein eindeutiger Nachteil gegenüber dem R61. In meinem Fall ist ein Pentium Dualcore
Christian: T2390 verbaut, der kann kein Hyperthreading, ist bei 1,86 GHz getaktet, ist 64 Bit fähig und hat
Christian: einen 1MB großen Cache. Ansonsten gibt's hier auch noch 3GB DDR2-Rahmen und eine 160GB
Christian: Festplatte.
Christian: Dann habe ich ja vorhin von einer sehr spannenden Gegenspende gesprochen und das ist hier ein
Christian: ThinkPad T440P vom lieben Tino. Da habe ich mich riesig drüber gefreut, ganz liebe Grüße.
Christian: Ist ein Gerät, das bisher in meiner Sammlung fehlte. Es hat ein 14 Zoll HD+ Display, das
Christian: Das ist eine Auflösung von 1600x900.
Christian: Dann habe ich auch einen Core i7-4700MQ vorgefunden.
Christian: Das ist ein Quad-Core mit Hyper-Threading, der bei 2,4 GHz getaktet ist und 6 MB Cache hat.
Christian: Der DDR3-Rahmen wurde auf 16 GB erweitert.
Christian: Da ist aber auch noch ein bisschen Luft nach oben.
Christian: Da wäre also mehr drin.
Christian: Ich habe kurzerhand eine 256 GB SATA-SSD verbaut.
Christian: Und das Gerät hat auch noch eine Webcam, Bluetooth und WLAN.
Christian: Das T440P ist insofern spannend, weil es das letzte Gerät ist mit einer wechselbaren CPU, zumindest in der TP-Serie, und weil es das gnadenlos gefloppte Klangpad hat. In der 40er und 50er Serie wurde das verbaut und ist danach relativ schnell wieder abgeschafft worden. Wir hatten das in einigen der letzten Episoden immer mal am Rande erwähnt. Jetzt habe ich so ein Gerät selbst vor mir liegen und ich verstehe, was ihr meint. Es ist wirklich sehr, sehr clunky.
Christian: Mich erinnert das so ein bisschen an günstige Consumer-Hardware, klingt jetzt vielleicht ein bisschen abfällig, aber das Touchpad ist in meinem Fall nicht so präzise und es klingt einfach sehr hohl, wenn man es betätigt.
Christian: Wir hören mal rein, ich habe ein kleines Klangbeispiel vorbereitet.
Christian: Nun ja, mal schauen, ob ich das Original-Touchpad beibehalte oder vielleicht auch ein anderes Touchpad einbaue, denn ein beliebter Mod ist es eben einfach, ein älteres Touchpad zu verbauen, das dieses Verhalten nicht zeigt.
Christian: Dann gab es noch zwei weitere besonders rare Geräte, über die ich dann aber im neuen Jahr sprechen möchte, denn die sind quasi brandneu hier reingekommen und ich will mich dem erstmal nähern, bevor ich darüber spreche, da dürft ihr euch auf die Januar-Episode freuen.
Christian: Und anlässlich des heutigen Themas der Episode habe ich mich auch nochmal mit Dockingstations eingedeckt. Ich habe hier einen i-Series Port Replicator gekauft, einen 560 und 570 Port Replicator, eine Advanced Dock, eine Selector Dock 2, eine Selector Base 600 und eine Selector Base Model 1, aber das hören wir gleich nochmal im Detail. Kommen wir erst nochmal zu den News.
Christian: Und da gibt es einmal zu vermerken, dass Qualcomm eine neue X2 Elite angekündigt hat, also ein SoC in verschiedenen Ausbaustufen. Das Top-Modell hat 18 Cores, wovon 6 Cores Performance-Cores sind und 12 Hauptkerne und das SoC ist mit bis zu 5 GHz getaktet und hat einen 53 MB großen Cache. Das ist wirklich irrwitzig.
Christian: Passend dazu gibt es auch eine Qualcomm Adreno GPU. Kleiner Funfact gleich an der Stelle, wusstet ihr, dass Adreno ein Anagramm von Radeon ist? Bin mir sicher, ihr lest das Wort jetzt in Zukunft anders. Die Adreno GPU, die hier Teil des SoCs ist, ist eine X285 oder eine X290. Die ist mit bis zu 1,7 bzw. 1,85 GHz getaktet, unterstützt DirectX 12.2, Vulkan und OpenCL.
Christian: Es gibt auch schon erste Benchmarks, da muss man natürlich gucken, wie realistisch die sind. Gegenüber Apples M4 Pro hat das X2 Elite SoC höhere Multicore-Werte, aber die sind dann auch wieder ein bisschen geringer als der M5, der ja relativ aktuell rausgekommen ist. Klingt aber trotzdem theoretisch zumindest nach einem sehr leistungsfähigen SoC und ich bin gespannt, was daraus wird. Erste Geräte wurden für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt.
Christian: Und ich frage mich natürlich, wird da Linux-Support kommen? Denn das war bisher bei Qualcomm immer so ein sehr leidiges Thema, was mich zur nächsten News bringt, denn Tuxedo Computers stellt die Bemühungen zu einem ARM-basierten Notebook vorerst ein.
Christian: Jetzt fragt ihr euch vielleicht, okay, was hat das jetzt mit Thinkpads zu tun? Naja, die Quintessenz der Problematik ist auch durchaus für Lenovo interessant, denn da gibt es ja auch mit dem T14S G6 ein A-basiertes Notebook mit besagtem X1 Elite SoC und da sieht der Lenungsupport halt auch eher so mittelmäßig aus.
Christian: Aber was ist jetzt die TLDR-Diagnose? Die Treibhaussituation hat sich trotz großer Bemühungen zwischen Tuxedo Computers und Lenaro nicht merklich verbessert. Lenaro ist so eine Portingfirma, die sich damit beschäftigt, wie man Hardware für andere Betriebssysteme zugänglich machen kann. Lenovo arbeitet auch mit denen zusammen. Und das Problem ist hier, dass Qualcomm nicht sehr kooperativ war. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung wurde nämlich leider recht wenig Upstream entwickelt.
Christian: Auf Nachfragen bei Qualcomm wurde vor allem der Fokus auf Windows nochmal betont. Ich denke, das Ganze war als Antwort auf Apple Silicon Chips gedacht und deswegen auch der Fokus auf den starken Partner Microsoft.
Christian: In Summe bedeutete das, dass hier viel über Reverse-Engineering entwickelt werden musste und deswegen ist das Gerät leider weiterhin nicht für den Alltag geeignet. So Dinge wie Energiesparmodi, Hardwarebeschleunigung für Virtualisierung und Helligkeitssteuerung sind eher so mittelmäßig bzw. teilweise nicht vorhanden und Toxido hat sich deswegen eingestellt, das Projekt erstmal auf unbestimmte Zeit zu pausieren. Das kann man später wieder aufgreifen, aber ich würde mir da nicht allzu viel von Versprechen offen gesprochen.
Christian: Ich konnte selbst letzten Dezember mal mit Georg Gottläuber zu dem Thema sprechen. Der hat da so ein bisschen erzählt, wie das so ist, Hardware, Treiber auf Kernel-Seite zu entwickeln und was da so der aktuelle Stand ist. Das könnt ihr euch gerne mal anhören. Link dazu gibt's in den Shownotes.
Christian: Dann wurde diesen Monat von den KollegInnen von NotebookCheck das ThinkPad T14 Gen 6 in der Intel-Variante getestet. Konkret geht es um die Version mit dem Intel Core Ultra 7 258V, also Lunalake. Das Gerät verfügt hier über 32GB verlöteten DDR5-RAM und das bekannte Low-Power Full-HD-Panel.
Christian: Das Fazit ist, die Akkulaufzeit ist bedeutend länger als bei der vorherigen Generation. Ich habe extra dreimal nachgelesen, ob ich mich hier nicht verlese, aber im WLAN-Test bei einer Helligkeit von 150 Candela schafft das Gerät stolze 19 Stunden und unter Volllast 1,5 Stunden. Aber das ist ja immer so, wenn man CPU und GPU zu 100% auslastet, dann kann man dem Akku beim Leerwerden zugucken.
Christian: Sie haben auch angegeben, die Intel-Variante ist kühler als die AMD-Version, bemängeln aber, dass die SSD nicht mit voller Geschwindigkeit läuft. Ebenso ist der Multicore-Wert schlechter als bei der AMD-Fassung und die Verarbeitung wird erwartungsgemäß gelobt.
Christian: Also wenn ihr ein kühleres Gerät haben wollt, dann greift ihr zur Intel-Variante und wenn Compute das ist, was euch interessiert, möglichst viel Power zu haben und ihr auch viel entwickelt und mit Containern und VMs arbeitet, dann ist die AMD-Variante anscheinend die bessere Wahl.
Christian: Ebenso verprobt haben die KollegInnen das ThinkPad T16 Gen4 in der AMD-Fassung.
Christian: Konkret geht es hier um die Variante mit dem Ryzen AI Pro 7, 350 und 32 GB DDR5-RAM.
Christian: Man kann ihr Witzig 128 GB maximal verbauen. Sehr löblich.
Christian: Und das Fazit ist hier auch, dass das Gerät eine sehr gute Systemleistung bietet.
Christian: Sie bemängeln aber trotzdem, dass es verschenktes Potenzial gibt.
Christian: Also das T16 ist ja fast baugleich mit dem T14, obwohl es das größere Gehäuse hat.
