TPM016 - FrankenPads und Mods
Ep. 16

TPM016 - FrankenPads und Mods

Episode description

TPM016 - FrankenPads und Mods

Einer der Vorteile früherer ThinkPads ist die hohe Reparierbarkeit. Die einfache Verfügbarkeit von Bauteilen lud schon früh zu interessanten Hardware-Experimenten ein. Neben einfachen Mods gibt es auch komplexe Umbauten mit neuen Mainboards, die die alternden Geräte wieder in die Gegenwart katapultieren.

Das ThinkPad P14s Gen 6 AMD überzeugt in einem ersten Performance-Test, das ThinkPad X12 Detachable G2 ist im Lenovo-Store aufgetaucht.

Shownotes

Intro

Feedback und Ankündigungen

News

FrankenPads und Mods

T4x

T6x

X230

T25-FrankenPad

Framework 701c

Lattepanda W701ds

51nb.com

XY Tech

TP Art

Bilderquellen

Download transcript (.srt)
0:21

Hallo und herzlich willkommen zur 16.

0:23

Episode des ThinkPad Museum Podcasts, aufgenommen am 15. Juli 2025. Einer der Vorteile früherer

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Thinkpads ist die hohe Reparierbarkeit. Die einfache Verfügbarkeit von Bauteilen lud schon

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immer zu interessanten Experimenten ein und heute wollen wir mal über Frankenpads und

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Mods sprechen. Oder anders gesagt...

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Heyo, was geht Leute? Willkommen bei Pimp My Pad, der Show in der alte Laptops NOS-Einspritzung

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das Floppy bekommen und wir RGB Underglow für die Tastatur rausballern.

0:58

Vergiss das Standarddesign, wir bringen dein Thinkpad auf High Speed und Full Swag.

1:03

Auch dein Trackpoint kann ein paar Spinners vertragen.

1:06

Bock auf Powerboosts, coole Mods und richtiges Upgrade-Feeling?

1:10

Dann bleib dran, wir drehen hier richtig auf.

1:23

Kommen wir aber erstmal zum Feedback und den Ankündigungen.

1:26

Es gibt ein kleines Addendum zur letzten Episode.

1:29

Der Philipp hat die Pineapple 60 entdeckt.

1:32

Das ist eine sehr spannende ergonomische Tastatur für Thinkpads.

1:35

Die hat ein Alice-Layout, ist Rose-Staggert und verfügt über die Kyle PG-1316-Switches.

1:42

Von denen hatten wir es auch schon in der letzten Episode, das ist eine spannende Alternative zu den Cherry MX-ULP-Switches, über die wir sehr begeistert gesprochen haben.

1:50

Die Tastatur gibt es für das T440 bis zum T460, das T460S und T470S und das X13 Gen 2 und 3.

2:00

Auf Mastodon gab es Feedback einmal vom Nico, er schreibt, fand ich auch eine tolle Folge, vielen Dank euch beiden.

2:05

Und Lukas ergänzt noch, richtig coole Folge, danke euch beiden.

2:09

Ja, vielen lieben Dank für das tolle Feedback. Freut uns sehr zu hören, dass die Episode Anklang gefunden hat.

2:14

Diesen Monat gab es keine Neuzugänge im Museum, aber immerhin hat eine neue mechanische Tastatur mit IBM-Bezug den Weg zu mir gefunden.

2:21

Genauer gesagt geht es um eine Vortex PC66 in der Fassung mit 66 Tasten.

2:26

Die Version hat keine Super- oder Windows-Taste. Es gibt ja auch nochmal mit zwei Tasten mehr.

2:31

Die habe ich rein zufällig auf Kleinanzeigen zu einem echt fairen Preis erstanden.

2:35

Und ich habe mir da vor Monaten mal einen Suchalarm erstellt und habe den ganz vergessen.

2:40

Und dann ist hier tatsächlich wirklich auch regional in der Nachbarschaft so eine Tastatur aufgetaucht.

2:45

Und naja, da musste ich natürlich nicht lange nachdenken.

2:49

Die habe ich mir dann geholt und habe die Switches, die verbaut waren, ausgetauscht.

2:52

Jetzt sind da Duroc Ice King Tactile T1 Switches verbaut.