Christian: heißt hier wäre durchaus Platz für einen zweiten Lüfter gewesen, um das Gerät noch mal ein bisschen
Christian: besser zu kühlen und auch das Mainboard ist nahezu baugleich wie beim T14. Das ist halt schade,
Christian: weil man könnte den Platz nutzen um beispielsweise auch eine zweite SSD verbauen zu können. Die
Christian: Akkulaufzeit ist ein wenig schlechter als bei der Intel Variante. Im WLAN Test bringt es das Gerät
Christian: auf 17 Stunden und trotz maximaler Helligkeit hat man hier aber trotzdem noch 10 Stunden und
Christian: das ist wirklich ein guter Wert muss man sagen. Neu ist jetzt hier auch Thunderbolt 4 und Wifi 7,
Christian: das jetzt endlich onboard ist. Das Gerät ist in der Regel leise, aber teilweise gibt es wie
Christian: eben schon erwähnt eine höhere Wärmeentwicklung. An der Gehäuseunterseite haben sie da punktuell
Christian: bis zu 53 Grad gemessen und ich glaube, das möchte man im Sommer vielleicht nicht unbedingt auf den
Christian: nackten Oberschenkeln spüren, also da dann das Notebook vielleicht doch lieber auf den Tisch
Christian: stellen. Bemängelt wurde auch darüber hinaus, dass es keine 120 Hertz Panels gibt. Die Verarbeitung
Christian: wurde hingegen wieder gelobt, aber die Lautsprecher sind nach wie vor nicht auf dem Niveau auf dem
Christian: dem sie sein könnten. Im November gab es auch zwei Jubiläen, die im weitesten Sinne für das
Christian: Retro-Computing relevant sind, deswegen möchte ich die auch mal kurz erwähnen. Da haben wir
Christian: einerseits Windows 1.0, das 40 geworden ist. Das erschien nämlich am 20. November 1985 zum
Christian: Preis von 99 US-Dollar, das sind heute inflationsbereinigt 299 US-Dollar bzw. knapp 260
Christian: Euro. Das Ziel war es damals, die Verwendung von Computern und weiteren Peripheriegeräten zu
Christian: vereinfachen. Die Entwicklung begann bereits im September 1981 und intern wurde das ganze
Christian: Project Interface Manager genannt. In diesem Projekt waren 24 Entwickler*innen beteiligt
Christian: und am 10. November 1983 wurde das ganze von Bill Gates vorgestellt und naja nochmals verschoben,
Christian: man brauchte noch etwas mehr Zeit, um das Produkt auch fertig zu stellen. Generell fand
Christian: Windows 1.0 wenig Anklang, es erforderte damals idealerweise eine Maus, eine Festplatte und
Christian: Grafikkarte und das war damals recht teuer und wenig verbreitet, deswegen gab es relativ wenig
Christian: Kundschaft, die davon profitieren konnte. Ich selbst habe nie mit Windows 1.0 gearbeitet,
Christian: verbinde mit dieser Version aber den eher witzigen Werbespot von Steve Ballmer. Das
Christian: Ganze war ein interner Werbespot für die Bespaßung, also nichts was wirklich im
Christian: Fernsehen lief und Steve Ballmer rastete da regelrecht aus und schreit die Preisinformationen
Christian: für dieses tolle Betriebssystem in die Kamera. Wir können mal kurz reinhören,
Christian: Den Werbespot findet ihr auch in den Shownotes.
Christian: Der Intel Pentium 4 wurde am 20. November 2000 veröffentlicht, was bedeutet, dass er jetzt 25 Jahre alt geworden ist, deswegen erwähnen wir es hier auch nochmal kurz.
Christian: Und damals war es so, nachdem AMD den ersten Prozessor über 1 GHz veröffentlichte, wollte Intel wieder mit dem Pentium 4 punkten und der sollte damals sogar auf bis zu 10 GHz perspektivisch getaktet werden können, aber wir wissen alle, es kam dann doch anders als erwartet.
Christian: Das Problem von Intel seinerzeit war, dass man sich vor allen Dingen auf hohe Taktfrequenzen konzentrierte. Es gab die neue Netburst-Mikroarchitektur und die war leider nicht sehr sinnvoll, denn Benchmarks zeigten, dass andere CPUs mit geringerem Takt durchaus schneller waren und dass extrem hohe Takten ging natürlich auch zulasten der Energieeffizienz.
Christian: Führte auf der anderen Seite aber auch zu sehr irrwitzigen Projekten, wie zum Beispiel dem Pentium 4 5 GHz Projekt. Da ging es um einen mit flüssigem Stickstoff gekühlten Pentium 4 Prozessor. Echt bemerkenswert, wie viel Liebe ins Detail da reingesteckt wurde. Da könnt ihr auch mal den Show Notes vorbeigucken, da habe ich ein paar Links für euch.
Christian: Und naja, der Pentium 4 war eben leider kein großer Erfolg.
Christian: Er wurde vor allem bei Notebooks sehr schnell durch Alternativen ersetzt.
Christian: Bei den Thinkpads gibt es auch nur das T30 als einziges Modell mit einer Pentium 4 CPU.
Christian: Und von Pentium 4 wurden generell vier Modellserien entwickelt.
Christian: Es gab Willamette, Northwood, Prescott und Cedar Mill.
Christian: Und ab 2003 hatten alle Pentium 4 CPUs dann auch Hyperthreading.
Christian: Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema der heutigen Episode.
Christian: Heute geht's um Dockingstationen, die dazu dienen, Notebooks mit weiterer Peripherie und
Christian: auch Hardware zu versorgen. Das ist vor allen Dingen dann sinnvoll, wenn man mobil und stationär
Christian: arbeiten möchte. Dockingstationen sind dabei mittlerweile zum Synonym geworden. So häufig
Christian: reden wir von Dockingstationen, aber manchmal lesen wir auch den Ausdruck "Port Replicator",
Christian: Deswegen gehen wir erstmal auf diese beiden Begriffe ein und wo da der Unterschied ist.
Christian: Beginnen wir mal mit dem Port Replicator, der dupliziert in der Regel vorhandene
Christian: Anschlüsse eines Geräts. Das bedeutet, der Port Replicator führt diese Anschlüsse an
Christian: der Rückseite heraus und man kann dann die Ports, die das Notebook auch unterstützt,
Christian: verwenden. Das heißt, wenn man einen Port Replicator hat, der einen DVI-Anschluss hat,
Christian: aber mein eingedocktes Notebook unterstützt gar kein DVI, sondern nur VGA, dann kann ich eben nur
Christian: den VGA-Port des Port Replicators verwenden. In aller Regel ist es so, dass die lokalen
Christian: Anschlüsse des Notebooks dabei deaktiviert werden. Es würde ja auch wenig Sinn ergeben,
Christian: wenn man zwei LAN-Kabel angeschlossen hat, einmal am Notebook, einmal an Port Replicator. Da ist es
Christian: natürlich sinnvoll, nur den Port des Port Replicators zu verwenden. Und Port Replicator
Christian: sind meist relativ simpel im Aufbau und haben eine weniger komplexe Elektronik. Man spricht
Christian: auch davon, dass das rein passive Komponenten sind. Port Replicator sind meistens weniger
Christian: großen Wuchtig und heutzutage sind das vor allen Dingen auch eher so kleine Kassetten,
Christian: wo vielleicht ein USB-Kabel dran ist. Das kann man dann noch in die Laptoptasche mit reinpacken
Christian: und dann hat man unterwegs immer noch mal so eine Kabelpeitsche, wo man dann LAN-Ports und
Christian: weitere USB-Ports zum Beispiel hat. Demgegenüber steht die Docking Station,
Christian: die für eine umfassende Auswahl an Anschlüssen steht. Meistens sind die auch komplexer aufgebaut,
Christian: also haben eine große oder komplexere aktive Logik und haben darüber hinaus auch Zusatzfunktionen.
Christian: Beispielsweise ein weiteres Festbadder oder ein weiteres optisches oder Diskettenlaufwerk.
Christian: Oft gibt es die Möglichkeit Akkus zu laden, manchmal findet man integrierte Lautsprecher
Christian: und manche Dockingstationen haben sogar Slots für PCI-Ether oder PCI-Express Erweiterungskarten.
Christian: Die besonders großen Dockingstationen haben auch in der Regel ein integriertes Netzteil
Christian: oder sogar Lüfter. Früher dienten Dockingstationen vor allen Dingen dazu,
Christian: Notebooks zu vollwertigen PCs zu machen, deswegen gibt's da meistens auch eine Ablagefläche auf der
Christian: entsprechenden Höhe für Bildschirme. Aber wie funktioniert sowas technisch?
Christian: Dreh- und Angelpunkt dieser Lösung ist der sogenannte Dockingport. Das ist ein
Christian: proprietärer Anschluss, der je nach Generation auf dem Mainboard via ESA, PCI oder PCI Express
Christian: angebunden ist und externe Geräte können über diesen Dockingport direkt mit dem Mainboard
Christian: verbunden werden. Früher war der Dockingport an der Gehäuserückseite, später dann meist an der
Christian: Gehäuseunterseite, damit so ein Gerät einfacher eingedockt werden kann und manche Modelle,
Christian: z.B. die frühen X1 und Yoga Geräte, hatten diese Ports an der linken Gehäuseseite.
Christian: Bei den Thinkpads erschienen zwischen 1992 und 2019 insgesamt 10 Iterationen dieses Dockingports.
Christian: Dabei hat sich die Bandbreite immer erhöht, es wurden weitere Anschlussarten eingeführt
Christian: und die Pins wurden auch kleiner. Das war nicht immer einfach, denn der Anschluss sollte ja
Christian: weiterhin stabil sein und je kleiner ein Port wird, desto anfälliger wird er natürlich auch
Christian: für mechanische Fehlfunktionen und interessanterweise hatte bereits das erste Thinkpad, also das Thinkpad
Christian: 700 bzw. 700C bereits einen solchen Dockingport. Zu den letzten Thinkpads mit klassischem Dockingport
Christian: zählen das W550S, das T470 und 570, das X270 und das L570. Die technische Bezeichnung des
Christian: Docking Ports beginnt mit CS und hat dann eine zweistellige Nummer. Das CS könnte vermutlich
Christian: für Connector Standard stehen, da gibt es relativ wenig Informationen zu, das ist jetzt meine
Christian: Vermutung an der Stelle. Und der fortlaufende Nummer wird auch häufig das Entwicklungsjahr
Christian: zugeschrieben und das kommt auch mit einigen Ausnahmen etwaig hin. Der erste Port zum Beispiel
Christian: für das ThinkPad 700 und 720, das ist ein Gerät das 1992 bzw. 1993 rauskam, lautet CS92 und der
Christian: letzte Port hieß CS13 und das war das T440 das auch 2013 rauskam. Könnte also vermutlich genau
Christian: das Namensschema sein. Manche Ports gab es auch wiederum in unterschiedlichen Ausführungen. So
Christian: die X4 und X6 Ultra Base und es gab sogar einen Docking Special Port für die i-Series Geräte,
Christian: für das Transnode und für das Thinkpad W700 und W701. Werfen wir mal einen Blick darauf,
Christian: was eine Dockingstation bzw. ein Port Replicator eigentlich ausmacht. Nun,
Christian: vereinfacht gesagt ist es ein Gehäuse, in welchem ein Notebook gelegt oder eingerastet werden kann,
Christian: es gibt eine Vorrichtung für den Dockingport und meistens auch eine Aussparung für die Lüftung,
Christian: um einen Hitzestau zu vermeiden. Notebooks haben ja meistens ein oder mehrere Lüfter und an der
Christian: Stelle wo die Hitze über den Lüfter nach außen befördert wird, gibt es dann eben eine Aussparung,
Christian: damit die Wärme auch über die Dockingstation hinaus befördert werden kann. Dockingstationen
Christian: und Port Replicator haben in aller Regel dann verschiedene Anschlüsse und auch Erweiterungs-
Christian: Schächte für Laufwerke. Viele davon haben Status-LEDs um zu sehen, ob ein Gerät eingedockt
Christian: ist, ob es angeschaltet ist und es gibt einen physischen Knopf um das Gerät wieder auszuwerfen.