2:56

Und die haben, wie ich finde, einen sehr starken haptischen Druck.

3:00

Aber auch der Klang, der kann sich durchaus hören lassen, denn die Tastatur, die kommt mit viel Foaming und mit viel Anpassung, damit der Klang auch ordentlich klingt.

3:08

Und wir hören mal rein, wie sich die Tastatur jetzt anhört.

3:29

Ich glaube, in einem Forum für mechanische Tastaturen würde man das jetzt Thoccy nennen. Das ist ein sehr satter Ton, der sehr befriedigend klingt, wie ich finde. Also man hat kein großes Nachpingen, außer die ein, zwei Tasten, die ich nochmal ein bisschen nachölen muss. Und es macht richtig Freude, auf die Tastatur zu tippen.

3:49

Ein bisschen problematisch ist das Layout. Das ist eine moderne Reinterpretation der IBM PC Junior Tastatur. Das solltet ihr jetzt auch in den Kapitelbildern sehen, liebe Zuhörende. Das heißt, es ist bewusst ein bisschen Retrofeeling und ich erwische mich leider schon häufig dabei, dass ich auf die nicht vorhandene Supertaste drücke. Die kann man sich natürlich softwaretechnisch auf ein Layer legen, aber es ist halt einfach gewöhnungsbedürftig. Aber ich glaube, das ist so ein bisschen auch Teil der Retro-Experience.

4:18

Dann gibt es einen neuen Podcast im Podcast-Universum. Der liebe Christoph aus der Palm-Episode hat nämlich seinen eigenen Podcast gestartet mit dem Namen For a Palm Full of Stories. Und das Ganze, ihr ahnt es vielleicht schon, ist ein Podcast rund um PDAs, unter anderem die Geräte von Palm, aber auch durchaus anderer Hersteller.

4:36

Die Nullnummer ist schon erschienen. Heute, kurz bevor ich hier die Aufnahme gestartet habe, ist auch schon eine erste Episode erschienen. Christoph fragt aktiv nach Gästinnen für Gespräche, egal in welchem Themengebiet rund um PTAs und auch die Sprache ist egal. Er selbst macht das Ganze wohl in Englisch und wenn das ein Thema ist, das euch interessiert, hört zumindest mal rein, aber vielleicht habt ihr ja auch was beizutragen.

4:57

Und last but not least steht der Konferenz noch mal vor der Tür und das bedeutet, dass auch die Frostcon wieder stattfindet. Die Frostcon, das ist die Free and Open Source Software Conference, die findet am 16. und 17. August wieder in den Räumlichkeiten der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg statt.

5:12

Ich werde auch wieder da sein. Das ist so meine Stammkonferenz. Das war die erste IT-Linux-Open-Source-Konferenz, die ich besucht habe. Deswegen gehe ich da jedes Jahr hin. Habe auch selbst dieses Mal wieder einen Vortrag eingereicht, der sogar angenommen wurde. Wenn ihr also euch für Retro-Computing interessiert, dann schaut vielleicht mal bei meinem Talk, früher war nicht alles besser vorbei. Ansonsten freue ich mich aber auch, wenn wir uns einfach nur mal austauschen. Also wenn ihr zufällig da seid, haltet mal Ausschau und sagt gerne mal Hallo. Ich freue mich immer über spannende Gespräche.

5:42

Und damit kommen wir zu den News des Monats.

5:49

Und in Anfang macht wieder ein Testbericht von den Kollegen von Notebook Check.

5:53

Diesmal haben sie das P14S Gen 6 AMD getestet.

5:57

Das hatte ich in der TMP14 schon mal ganz kurz angesprochen,

6:00

denn da ist zufällig ein Link auf der Lenovo Malaysia Webseite entdeckt worden.

6:05

Und das Gerät, das sie jetzt getestet haben, ist wirklich spannend.

6:08

Das ist das einzige Modell im aktuellen ThinkPad-Line-Up mit dem AMD Ryzen AI 9HX Pro 370.

6:15

Das ist ein recht moderner Prozessor mit der Strikes-Point-Architektur und der kombiniert Zen 5 Performance-Kerne und Zen 5C Effizienz-Kerne.

6:24

In Summe kommt die CPU auf 12 Kerne bzw. 24 Threads, 4 davon Performance, 8 davon Effizienz-Kerne.