Christian: Eine sinnvolle Maßnahme ist es aber vorher das Notebook im Betriebssystem abzudocken,
Christian: denn sonst wundert sich euer Betriebssystem danach, wo auf einmal die LAN-Verbindung der
Christian: Bildschirm- und der USB-Stick hin sind. Da gibt's in aller Regel auch einen Knopf und wenn man den
Christian: betätigt, wird dann ein Signal an das Betriebssystem gesendet, um die eingehängte Hardware auszuwerfen.
Christian: Interessanterweise gab's früher sogar einige Dockingstationen, die einen elektromechanischen
Christian: Auswurf hatten. Zwar nicht bei IBM und Lenovo, aber ich denke da zum Beispiel gerne an Compact
Christian: zurück. Wenn man den Knopf dann betätigt hat, dann wurde das Gerät, das ja physisch in diesem
Christian: Port eingedockt war, über einen kleinen Motor ausgeworfen, was man auch hören konnte.
Christian: Die meisten Port Replicator und Dockingstationen verfügen auch über einen Kensington Lock oder
Christian: über ein einfaches mechanisches Schloss, um die Geräte dann abzusichern, sodass man die
Christian: nicht einfach aus dem Büro mitnehmen kann. Da muss man aber fairerweise sagen, diese Schlösser
Christian: die sind nicht wirklich sicher. Man kann das wirklich mit einem ganz einfachen 15 Euro
Christian: Lockpicking-Set knacken und das habe ich auch schon mehrfach gemacht. Also ich habe auch schon
Christian: Spenden bekommen, wo es für die Dockingstationen keinen Schlüssel mehr gab und in unter fünf
Christian: Minuten kriegt man diese Schlösser auf, auch wenn man jetzt wirklich nicht erfahren im Lockpicking
Christian: ist. Also das könnt ihr euch mal merken, das dient einfach nur dazu, um die Hürde ein bisschen zu
Christian: erschweren, dass man nicht einfach im Vorbeigehen ein Notebook aus dem Büro mitnehmen kann,
Christian: aber wirklich sicher eingedockt ist das Ganze nicht.
Christian: Schauen wir uns mal einige Dockingstations an.
Christian: Und wie schon erwähnt hatten bereits die ersten Thinkpads bereits Dockingstations.
Christian: Beim Thinkpad 700C, da können wir noch mal festhalten, das war ja ein Gerät,
Christian: was auf IBMs Microchannel Architektur basierte. Das war eine Technik, die generell nicht gut
Christian: ankam und auch relativ schnell an Bedeutung verlor. Das Problem war nämlich, es gab relativ
Christian: relativ wenige Erweiterungskarten, quasi IBM-only, und die waren auch recht teuer, also wenig Auswahl da sinnvolle Erweiterungen zu bekommen,
Christian: und schlussendlich wurde MCA dann auch durch ESA verdrängt.
Christian: Für das 700C gab es auch schon eine Dockingstation, über die man aber kaum Informationen im Internet findet.
Christian: Generell hat man sich dazu entschieden, ab dem 720C, also einem der Nachfolgemodelle, zumindest die Dockingstation neben Microchannel auch für ESA zugänglich zu machen.
Christian: Man war damals mal wieder im Zugzwang. Viele Kundinnen hatten nämlich damals das Problem, dass sie wenig Erweiterungen für das 700c fanden und waren unzufrieden darüber, dass es kein ISA gab. Und deswegen hat man sich entschieden, zumindest die Dockingstation ISA-fähig zu machen. Und manche Sales-Mitarbeitende von IBM mussten damals Kundinnen Zähne knirschen Compaq oder Toshiba empfehlen, denn man wollte die Kundschaft nicht anlügen und die Konkurrenz war hier einfach besser einen viel weiter verbreiteten Standard im Angebot.
Christian: Sehr spannend ist die ThinkPad Dock 1 Type 3545, die auch als Expansion Unit bekannt war. Die sollte
Christian: eine Desktop-artige Experience ermöglichen und richtete sich vor allem an Pendler*innen. Mit 41
Christian: x 10 x 25 cm war die recht wuchtig und mit knapp 3 kg auch recht schwer, bot allerdings viele
Christian: Schnittstellen. Dabei waren nämlich 2x PS/2, seriell, parallel, ein Diskettenanschluss, VGA,
Christian: Audio und sogar integrierte Stereo-Lautsprecher. Intern gab es ein SCSI-Laufwerk für CD oder
Christian: Festplatten sowie auch einen externen Slot, an den man dann weitere SCSI-Hardware anschließen
Christian: konnte. Darüber hinaus gab es sogar noch einen vollwertigen 16-Bit-ISA-Slot. Das heißt,
Christian: man konnte wunderbar noch weitere Hardware verbauen. Das ganze gab es für verschiedene
Christian: Thinkpads der 360, 370, 750, 755 und 760er Serie. Ich finde das Design recht spannend,
Christian: denn das wurde bei späteren Dockingstations wieder aufgegriffen und diese Dockingstation,
Christian: die gab es sowohl in schwarz als auch in beige, das ist ja auch so ein Relikt früherer Thinkpads
Christian: und ist somit die einzige Dockingstation, die mir bekannt ist, die es auch in beige gab.
Christian: Das Nachfolgemodell war das ThinkPad Dock 2. Das verfolgt ein ähnliches Konzept, ist aber ein bisschen moderner in der Designsprache.
Christian: Es hat ein LC-Display an der Front, worüber man dann sehen kann, ob ein Gerät eingedockt ist und ob es etwaige Fehler gibt.
Christian: SCSI gab es ja auch weiterhin, allerdings jetzt hier in der Version 2 und intern gab es darüber hinaus jetzt aber auch IDE.
Christian: Man hat zwei PCMCRE-Slots und auch zwei ISA-Slots und es wurden die gleichen Geräte unterstützt.
Christian: Über einen Adapter konnte man aber sogar das ThinkPad 701C eindocken, was bestimmt sehr irrwitzig aussah, denn das ist ja ein recht kleines Gerät und die ThinkPad Dock 2 ist nochmal deutlich tiefer und schwerer geworden. Wir haben jetzt hier eine Tiefe von 40 cm und das Gewicht steigt auf absurde 7,7 kg.
Christian: Wer jetzt keine wuchtige, schwere Dockingstation haben wollte, um eine Desktop-PC-Experience zu haben, der konnte dann zum ThinkPad Multiport Replicator 1 oder 2 greifen. Das ist ein relativ einfacher Port Replicator mit beschränkter Portauswahl und führt einfach nur die Anschlüsse des Geräts anderweitig nach außen.
Christian: Die Port Replicator gab es für das ThinkPad 510 bzw. 701 und zu den Anschlüssen zählte 2x PS2, Serial, Floppy und VGA und der Multiport Replicator 2 unterstützte Parallel und Audio noch zusätzlich.
Christian: Zwei sehr beliebte Port Replicator, die man auch heute noch für kleines Geld auf Ebay und Co. kaufen kann, sind der IBM Port Replicator 1 und 2. Der ist sehr platzsparend und leicht, die sind auch beide sehr ähnlich zueinander, wie wir gleich noch feststellen werden.
Christian: Beide haben den CS00-Port und unterstützen verschiedene Anschlüsse, nämlich zweimal PS2, einmal USB 2.0, RJL fürs Modem, RJ45 für LAN, DVI und VGA, Serial, Parallel, Audio-In und Audio-Out und einen Floppy-Connector.
Christian: Mein Dock das Gerät von oben ein und es gibt eine Klappe für Thinkpads mit hervorstehendem
Christian: neuen Zellenakku.
Christian: Zu den unterstützten Geräten zählen die Thinkpad A20, A30 Serie, die R30 Serie, T20,
Christian: T30 Serie und X20 und X30 Serie.
Christian: Der Port Replicator 2 unterstützt darüber hinaus noch die T40, R40 und R50 Serie.
Christian: Ich finde das ist ein schöner kleiner Port Replicator, habe ich damals auch für meine
Christian: Thinkpads gehabt.
Christian: Hat optisch eine einfache Designsprache, die Elemente die man ohnehin von Thinkpads kennt,
Christian: hat kleine Pfeile, sodass man sieht wo man das Gerät eindocken muss und tut einfach
Christian: das was er soll.
Christian: Dem gegenüber steht das Selector Dock und die Selector Base und das ist ein wahrhaftig
Christian: bemerkenswertes Konzept wie ich finde, denn das ist eine wuchtige Dockingstation, die
Christian: Notebook zu einem vollwertigen Desktop-Computer macht. Auch das richtete sich vor allen Dingen
Christian: wieder an BerufspendlerInnen. Und wenn wir uns das jetzt mal anschauen, dann erinnert das technisch
Christian: und optisch sehr stark an das ThinkPad Dock 2. Das Ganze ist nämlich mit 39 x 14 x 42 cm auch
Christian: wieder recht wuchtig. Und auch das Gewicht mit 7,3 kg, das ist schon etwas, dafür muss man sich
Christian: aktiv entscheiden. Bemerkenswert ist das modulare Konzept der Dockingstation. Es gibt nämlich eine
Christian: Seite, die aus einem Gehäuse mit einem Netzteil besteht. Da gibt es auch zweimal Full-Size PCI
Christian: und ISA Slots. Es gibt einen Half-Size PCI-ESA-Port, zweimal PCM-CAE Typ 2 oder einmal PCM-CAE Typ 3
Christian: und zahlreiche Anschlüsse, zum Beispiel Joystick, Out-to-In, Out-to-Out. Hier auch wieder SCSI,
Christian: also der Enterprise-Standard. Das muss auf jeden Fall sein. Es gibt Stereo-Lautsprecher und sogar
Christian: einen UltraBay Thick bzw. später UltraBay Schacht.
Christian: Aber das ist noch nicht alles. Es gibt noch einen 3,5" Schacht für Festplatten, einen
Christian: 5,25" Schacht für CD oder DVD bzw. einen Festplattenwechselrahmen, auch das gab's
Christian: ja. An der Front gibt's wieder das erwähnte kleine LC-Display und auch einen Lautstärkeregler.
Christian: Natürlich darf das Kensington Lock hier auch nicht fehlen, wobei ich es mir schwierig
Christian: vorstelle, im Büro eine fast 8kg schwere Dockingstation mitgehen zu lassen. Das ist
Christian: zum einen schwer und zum anderen fällt das auch optisch auf, wenn man mit so einem riesigen Kasten
Christian: durch die Gegend läuft, aber rein fürs Papier gibt es hier auch den Kensington Lock. Und zwischen
Christian: 1995 und 1997 wurden drei Generationen dieser Dockingstation vorgestellt, nämlich das Selector
Christian: Dock 1, 2 und 3. Wenn wir uns die Selector Dock als solche anschauen, dann wirkt die erstmal
Christian: relativ nackt, denn die Oberseite ist wechselbar und ohne einen Aufsatz blickt man direkt in das
Christian: dieser Dockingstation. Da sehen wir dann zum Beispiel den Slot für ein 3,5 Zoll Festplattenlaufwerk,
Christian: wir können die PCI-Karten verbauen und der Aufsatz, der versorgt jetzt diese Dockingstation
Christian: je nach Notebook-Modell mit weiteren Anschlüssen. Das heißt, diese Aufsätze selbst, die kann man
Christian: auch standalone benutzen oder man kann sie eben in diese Selector-Dock einschieben und hat dann
Christian: die vollwertige Desktop-Computer-Experience. Für die verschiedenen Selector-Dock-Generationen
Christian: sind insgesamt drei Aufsätze erschienen, nämlich Selector Base Model 1, Selector Base 600 und
Christian: Selector Base 770. Fangen wir mal mit der ersten an. Die richtet sich vor allen Dingen an die
Christian: ThinkPad 760 und 765er Serie und bietet PS2, Seriell, Parallel, VGA, Diskette und einen Audio-Outport,
Christian: während die Selector Base 600 für das ThinkPad 600 gedacht ist. Dort finden wir die gleichen Ports,
Christian: also auch wieder PS2, Serial, Parallel, VGA, Disketten und Audio-Out, haben zusätzlich aber noch einen MIDI-Port und auch einen USB 1.1 Anschluss.
Christian: Der letzte Aufsatz für die Selector-Dock ist das Selector-Base 770 und das ist für das ThinkPad 770 gedacht.
Christian: Das bietet die gleichen Anschlüsse wie die Selector-Base 600.
Christian: Und wenn wir so einen Aufsatz verwenden wollen, dann setzen wir das Ganze auf die Selector-Dock auf,
Christian: Also wir legen es auf die Gehäuseoberseite, schieben es nach hinten, dann rastet das so ein bisschen ein. Kann man auch ganz leicht hören. Und an der Seite gibt es auch noch einen Hebel, mit dem wir dann diesen Aufsatz fixieren können.
Christian: Ich habe selbst neuerdings zwei Selector Dock 2 in die Sammlung aufgenommen und darüber hinaus auch noch eine Selector Base 600 und Selector Base 770 und diese Dockingstationen gelten als extrem selten und sind wirklich schwer zu bekommen.
Christian: Deswegen freue ich mich, dass ich gleich zwei davon habe.
Christian: Ich habe die bisher noch nicht zum Laufen bekommen, also wenn man da ein Notebook eindockt, dann piepst die Dockingstation nur.
Christian: Da muss ich glaube ich nochmal ein bisschen in die Handbücher abtauchen, habe im Forum da auch schon ein paar Hinweise gefunden.
Christian: Nicht alle Aufsätze sind mit allen Dockingstationen kompatibel. Da werde ich auf jeden Fall nochmal berichten. Aber das ist ein extrem interessantes Design, wie ich finde. In den 90ern waren ja die Desktop-Computer, die man im wortwörtlichen Sinne auf den Arbeitsplatz stellt, ja sehr beliebt. Und diese Experience, die hat man mit einer solchen Dockingstation.
Christian: Man hat ein leichtes Notebook, wie so ein ThinkPad 600 oder 770 und wenn man das in diese Dockingstation eindockt, dann sitzt man direkt auch auf Augenhöhe des Notebooks und hat eine mannigfaltige Auswahl an verschiedenen Erweiterungsoptionen.
Christian: Gerade auch mit mehreren PCI- und ISA-Karten finde ich das sehr, sehr spannend.
Christian: Und auf Reddit gibt es da auch ein paar Fotos, die ich mal verlinkt habe, wo Leute dann da Wechsellaufwerke eingebaut haben.
Christian: Noch eine weitere Soundkarte beispielsweise. Sehr, sehr schön.
Christian: Nach den späten 90ern haben wir keine weiteren Varianten dieser Selector-Dock-Architektur gesehen.
Christian: Ich vermute einmal, dass das vor allen Dingen damit zusammenhängt, dass das wirklich sehr, sehr wuchtige Gehäuse waren und die Notebooks parallel auch einfach leistungsfähiger wurden.
Christian: Und wir haben auch so Standards gehabt wie USB, die viele Erweiterungsoptionen einfach auch überflüssig gemacht haben.
Christian: Kommen wir mal zur Ultra Base. Die kann man als radikalen Gegenentwurf zur Selector Dock und Selector Base ansehen, denn das ist eine besonders kleine Dockingstation für ultraportable Thinkpads.
Christian: Zwischen 1999 und 2011 wurde die Ultra Base in insgesamt 9 Generationen entwickelt.
Christian: Fangen wir mal mit der ersten an, das ist die Ultra Base 570. Die hat einen CS96-Connector, ist für das ThinkPad 570 gedacht und verfügt über jeweils einmal PS2 und USB 1.1, RJ11, VGA, MIDI-Port und einen Kensington-Lock.
Christian: Auch diese Dockingstation verfügt über integrierte Lautsprecher und einen Line-Out-Ausgang.
Christian: Es gibt eine Ultra-Slim-Bay für Laufwerker und auch einen Akkuslot und mit 30x24x4cm und 1,2kg ist die Dockingstation recht klein und auch leicht.
Christian: Darauf folgten die Ultra-Base X2, X3, X4 und X6 für die Thinkpads X20, X30, X40 und X60er Serien.
Christian: Die UltraBase X2 hatte einen CS00-Connector, also so roundabout im Jahr 2000 designt, hatte einmal PS2, Seriell und Parallel, ein Diskettenlaufwerk und eine integrierte UltraBase 2000 für Wechsellaufwerke und es gab einen Knopf zum Abdocken.
Christian: Die nächste Generation X3 brachte USB 2.0 und RJ45 dazu. Es gab hier wieder integrierte Stereo-Lautsprecher, ein UltraBay Plus Slot und auch eine seitliche Akkuladeklappe. Das heißt, ihr konntet die Klappe einmal nach unten klappen und hattet dann einen Slot, an dem ein externer Akku angeschlossen werden konnte.
Christian: Bestimmt praktisch gewesen, wenn man im Büro gearbeitet hat und einfach den Zweitakku für die Heimreise schon mal aufladen wollte.
Christian: Mit 28x26x4cm und 78g ist das Ganze auch nochmal ein bisschen leichter und kleiner geworden.
Christian: Die Ultra Base X4 ist auch wieder etwas moderner geworden.
Christian: Die hatte jetzt nämlich schon dreimal USB 2.0 und einen Ultra Base Slim Port und mit 745g ist diese auch nochmal leichter geworden.
Christian: Die darauffolgende Generation X6 hatte einen CS05 Slim-Connector. Das kommt vor allen Dingen dadurch, dass wir inzwischen SATA statt IDE haben und auch generell modernere Bussysteme in den aktuellen Thinkpads zu finden waren. Der Akkuladeslot entfällt hier und USB 2.0 ist auf vier Slots angewachsen.
Christian: Und bei der UltraBase X4 und X6 müssen wir nochmal festhalten, dass es für die Tablets eine besondere Docking gab, nämlich die UltraBase X4 Tablet und X6 Tablet. Die sehen optisch nahezu identisch aus, sie sind physisch leicht angepasst, damit eben das Gehäuse drauf passt und faktisch existieren diese Dockingstations eigentlich nicht draußen.
Christian: Also ich habe seit Jahren Suchaufträge auf den diversen Portalen und habe bisher noch nie eine solche Dockingstation vorgefunden.
Christian: Wenn ihr da jemanden kennt, der so eine Dockingstation loswerden möchte, lasst es mich gerne wissen.
Christian: Als nächstes folgte die UltraBase X200 für die Thinkpads X200 und X201.
Christian: Hier gab es einen CS08-Connector.
Christian: Hier fallen auch einige Ports weg, namentlich Serial, Parallel und PS2.
Christian: Allerdings haben wir jetzt hier auch schon DisplayPort 1.2, der deutlich modernere Standard und das Gewicht reduziert sich hier auf 730 Gramm.
Christian: Und die letzte Ultra Base war die Ultra Base Series 3 für die X220 und X230er Serie.
Christian: Hier haben wir mittlerweile einen CS09-Connector, haben viermal USB 2.0.
Christian: Interessanterweise gibt es keine USB 3.0-Ports, obwohl manche modernere Thinkpads das schon unterstützt haben.
Christian: Bisschen schade, aber hier musste man die USB 3.0 Geräte dann eben direkt am X230 anschließen.
Christian: Der Modemport entfällt und das Gewicht wurde nochmal auf 620g reduziert.