6:31

Und die CPU taktet generell zwischen 2 und 5,1 GHz und hat eine TDP von 28 Watt.

6:37

Ebenso mit dabei ist eine eher mittelmäßige integrierte GPU, das ist eine Radeon 890M, die vermutlich für so übliche Workstation Workloads ausreicht, aber wenn ihr damit richtig gamen wollt, dann ist das vermutlich nicht die richtige Grafikkarte für euch.

6:53

Das P14S ist eine 14 Zoll Workstation, das es mit insgesamt 5 Display Optionen gibt.

6:58

Full HD ist gleich in 4-facher Konfiguration verfügbar und es gibt aber auch noch optional ein 2,8K Panel, wenn ihr ein bisschen mehr Pixel für unterwegs braucht.

7:07

Das Testgerät, das hier verprobt wurde, hat das 500 nits Low Power Full HD Display und generell wird das Gerät für eine hervorragende Leistung gelobt. Es ist deutlich stärker als die Ryzen 7 Varianten.

7:18

Es ist auch so ein bisschen das Novum, dass das P14s jetzt sogar mit einem Ryzen AI9 kommt. Das ist eigentlich eher eine sehr starke Workstation CPU, die man eher nicht in so einer 14 Zoll Maschine erwarten würde.

7:30

Sie geben an, dass das Gerät immer noch leise und recht kühl ist, aber Problem ist, die Ryzen 9 CPU, die gibt es nur mit Full-HD-Displays.

7:38

Also wenn man ein 2,8K-Pedal haben will, dann ist das vermutlich aufgrund der Stromversorgung dann nur mit dem Ryzen 5 oder 7 zu haben.

7:46

Also wenn es euch rein um CPU-Leistung geht, dann müsst ihr mit Full-HD-Vorlieb nehmen.

7:51

Weiteres Highlight bei dem Gerät ist, dass bis zu 96 GB wechselbaren DDR5-Ramen verbaut werden können.

7:57

Der taktet mit 5600 MHz.

8:00

Getestet wurde hier die 64 GB Version, aber man kann das Gerät auch schon direkt im Shop mit 96 GB bestellen.

8:06

Das sind dann zwei 48 GB Module.

8:09

Ebenfalls gut, es gibt weiterhin eine große Anschlussvielfalt.

8:12

Es gibt 2x Thunderbolt 4 aka USB 4, HDMI, 2x USB-A, die Audio-Klinke und einen vollwertigen RJ45-Port.

8:21

Für die Kommunikation gibt es neben Wi-Fi 7 auch Bluetooth 5.4.

8:25

Das Modul ist allerdings verlötet und manche Konfigurationen erlauben auch optional nochmal W-Warn, wenn ihr das braucht.

8:32

Trotz der geringen Größe verbleibt der Tastaturhub bei 1,5 mm, ist also nicht weiter gesunken, wie das bei anderen Modellen im ThinkPad Lineup so der Fall ist.

8:41

Die Akkulaufzeit wurde als eher durchschnittlich angegeben.

8:44

Verbaut ist ein 57 Wh Akku, der bringt es im Wi-Fi Test auf knapp 9 Stunden, das ist jetzt nicht so viel, aber auch nicht allzu schlecht.

8:53

Und unter Volllast ist der Akku aber schon nach einer Stunde komplett entladen.

8:58

Etwas ärgerlich ist, dass die Teststellung Spulen fiepen hatte.

9:01

Das ist jetzt schwer zu sagen, ob das generell das Modell betrifft oder eben nur dieses einzelne Exemplar.

9:06

Vielleicht war es ja ein Montagsgerät.

9:08

Muss man auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten.

9:10

Wenn euch das Gerät interessiert, vielleicht noch mal ein paar weitere Reviews abwarten oder Testberichte lesen.

9:16

Bleibt zu hoffen, dass das nur ein Einzelfall war.

9:18

In Summe ist es aber trotzdem ein gutes Gerät.

9:20

Die Preise beginnen bei 1.600 Euro.

9:22

Die getestete Konfiguration liegt bei 2.300 Euro.

9:26

Ich habe mal den Konfigurator angeschmissen und die rechts unten Konfig mit allem, was man so reinstecken kann, liegt bei ca. 3.000 Euro.