Christian: Recht interessant, ich habe die meisten dieser Dockingstationen auch in meiner Sammlung,
Christian: die sind wirklich klein und passen auch auf kleinere Arbeitstische.
Christian: Die Notwendigkeit entfiel später dann so ein bisschen, denn spätere Thinkpads waren
Christian: dann auch mit allgemeineren Dockingstationen kompatibel.
Christian: Die Advanced MiniDock ist eine kleine und vielseitige Dockingstation ohne integriertes
Christian: Netzteil.
Christian: Das bedeutet ihr braucht ein externes 65W bzw. besser eigentlich 90W Netzteil, denn
Christian: ersteres neigt dazu zu warm zu werden, je nachdem welches Notebook ihr da eindockt und
Christian: habt dann die Möglichkeit verschiedene Anschlüsse an euer Thinkpad abzuführen.
Christian: Namentlich 4x USB 2.0, 1x PS2, RJ11, RJ45, Serial, Parallel, VGA und DVI.
Christian: Und natürlich gibt es auch wieder Audio In und Audio Out, sowie das Docking Schloss und ein Kensington Lock.
Christian: Es gibt auch eine LED Anzeige für den Betriebsmodus und einen Anschalter im Thinkpad Design, sowie einen Up-Dock und Auswurf Knopf.
Christian: Der Auswurfknopf ist mechanisch und der Updockknopf sendet ein Signal an das Betriebssystem, dass das Notebook jetzt einmal ausgeworfen wird.
Christian: Auch hier gibt es wieder Aussparungen im Gehäuse links für den Lüfter und optisch kann man die Advanced MiniDock sehr leicht mit dem Essential Port Replicator verwechseln.
Christian: Der ist um einiges günstiger gewesen damals und da entfallen allerdings viele Schnittstellen, zum Beispiel Seriell, Parallel, DVI, das Schloss entfällt, auch die LEDs, die ganz nützlich sind.
Christian: und ich hatte einen solchen Port Replicator mal für mein R500, weil die Advanced Mini-Dock einfach nicht drin war finanziell.
Christian: Ich muss zugeben, die Advanced Mini-Dock ist natürlich cooler, weil sie viel mehr Features hat.
Christian: Also gerade der DVI-Port, der hat mir schmerzlich gefehlt. Ich hatte nur VGA und ab Full HD macht VGA einfach wenig Spaß.
Christian: Wenn wir das Mini weglassen, gibt es die Advanced-Dock, die eine ähnliche Bauweise aufweist,
Christian: aber der hintere Bereich der Dockingstation ist deutlich tiefer und wirkt fast wie ein rangeflanschter Aufbau.
Christian: Der Hauptgrund, warum die Dockingstation so tief ist, ist aber, dass es hier einen PCI-Express X16-Port gibt,
Christian: der technisch allerdings leider auf ein PCI-Lane beschränkt ist.
Christian: Hier lassen sich also wieder weitere Erweiterungskarten verbauen,
Christian: zum Beispiel eine Grafikkarte, eine weitere Netzwerkkarte oder was man eben sonst so gebrauchen kann.
Christian: Sowohl Netzteil als auch der PCI-Express-Slot haben jeweils Lüfter und die Dockenstation ist auch deutlich hörbar.
Christian: Vor allen Dingen, wenn ihr eine GPU verbaut.
Christian: Während der Netzteil-Lüfter permanent zu hören ist, ist der kleinere Lüfter des PCI-Express-Slots lastgesteuert.
Christian: Das bedeutet, wenn man hier eine Grafikkarte verbaut und die gerade ein bisschen mehr Last generiert, dann heult der zwischendrin immer mal auf und das kann mitunter ziemlich nervig sein.
Christian: Nichtsdestotrotz kann es aber sehr interessant sein, hier eine dedizierte Grafikhalle zu verbauen.
Christian: Auch wenn der PCIe X16-Slot auf einen Lane limitiert ist, kann so eine Low-Power-GPU dennoch schneller im Benchmark sein als die integrierte GPU eurer CPU.
Christian: Und wenn ihr jetzt denkt, das war es schon, dann muss ich euch enttäuschen, denn IBM und Lenovo haben hier verschiedene Adapter noch im Angebot gehabt, um die Dockingstationen mit neueren Geräten kompatibel zu machen oder auch Funktionen zu erweitern.
Christian: Da gibt es zum einen den ThinkPad Direct Dock Adapter.
Christian: Das ist ein kleiner Adapter, um ein ThinkPad 570 an einem 560 Port Replicator anzuschließen.
Christian: Das ist eine passive Komponente, die lediglich die Ports konvertiert, sodass das neuere Gerät an der älteren Dockstation weiterverwendet werden kann.
Christian: Mit dem PC Card Enabler gab es für die Selectabase 600 und 770er Serie einen Aufsatz, um an dieser PCMCIA Slots anzubinden.
Christian: Nicht sehr bekannt sind auch die CS09 und CS13 Adapter.
Christian: Ersterer ist ein Adapter sehr spezifisch für das T431S, um das mit einer älteren Series 3 Dockenstation zu verwenden.
Christian: Und das ist ein einfaches Plastikbauteil.
Christian: Das kann man sich vermutlich auch selbst drucken, wenn man das Design kennt.
Christian: Einfaches kleines Bauteil, um eben ein neueres Gerät auch mit älteren Dockenstationen zu verwenden.
Christian: Und der CS13 Adapter, der erlaubte es, das Thinkpad P50 und P51 sowie P70 und P71 mit einigen älteren Dockenstationen zu verbinden.
Christian: Und auch das ist eine reine passive Plastikkomponente.
Christian: Lenovo-typisch gab es auch hier wieder einige Kuriositäten, zum Beispiel die W700 MiniDock 2.0.
Christian: Das ist eine, wie ich finde, massive Dockenstation für das W700 und W701.
Christian: Das ist ja ein 17 Zoll Gerät.
Christian: Mini erscheint also recht unpassend in diesem Kontext, denn das ist wirklich irrwitzig breit. Wir reden hier von Abmaßen 53x30cm und mit 2,2kg wiegt dieses Koloss auch einiges.
Christian: Interessant ist hier, dass es auf beiden Seiten Aussparungen für die Lüfter des W700 und W701 gibt, damit die Hitze auch adäquat abgetragen werden kann.
Christian: Es gibt 4x USB 2.0, es gibt LAN, VGA, DVI und Displayport, natürlich auch Audio-In, Audio-Out und SPDIF für die professionelle Produktion, ein Dockingstation, Schloss und ein Kensington-Lock.
Christian: Hier gibt es auch kein integriertes Netzteil, das heißt man braucht für diese Dockingstation ein externes 170 Watt Netzteil für das W700 bzw. ein 230 Watt Netzteil für das W701.
Christian: Und das nimmt sehr viel Platz auf dem Tisch ein.
Christian: Besonders kurios finde ich die WiGig Docking Station. Die wurde auch nur sehr kurz gebaut,
Christian: das ist ein kleines Würfelgehäuse, das sieht eher wie ein kleiner Minicomputer aus und ist
Christian: eine drahtlose Dockingstation. Anschließend konnte man hier USB, HDMI, Displayport,
Christian: Netzwerk und Audio und konnte bei einem Bildschirm bis zu 2560x1600 Pixel ansprechen bzw. alternativ
Christian: eingedockten Notebook. Aber wie funktioniert das Ganze denn? Naja, hier kommt ein Standard
Christian: zum Einsatz, der WiGig heißt. Das nennt man auch 60 GHz Wi-Fi. Das ist ein recht spezieller
Christian: Standard, der die 2,4, 5,0 und 60 GHz Frequenzbänder unterstützt und eine Übertragungsgeschwindigkeit
Christian: von bis zu 7 Gigabit per Second unterstützt. Das Problem hierbei ist, dass spezielle Treiber
Christian: benötigt werden, die es in aller Regel für Windows 7, 8 und 10 gibt und man braucht auch
Christian: eine spezielle WLAN-Karte, die den 802.11ad Standard unterstützt.
Christian: Laut den Hardware Maintenance Manuals ist es hier auch nicht mit dem einfachen Austausch
Christian: der Netzwerkkarte getan.
Christian: Es werden weitere Antennen benötigt, 5 statt 3, das heißt das Notebook muss prinzipiell
Christian: auch YGIC vorbereitet sein und natürlich gibt es hier auch wieder ein Blocklisting
Christian: für die unterstützten Netzwerkkarten.
Christian: Generell können nur wenige Thinkpads von 2016 mit dem YGIC-Dock verwendet werden.
Christian: Das Ganze war damals auch eine spezielle Konfigurationsoption.
Christian: Es ist also nicht damit getan, einfach ein ThinkPad von 2016 zu kaufen.
Christian: Man muss auch spezifisch darauf achten, dass die Gerätschaften mit YGIC damals konfiguriert wurden.
Christian: Zu den Geräten zählen das X1 Carbon Gen 4, das X1 Yoga, X1 Tablet Yoga, X260, T460 und T460S.
Christian: Ich selbst habe ein ThinkPad X260, das das unterstützen könnte.
Christian: Ich habe auch eine Karte gefunden, die diesen Standard unterstützt.
Christian: Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob das Gerät diese Karte auch erkennt und dann noch bootfähig ist.
Christian: Und bei meinem Gerät fehlen natürlich auch die Antennen.
Christian: Also da müsste ich nochmal schauen, ob ich diese Spare Parts für dieses X260 noch nachrüsten kann und wo diese Antennen eben im Gehäuse verlegt werden müssen.
Christian: Generell können wir festhalten, dass der Viking Standard gefloppt ist.
Christian: Neben Lenovo hatte auch Dell eine solche drahtlose Dockingstation im Angebot und zeitgleich erschien allerdings damals auch Thunderbolt und das ist der bedeutend einfacher zu nutzende Standard, der auch aus technischer Sicht weniger komplex ist und auch die Betriebssystemadaption war bedeutend besser.
Christian: Auf der CES 2023 versuchte sich Lenovo mit einem Revival der Technologie. Konkret geht es hier um das Thinkbook 13X Gen2, denn für dieses gab es auch eine drahtlose Dockingstation, auf die das Gerät dann gestellt wurde.
Christian: Das Ganze nannte man dann Wireless Docking und dahinter verbirgt sich die Technik des Unternehmens Synaptics. Die kennt ihr vermutlich vor allen Dingen von Trackpads. Die haben 2020 das Unternehmen hinter der Display-Link-Technologie gekauft. Das ist eine Technik, bei der weitere Displays über USB angesteuert werden können und heute kommt hier aber wieder WLAN zum Einsatz.
Christian: Konkret geht es hier wieder um WiFi 6 im 5 GHz Frequenzband, aber auch 2,4 GHz sind möglich und diese Dockingstation soll in der Praxis in der Lage sein, zwei 4K Displays bei 60 Hz anzusteuern und die Entfernung von einigen Metern soll auch möglich sein.
Christian: Also das Notebook muss dann nicht direkt auf der Dockingstation stehen, sondern es reicht, wenn es irgendwo auf dem Tisch oder im weitesten Sinne im Raum liegt. Wurde im Test auch erwähnt, dass das mit einigen wenigen Metern möglich sein sollte, aber nichtsdestotrotz hat sich das anscheinend nicht durchgesetzt, denn ich habe nie wieder danach was davon gehört und kenne auch niemanden, der eine solche Dockingstation hat.
Christian: Besagte Dockingstation gab es auch in einer Charging-Pad-Variante, bei der dann parallel zur drahtlosen Verbindung auch der Akku des Geräts geladen werden konnte.
Christian: Es gab sogar einen USB-C-Adapter, um diese Technologie bei anderen Notebooks nachzurüsten.
Christian: Ich kann mir vorstellen, dass da einfach kein Markt mehr für da war, denn USB-C-Dockingstations gibt es ja zuhauf heutzutage und die meisten Bildschirme haben auch eine integrierte Dockingfunktion.
Christian: warum also dann ein Charging Pad kaufen. Aber das ist nur meine persönliche Vermutung.
Christian: Nicht weniger kurios ist der ThinkPad Stack. Das ist eine 2015 eingeführte und kurzzeitig
Christian: produzierte Zubehörlösung, die vor allen Dingen durch außergewöhnliches Design hervorsticht,
Christian: denn das war modular aufgebaut und bestand aus mehreren Modulen, die man stapeln konnte.
Christian: Lenovo gewann dafür den Red Dot Award, thematisch sehr passender Name übrigens,
Christian: wie ich finde, aber das hatte auch seinen Preis, denn der ThinkPad-Stack kostete stolze 500 Euro
Christian: und heute liegt der Preis gebraucht bei ca. knapp 150 Euro.
Christian: Streng genommen ist das hier auch keine Dockingstation, sondern eher ein Gadget, das sich an mobile User richtete.
Christian: Die Abmaße der einzelnen Module ähneln dabei sehr einer externen USB 2,5 Zoll Festplatte
Christian: und diese Module konnte man beliebig aufeinander stapeln und so kombinieren.
Christian: Das heißt, man musste nicht alle Module mitschleppen, die der ThinkPad-Stack so anbot, sondern vielleicht nur die, die euch heute interessieren.
Christian: Technisch war das Ganze so gelöst, dass es an der Modulgehäuse-Oberseite Pogo-Pins gab und an der Unterseite entsprechende Kontakte und die wurden auch magnetisch gesichert, sodass das Konstrukt angehoben werden konnte, ohne dass die einzelnen Module abfallen.
Christian: Das Gehäuse selbst war im klassischen Thinkpad-Stil, das heißt die Module hatten ein schwarzes Gehäuse, ein aufgeräumtes Design und kleine Gummifüße. Und die Piktogramme und Knöpfe, die kommen uns natürlich von den geschätzten Thinkpads sehr bekannt vor.
Christian: Aber welche Module gab es denn überhaupt für den ThinkPad-Stack? Es gab einen 10.000 mAh Akku, der es auf 250g Gewicht brachte, eine 1TB Festplatte mit USB 3.0, die wog 210g, es gab einen WLAN-Router mit 140g Gewicht und last but not least gab es noch einen Bluetooth-Lautsprecher mit integriertem Akku, der es auf 250g Gewicht brachte.
Christian: Also man konnte dann zum Beispiel den WLAN-Router mit der Festplatte kombinieren, um ein mobiles NAS zu haben. Sehr spannende Lösung, wie ich finde. Man konnte aber auch einfach nur den Bluetooth-Lautsprecher und die Powerbank mitnehmen, um da eben eine längere Laufzeit des Lautsprechers zu haben.
Christian: Neben der Hardware gab es auch eine Software für Windows und Android, um diese Module dann zu konfigurieren und zu nutzen, sodass man dann unterwegs zum Beispiel den Router starten konnte und das NAS eben entsprechend konfigurieren konnte. Sehr, sehr spannende Sache, aber eher ein Gadget und keine Dockingstation, sei hier aber der Vollständigkeit halber mal erwähnt.
Christian: Ich selbst habe zumindest den Bluetooth-Lautsprecher hier in meiner Sammlung. Der ist neuer aus heutiger Sicht mittelmäßig, würde ich sagen. Also der Klang ist jetzt nicht überragend. Da gibt es bessere Lautsprecher, wenn es einem darum geht. Aber er sieht natürlich unfassbar schön aus und deswegen musste ich ihn auch in meiner Sammlung haben.
Christian: Der letzte eigens von Lenovo entwickelte Standard war der Wanding-Standard und das ist eine Technologie, die USB und HDMI mit einer Stromversorgung beinhaltet. Das heißt, das ist ein Kabel, wo eben die drei unterschiedlichen Signale rausgeführt werden und ich glaube, der Standard steht so ein bisschen für die Übergangsphase zwischen den klassischen Docking-Stationen und den später erschienenen Thunderbolt-Docs.
Christian: Für diese Technik gab es wieder spezielle Windows-Treiber und unter Linux werden diese
Christian: Docks mal mehr oder weniger gut als USB-Hub und HDMI-Anschluss erkannt.
Christian: Generell sind die OneLink Dockingstationen weniger frickelig als die ebenfalls parallel
Christian: erhältlichen USB-Dockingstationen, zu denen wir auch gleich nochmal kommen.
Christian: Die OneLink Dockingstationen wurden als platzsparende Dockingstationen designt und es gab sie in
Christian: drei Varianten.
Christian: Es gab einmal das OneLink-Dock und das OneLink-Pro-Dock.
Christian: Das war dann so eine vertikale Tisch-Docking-Station, die man einfach hingestellt hat.
Christian: Und wer lieber das Ganze horizontal auf dem Tisch liegend wissen wollte, der konnte zur OneLink-Plus-Dock greifen.
Christian: Die Docking-Stationen waren größtenteils identisch zueinander.
Christian: Alle hatten einen Netzschalter, zweimal USB 3.0 und zweimal USB 2.0.
Christian: Und je nach Variante gab es entweder einen HDMI-Displayport oder DVI-Anschluss sowie einen Audio-Ausgang.
Christian: Neben einem LAN-Port gab es auch noch einen Stromanschluss für ein externes Netzteil.
Christian: Generell wurden diese Dockingsstationen nur kurzzeitig zwischen ca. 2013 und 2016 angeboten,
Christian: vermutlich weil auch genau in diesem Zeitraum wieder Thunderbolt fällt und viele Dockingsstationen verdrängt hat.
Christian: Zu den unterstützten Thinkpads zählen einige Edge- und S-Modelle,
Christian: das Yoga 12, 14, 15, 260 und 460, X Carbon Gen 2 bis 4, X1 Yoga, X1 Tablet, P40 Yoga und das 13 Gen 1 und 2.
Christian: Ich habe selbst eine solche Dockingstation in meiner Sammlung, aber noch kein passendes Notebook dafür.
Christian: Kommen wir zu einem leidigen Thema, nämlich die USB-Dockingstations, die es von Lenovo gab.
Christian: Das sind in aller Regel Dockingstationen, die die Technik des Unternehmens DisplayLink einsetzen
Christian: oder heutzutage Synaptics, wie wir gerade gehört haben.
Christian: Das Ganze war also nicht Lenovo exklusiv, auch andere Hersteller haben ähnliche Designs genutzt.
Christian: Vielleicht ein paar Worte kurz zu DisplayLink.
Christian: Das ist ein Unternehmen, das 2003 gegründet wurde und die stellen Chips her,
Christian: um einen oder mehrere Bildschirme über USB 2.0 und später 3.0 anzubinden.
Christian: Das erfordert einen speziellen Treiber, der die Grafikdaten dann konvertiert und an die Dockenstation sendet
Christian: und die wiederum konvertiert die Daten dann wieder, um es an den angeschlossenen Bildschirm weiterzuleiten.
Christian: Technisch gibt es in den Dockingstationen eine Hardware-Rendering-Engine, die sich dann um die Ausgabe kümmert.
Christian: Problematisch ist hierbei aber, dass dieses Vorgehen die Host-CPU technisch belastet.
Christian: Also die meiste Arbeit der Signalkonvertierung übernimmt euer Notebook und dafür braucht es dann eben den speziellen Treiber.
Christian: Diesen Treiber gibt es vor allen Dingen für Windows und macOS.
Christian: Für Linux gibt es unterschiedliche Treiberversionen, also direkt vom Hersteller.
Christian: In der Regel hier aber nur für Ubuntu-basierte Linux-Distributionen und auch Binary-only.
Christian: Das heißt, das ist ein Binärblock, das ihr euch installiert und ihr wisst nicht konkret, was dieser Treiber eigentlich tut.
Christian: Der Treiber wird immer noch entwickelt.
Christian: Ich hatte das zuletzt vor einigen Jahren als sehr buggy in Erinnerung behalten.
Christian: Und im Kernel gibt es leider nur einen sehr generischen Treiber, der über Reverse-Engineering entwickelt wurde.
Christian: Das heißt, wenn ihr euch gerne ein paar Stunden rumärgern wollt mit Treiber, die nicht so richtig funktionieren, dann greift auf jeden Fall zu einer solchen Dockenstation.
Christian: Ich habe da unzählige Stunden damals reingebuttert und mir geschworen, nie wieder eine solche Dockenstation zu verwenden.
Christian: Es gab mal ein offizielles Projekt seitens des Herstellers, um die Situation unter Linux zu verbessern, aber das hat nie so richtig Fahrt aufgenommen, wenn ich das richtig sehe.