9:34

Dann ist im Lenovo Store noch das ThinkPad X12 Detachable Gen 2 aufgetaucht.

9:39

Das zählt als Microsoft Surface Pro Konkurrent.

9:42

Das ist also ein Tablet mit abnehmbarer Tastatur.

9:45

Kann man als Tablet benutzen oder eben auch als Notebook.

9:48

Das Gerät hat ein 12,3 Zoll Full-HD IPS-Touchscreen.

9:53

Das ist die Low-Power-Fassung mit 400 Nits und 600 Hertz.

9:57

Auch dabei ist natürlich die Stiftfunktion.

9:59

Also der Stift liegt auch dem Gerät bei.

10:02

An der Front gibt es einmal eine 5 Megapixel-Infra-Root-Webcam für Windows Hello.

10:07

Und auf der Rückseite gibt es eine 8 Megapixel-Kamera.

10:10

Man kann das also auch zum konventionellen Fotografieren benutzen.

10:13

Warum auch immer man das tun sollte, aber die Option bestünde auf jeden Fall.

10:17

Und ebenso verbaut sind zwei Mikrofone.

10:20

Bei dem Gerät ist der RAM jetzt allerdings verlötet.

10:22

DDR5X RAM kommt hier zum Einsatz mit einer Taktfrequenz von 7500 MHz.

10:27

Das dürfte vermutlich mit Steckmodulen nicht zu erreichen sein.

10:31

Bei der Kapazität habt ihr die Wahl zwischen 16 und 32 GB.

10:35

Die ansteckbare Tastatur ist in aller Regel beleuchtet.

10:37

Und bei den CPUs hat man die Wahl zwischen zwei Intel Low-Power-CPUs der Meteor Lake-Generation.

10:44

Da gibt es zum einen den Core Ultra 5 134U.

10:47

Der hat zwei Performance, acht Effizienz und zwei Low-Power-Effizienz-Cores.

10:52

Ich wusste gar nicht, dass es diese Gattung auch gibt.

10:55

In Summe bringt es die CPU also auf 14 Threads und die Taktung, je nach Typ und Auslastung,

11:00

liegt dann maximal bei zwischen 2,1 bis 4,4 GHz.

11:05

Die zweite Option wäre der Core Ultra 7164U.

11:08

Das sieht es ähnlich aus, zwei Performance, acht Effizienz, zwei Low-Power-Effizienz-Cores

11:12

und die Taktung liegt hier bei zwischen maximal 2,1 und 4,8 GHz.

11:17

Also ein bisschen höher getaktet.

11:20

Beide CPUs haben eine TDP von 9 Watt und einen Cache von 12 MB.

11:25

Unabhängig von der CPU habt ihr auch immer USB bzw. Thunderbolt 4.

11:29

Es gibt Y4-6e, optional 4G oder LTE und NFC.

11:33

Der Akku hat eine Kapazität von 42 Wattstunden

11:36

und die Herstellerpreise beginnen bei 1.800 bzw. 2.200 Euro.

11:42

je nachdem, welche CPU ihr gerne haben wollt.

11:44

Und ihr könnt euch 130 Euro sparen,

11:46

indem ihr einfach kein Betriebssystem mitwählt

11:49

und einfach ein Linux eurer Wahl installiert.

11:52

Und damit kommen wir mal zum Thema der Episode.

12:00

Heute geht es um Franken, Pads und Mods.

12:02

Und bevor wir jetzt tief in die Technik einsteigen,

12:04

klären wir vielleicht mal so ein bisschen die Begrifflichkeiten.

12:07

Beginnen wir mal mit dem Mod.

12:08

Der Mod, das geht aus dem Namen schon ein bisschen hervor,

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ist die Modifikation eines Gerätes und sind in der Regel kleine Anpassungen,

12:16

die aber auch über die vom Hersteller vorgesehenen Optionen hinausgehen können.

12:20

Zum Beispiel kann man ja das Display aus einem serienverwandten Modell einbauen,

12:26

zum Beispiel ein hochwertigeres T-Display in ein R-Modell.

12:30

Das wäre so ein beliebter Mod, den man vornehmen kann mit geringem Aufwand,

12:34

wenn man eben guckt, welche Bauteile kompatibel zueinander sind.