Christian: Ich habe auch heute nochmal geguckt. Es gibt auch vor allen Dingen Treiber für Android und Ubuntu.
Christian: Wenn man andere Distributionen verwendet, dann muss man sich damit rumärgern, wie man den Treiber entsprechend auf der Distribution zum Laufen bekommt.
Christian: Von daher, wenn ihr Linux-User seid, würde ich diese Dockingsstationen euch eher nicht ans Herz legen.
Christian: Ich bin damals auch in die Falle getappt, weil die USB-Dockingsstationen relativ günstig sind.
Christian: Aber ich würde hier dazu raten, lieber etwas mehr in eine ordentliche Thunderbolt- bzw. USB-C-Dockingsstation zu investieren.
Christian: Es lohnt sich, man hat weniger Ärger mit den Treibern, in aller Regel ist es hier mit
Christian: Plug & Play getan, eventuell müsst ihr einmal eurem Notebook mitteilen, dass ihr diese Dockingstation
Christian: auch wirklich verwenden wollt und damit hat es sich dann.
Christian: In den Shownotes findet ihr aber noch weitere Quellen zur Nachlese.
Christian: Aber wie sieht das Ganze denn heute aus?
Christian: Nun, heutzutage dominieren vor allen Dingen Thunderbolt- und USB-C-Dockingstationen den
Christian: Markt.
Christian: Klassische Dockingstationen mit Port an der Gehäuseunterseite existieren de facto nicht
Christian: mehr und da ist auch die Notwendigkeit nicht mehr gegeben, denn wir haben einen sehr guten
Christian: offiziellen Standard. Vielleicht hier vorab ein paar Worte zum Thunderbolt Standard. Das
Christian: Ganze ist englisch und steht für Donnerkeil bzw. Blitz und ist eine sehr vielseitige Schnittstellung.
Christian: Sie ist ideal für Druckenstationen, denn Thunderbolt leitet Strom, Daten, Bild und Ton über
Christian: ein einzelnes Kabel. Das Ganze wurde zusammen von Intel und Apple entwickelt und 2011 erstmalig
Christian: verkauft. Technisch werden hier DisplayPort und PCI-Express in zwei seriellen Signalen kombiniert,
Christian: die Versionen 1 und 2 hatten noch ihren eigenen Stecker und beginnend ab Thunderbolt 3 hat man
Christian: sich dazu entschieden USB-C als Anschluss zu verwenden. Das Schöne ist, dass Thunderbolt
Christian: lizenzfrei einsetzbar ist, da die Lizenzen an das USB Implementers Forum übergeben wurden und
Christian: Technisch ist es auch so, dass USB 3.2 auf Thunderbolt 3 basiert und der gemeinsame Nachfolger von USB 3.2 und Thunderbolt 3 ist USB 4.
Christian: Es wird ein bisschen verrückt, muss ich zugeben, aber USB ist ja leider sehr bekannt dafür, dass es sehr krude Versions- und Generationsbezeichnungen hat.
Christian: Aber ich versuche es mal einfach zusammenzufassen. USB 4 ist die Symbiose von USB und Thunderbolt und technisch wird hier eben auch DisplayPort 2.0 implementiert. Kleine Nebeninfo, auch DisplayPort ist ebenfalls ein lizenzfreier Standard, nicht wie HDMI. HDMI ist an einige Lizenzbestimmungen geknüpft und deswegen auch kein schöner Standard für Embedded Hardware.
Christian: Habt ihr vielleicht schon gesehen, dass es auch einige Embedded Hardware gibt, die nur ein HDMI-Port hat statt 4 oder 5. Das hat lizenzrechtliche Hintergründe.
Christian: USB 4 ist in der Lage, ein angeschlossenes Gerät mit bis zu 100 bzw. 240 Watt aufzuladen. Power Delivery nennt man das, je nachdem welches Kabel ihr da verwendet.
Christian: Und generell werden bis zu 80 Gigabit pro Sekunde Übertragungsgeschwindigkeit ermöglicht. Das reicht technisch für ein 8K Display bzw. zwei 4K Displays. Und das ist natürlich schon ein Standard, der sehr viel Potenzial für Dockernstationen bietet.
Christian: Um das Chaos aber weiterhin perfekt zu machen, gibt es auch trotzdem noch Thunderbolt 5. Das hat jetzt nichts mit USB 4 zu tun. Das ist ein eigener Standard, der auch nach wie vor USB-C als Stecker verwendet, allerdings hier bis zu 120 Gigabit pro Sekunde unterstützt. Und das richtet sich, glaube ich, eher so an Power-User, denn hier könnt ihr zwei 6K-Displays ansteuern bzw. ein 8K-Display bei 120 Hertz.
Christian: Dank Thunderbolt und USB-C haben wir heutzutage eine breite Auswahl an Dockingstationen auch anderer Hersteller und wir haben hier keinen großen Login-Effekt mehr. Früher brauchte man für ein Lenovo Thinkpad eine Lenovo Dockingstation, für ein HP-Gerät eine HP Dockingstation und heutzutage ist das einfach alles standardisiert. Es ist im Wesentlichen egal. Ich kann auch eine HP Docking an einem Thinkpad verwenden und umgekehrt und das ist durchaus positiv, wie ich finde.
Christian: Heutzutage haben Notebooks auch keine Ultra-Bay-Adapter mehr und die Notwendigkeit für externe PCI-Express-Karten, die wir anschließen, ist auch kleiner geworden.
Christian: Da würde ich vielleicht Gaming so als Sonderfall noch betrachten.
Christian: Da gibt es ja auch eGPU-Gehäuse, wo man dann eben über einen entsprechenden Anschluss eine externe Grafikkarte an den Notebook anschließen kann.
Christian: Und Dockingstationen sind relativ langweilig geworden.
Christian: Die beschränken sich auf die üblichen Ports, USB, LAN, Kartenleser, Displayport, HDMI und Audio.
Christian: Insgesamt sind diese Thunderbolt- und USB-C-Dockingstationen etwas teurer als diese vorher bekannten einfachen USB-Dockingstationen mit Display-Link-Standard, aber die Interoperabilität ist hier bedeutend besser.
Christian: Also auch Linux und macOS sind sehr unproblematisch, das Ganze ist ja ein offener Standard, es gibt eine gute Treibersituation und auch bei AMD-Geräten sieht das mittlerweile recht gut aus.
Christian: Früher gab es da Kompatibilitätsprobleme, denn frühere Geräte waren nicht immer mit Thunderbolt kompatibel. Seitdem aber auch aktuelle Thinkpads USB 4 sprechen, ist das gar kein Thema mehr und ihr könnt einfach eine solche Dockingstation verwenden.
Christian: Halten wir mal fest, in den letzten 30 Jahren wurden sehr viele unterschiedliche Dockingstations und Port Replicator produziert. Teilweise gab's da wirklich sehr spannende Features, also das Hotswappen von Gerätschaften, integrierte Erweiterungskarten, das ist schon ganz schön wild, muss ich zugeben, aber das ist heutzutage alles nicht mehr so relevant.
Christian: Geräteklassen sind heutzutage in aller Regel weniger divers und spätestens seit Thunderbolt
Christian: und USB 4.0 ist das Konzept auch einfach im Mainstream angekommen.
Christian: Vielleicht habt ihr ja ein Steam Deck zuhause und habt da eine Dockingstation um das Steam
Christian: Deck am Fernseher anzuschließen und auch Tablets haben schon lange standardisierte
Christian: Dockingstationen, das heißt es gibt keine Notwendigkeit mehr für proprietäre Ansätze.
Christian: Das bedeutet wir finden auch massenhaft No Name Docks mittlerweile online und man braucht
Christian: keine herstellerspezifischen Dockingstationen mehr.
Christian: Ich persönlich bin auch sehr froh darüber, dass wir keinen Display-Link mehr benötigen.
Christian: Durch den USB-Standard können wir einfach mehrere Bildschirme anschließen, ohne uns lange mit Treiberproblemen herumärgern zu müssen.
Christian: Und die meisten modernen Bildschirme integrieren das ja heutzutage auch.
Christian: Ein gängiger Bildschirm heutzutage hat meistens USB-C und Power Delivery und viele Bildschirme haben auch eben einfach noch als Schmankerl einen LAN-Port,
Christian: sodass man dann einfach sein Notebook an den Bildschirm andockt und man hat dann sofort Kabelnetzzugang.
Christian: Mich würde natürlich interessieren, welche Dockenstation ist euer Favorit aus dieser Episode?
Christian: Womit arbeitet ihr so täglich?
Christian: Ich muss zugeben, ich finde diese großen, wuchtigen Dockenstationen mit PCI und ISA Slots sehr spannend,
Christian: habe aber eigentlich keinen Platz, die hier in größerer Zahl zu lagern.
Christian: Also die zwei, die ich habe, die stehen mir hier auch eher blöd im Weg rum,
Christian: aber sie sind natürlich sehr, sehr interessant und wollen deswegen auch gewertschätzt werden.
Christian: Ich habe hier eine ganz klassische, einfache Thunderbolt 3 Dockenstation
Christian: und da hängt ein Bildschirm dran, da habe ich einen Kartenleser, ein paar USB-A-Ports und Audio.
Christian: Das ist wirklich nichts Spannendes, aber das reicht ja auch.
Christian: Und damit machen wir das Thema Dockny Station und Port Replicator mal zu für diese Episode
Christian: und werfen mal einen Blick auf die Statistiken der letzten zwölf Monate,
Christian: denn dieses Projekt ist wieder ein Jahr älter geworden und ich habe euch ein paar Zahlen mitgebracht.
Christian: Auch dieses Jahr wurden wieder zehn Episoden in diesem Podcast veröffentlicht.
Christian: Ich hatte mir letztes Jahr ein monatliches Ziel gesetzt, aber das funktioniert einfach nicht, wenn man parallel noch einen Job und andere Hobbys hat.
Christian: Und generell ist mir Qualität wichtiger als Quantität.
Christian: Und ich würde sagen, das geht den meisten Zuhörenden vermutlich genauso.
Christian: Ich habe mir mal angeschaut, welche Episoden im 30-Tages-Durchschnitt am meisten gehört wurden.
Christian: Und da sticht eine Folge hervor, das ist die Folge 18 mit dem Wolfgang von Digitale Anomalien.
Christian: Da haben wir über Akku-Rückruf-Aktionen gesprochen.
Christian: Die Folge wurde in einem Monat 330 Mal runtergeladen.
Christian: Knapp dahinter war die Folge 19 mit dem Evgeni,
Christian: wo wir über das Active Protection System gesprochen haben
Christian: und ganz knapp dahinter mit 10 Downloads weniger
Christian: die Tastaturen-Episode mit dem lieben Philipp.
Christian: Ebenfalls gut angekommen sind die Folgen 13 über die 200er-Serie
Christian: und die Folge 11 über das 38C3-Special mit jeweils 260 Downloads.
Christian: Mit dieser Episode liegen wir bei knapp 15 Stunden Content,
Christian: Das ist deutlich mehr als letztes Jahr, da waren es nämlich nur acht Stunden.
Christian: Und ich denke, das liegt vor allen Dingen auch daran, dass wir mehr Gäste hatten.
Christian: Wir hatten nämlich insgesamt neun statt zwei Gäste.
Christian: Deswegen hier auch nochmal vielen lieben Dank an Peter, an Rick, an Eloy, an Farid, an Gordon, Christoph, Philipp, Wolfgang und Evgeny.
Christian: Hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit euch über diese Themen zu sprechen.
Christian: Danke, dass ihr Teil des Podcasts wart.
Christian: In Summe gab es dieses Jahr ca. 6100 Downloads, die meisten aus Deutschland, USA, Österreich, Frankreich und der Schweiz.
Christian: Gegenüber letztem Jahr scheinen nun auch bedeutend mehr Zuhörende dieses Format über Spotify zu hören.
Christian: Also an der Stelle, hallo, schön, dass ihr reinhört.
Christian: Spotify hat im Wrapped angegeben, gegenüber letztem Jahr gab es 305% Publikumszuwachs und 372% an Zuwachs der Wiedergabezeit.
Christian: Insgesamt wird dieser Podcast über Spotify in 15 Ländern gehört und dort kam das 38C3 Special am besten an, wurde nämlich 82% häufiger gehört als alle anderen Episoden.
Christian: Durch die geschlossene Plattform weiß Spotify natürlich auch, was ihr abseits dieses Podcasts sonst noch so hört und da waren sehr spannende Erkenntnisse dabei, wie ich finde.
Christian: Neben diesem Format hört ihr nämlich auch noch Linkin Park, SDP und Lady Gaga.
Christian: Und bei den Hörbüchern folgt direkt danach einmal Quality Land von Mark-Uwe Kling,
Christian: Dune der Wüstenplanet von Frank Herbert und Gefattertod von Terry Pratchett.
Christian: Klingt auf jeden Fall spannend.
Christian: Und zu den anderen gehörten Podcasts zählen hier Stay Forever,
Christian: freue ich mich sehr drüber, auch ein Format, das ich sehr gerne höre,
Christian: Geschichten aus der Geschichte und der Digitale Anomalien-Podcast von Wolfgang.
Christian: In Summe gab es dieses Jahr 28 Neuzugänge im Museum, darunter unter anderem 17 Notebooks.
Christian: Letztes Jahr waren es 28 und zu den Highlights zählen hier zwei besonders rare Geräte,
Christian: über die ich dann in der nächsten Episode im Januar sprechen möchte.
Christian: Aber ich habe mich auch sehr über das R500 gefreut.
Christian: Das war nämlich auch das erste Notebook, das ich mir als Auszubildender von meinem Gehalt gekauft habe.
Christian: Und jetzt habe ich ein solches Gerät wieder in der Sammlung.
Christian: Nicht weniger interessant war das X1 Carbon Gen 1, das 560Z, das T440P, über das ich mich wirklich riesig gefreut habe, aber auch das Yoga 11EG6 ist ein ganz besonderes Gerät, wie ich finde.
Christian: Dieses Jahr gab es auch wieder 10 neue Dockenstationen, letztes Jahr waren es 7 und zu den Highlights kann man hier 10, die Selector Base, die Advanced Dock und die Dock 2631.
Christian: Auch dieses Jahr gab es wieder einige Gastauftritte.
Christian: So haben wir hier einmal die Kollabo mit Digitale Anomalien, die Folge 112.
Christian: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Wolfgang über dieses Thema zu sprechen.
Christian: Vielen Dank dafür nochmal.
Christian: Und auf zwei Konferenzen durfte ich über das Museum sprechen.
Christian: Nämlich einmal die CCH-Con und einmal die Mechanik-Con.
Christian: Da habe ich nämlich über Thinkpad-Tastaturen und deren Einfluss auf das Hobby mechanischer Tastaturen gesprochen.
Christian: Wenn ihr da nochmal reinlesen wollt, gibt es Links dazu in den Shownotes.
Christian: Werden wir nochmal einen Blick auf die Ziele von letztem Jahr. Ich habe mir letztes Jahr viel vorgenommen und nicht alles erreicht. Einer der Vorsätze war es nämlich, die Webseite endlich mal mit Fotos der Geräte anzureichern und das habe ich dieses Jahr wieder nicht geschafft.
Christian: Ich muss zugeben, Fotobearbeitung ist jetzt auch etwas, das liegt mir nur so mittelmäßig.
Christian: Umso leid tut es mir, dass das immer noch nicht auf der Webseite enthalten ist.
Christian: Das müssen wir nächstes Jahr unbedingt machen.
Christian: Ich muss mich da, glaube ich, wirklich einfach mal hinsetzen und durch die 40 GB an hochauflösendem Fotomaterial durchquälen.
Christian: Wenn ihr da Tipps habt, wie man das mit Open Source Software am besten macht und da mir aushelfen wollt,
Christian: dann könnt ihr das gerne über die üblichen Kanäle tun.
Christian: Da bin ich jederzeit dankbar.
Christian: Ein weiteres Ziel war das Anbieten eines Flohmarkts für den Austausch von Hardware innerhalb der Community. Das habe ich erreicht. Also der Flohmarkt, der ist da. Den gibt es unter flohmarkt.thinkpad-museum.de. Das wird aber gefühlt nicht genutzt. Also ich habe ein paar Testnachrichten bekommen, aber die Dinge, die da angeboten wurden, die sind immer noch da und habe jetzt auch nicht gesehen, dass andere Leute das Angebot annehmen.
Christian: Was ja an sich okay ist, es gibt ja auch durchaus andere Kanäle. Also im Thinkpad Forum zum Beispiel gibt es auch einen Marktplatz, wenn man da Mitglied ist. Vielleicht tut sich da nächstes Jahr ja ein bisschen mehr.
Christian: Ein weiteres Ziel, das ich mir vorgenommen habe, war es, mehr Technik-Episoden zu produzieren. Das hat gepasst. Letztes Jahr war es nur eine, dieses Jahr waren es ganze vier Episoden. Das würde ich sagen, ist on track. Und etwas, das ongoing ist, ist das Ziel, von letztem Jahr die Podcast-Episoden auch auf einer Videoplattform zur Zweitverwertung zu veröffentlichen.
Christian: Insbesondere die Kapitelbilder könnten hier mehr zur Geltung kommen.
Christian: Da bin ich dran. Da habe ich noch keinen fertigen Weg für mich gefunden.
Christian: Und ja, man kann auch einfach einen RSS-Feed bei YouTube hinterlegen.
Christian: Der nimmt dann aber nicht die Kapitelbilder mit ins Video.
Christian: Zumindest so weit, wie ich das Ganze gesehen habe.
Christian: Hier bin ich also noch am Suchen nach dem perfekten Tooling, um automatisiert mir ein Video zu generieren, das auch die Kapitelbilder enthält.
Christian: Wenn ihr da Tipps oder Empfehlungen habt, dann lasst mich das gerne wissen.
Christian: Kommen wir abschließend also zum Ausblick und neuen Zielen. Mir macht das Podcastprojekt weiterhin viel Spaß. Ich will unbedingt endlich mal die Bilder bearbeiten und auch die Zweitverwertung finalisieren, auch wenn es mir hier primär nicht um Wachstum geht, aber ich glaube, man muss einfach da sein, wo Leute den Content konsumieren, den sie konsumieren und ich glaube, die Kapitelbilder, die eignen sich schon sehr gut für so ein Videoformat.
Christian: Ich würde gerne die Dichte an Gästin beibehalten. Mir macht es auch mehr Spaß, mit anderen Menschen über die Themen zu sprechen und wir sehen auch an den Statistiken, dass euch das natürlich, liebe Zuhörer, auch mehr gefällt, noch weiteren Stimmen zu lauschen.
Christian: Da kann ich festhalten, es gibt ein, zwei spannende Episoden, die schon in der Planung sind für nächstes Jahr, dürfte also hoffentlich weiterhin spannend werden. Und ich habe mir auch vorgenommen, nächstes Jahr vielleicht mehr Blogartikel mit Zusatzinformationen zu schreiben. Aktuell gibt es da noch nicht so viel Informationen, ich glaube es wäre interessant, da auch in Textform über die ein oder anderen Details der interessanten Thinkpad-Geschichte einzugehen.
Christian: Rundum, mir macht es weiterhin Spaß. Ich hoffe, euch auch, liebe Zuhörende. Und natürlich danke ich euch für die Treue und das fleißige Einschalten bei den einzelnen Episoden. Also ich sehe hier, die Themen interessieren euch prinzipiell und dafür kann man auch mal Danke sagen.
Christian: Für dieses Jahr war das die letzte Episode des Podcasts. Genießt die freien Tage, kommt gut ins neue Jahr. Vielleicht bleibt ja etwas Zeit für das ein oder andere Thinkpad-Projekt. Vielen Dank nochmal für eure Treue. Und Feedback ist natürlich weiterhin wichtig. Wenn ihr konstruktive Kritik oder Feedback habt, dann erreicht mich das am zuverlässigsten per E-Mail an podcast.thinkpad-museum.de. Ich freue mich jederzeit über Bewertungen über den Podcatcher eurer Wahl.
Christian: Folgt auch gerne mal auf Mastodon rein, da findet ihr das Ganze bei podcast.social unter dem Händel Thinkpad Museum in einem Wort.
Christian: Und in den Shownotes findet ihr auch eine Matrix-Community.
Christian: In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören, viel Spaß am Gerät und wir hören uns nächstes Jahr.
Christian: Ciao!