12:37

Weiteres Beispiel, das mir gleich so einfällt, ist die Tastatur eines X220 in einen X230 einbauen.

12:44

X230 hat schon die in Anführungsstrichen neue Chiclet-Tastatur und DieHards haben natürlich gerne noch die klassische siebenreihige Tastatur wie aus einem X220 und die kann man größtenteils ohne Probleme einfach tauschen.

12:57

Eine gute Informationsquelle hierfür sind die sogenannten Hardware Maintenance Manuals, kurz HMM,

13:02

denn die schildern üblicherweise den Austausch und wie das genau funktioniert, in welcher Reihenfolge,

13:09

was zuerst wie entfernt werden muss, wo welche Schrauben sind und vieles davon könnt ihr sogar selbstständig ohne Garantieverlust wechseln.

13:16

Man spricht hier dann von den sogenannten Customer Replaceable Units oder kurz CRUs.

13:22

Das sind dann so Dinge wie zum Beispiel den Akku oder die Tastatur zum Beispiel.

13:28

SSDs lassen sich auch ohne Probleme wechseln. Das ist dann alles entsprechend beschrieben.

13:32

Es gibt aber auch optionale CROs. Das sind dann Bauteile, für die prinzipiell vor Ort Einsätze angeboten werden.

13:39

Wenn jetzt zum Beispiel euer Display kaputt geht oder euer Mainboard, dann kann man da entsprechend eine Technikerin beauftragen.

13:47

Oder wenn ihr selbst Fachkenntnisse nachweisen könnt, zum Beispiel weil ihr ein abgeschlossenes Studium oder einen Job in der Branche habt, dann kann man die auch selbstständig wechseln.

13:55

Eine recht interessante Sache, wie ich finde.

13:57

Schaut da auch gerne mal in den Shownotes vorbei, da habe ich ein paar Links zu dem Thema.

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Zum Beispiel die Datenbank, wo man die üblichen HMM so findet.

14:05

Das ist immer eine ganz gute Idee für die Geräte, die vielleicht mal wegzuspeichern.

14:08

Dann hat man immer eine Reparaturanleitung, vielleicht braucht man die ja mal.

14:12

gegenüber steht das Franken-Pad und das steht für eine größere Modifikation an einem Notebook,

14:17

die teilweise weit über die vorgesehenen Erweiterungsoptionen hinausgehen. Das heißt,

14:22

sowas wie RAM, Festplatte, Displaywechseln zählt da jetzt nicht mit dazu, sondern da geht es wirklich

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in aller Regel um umfangreiche Umbauten am Gehäuse auch. Das Ganze ist natürlich eine Anlehnung an

14:33

Frankensteins Monster, also etwas, das aus vielen anderen eigentlich nicht zusammenpassenden Teilen

14:40

zusammengesetzt wurde.

14:42

Auch hier mal wieder ein, zwei Beispiele.

14:44

Zum Beispiel könnte man ein T400

14:46

Mainboard auch in ein T61

14:48

einbauen. Die Geräte sind schon noch

14:50

gewissermaßen ähnlich zueinander,

14:52

aber da muss auch schon mal der Dremel

14:54

ausgepackt werden, um auch dafür zu sorgen, dass

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das Mainboard richtig sicher reinpasst.

14:58

Oder was man auch machen könnte, wäre

15:00

ein hochauflösendes Third-Party-Display

15:03

in ein Notebook zu verbauen,

15:04

für das das überhaupt nicht vorgesehen ist.

15:06

Da braucht man vielleicht ein anderes Kabel,

15:08

Eventuell braucht man noch ein PCB, um dann eben auch die Anschlusstechnik zu adaptieren, damit das für das ThinkPad wiederum passt.

15:15

Da muss man dann vielleicht auch am BIOS ein bisschen rumdrehen, damit das Display auch korrekt angesprochen wird.

15:19

Ihr seht, das kann ein beliebig tiefes Rabbit Hole sein.

15:22

Und da wollen wir jetzt mal exemplarisch anhand einiger Geräte mal reinspringen.

15:27

Und einer der ersten Frankenpads, die ich gefunden habe, bezieht sich auf die T40er Serie.

15:32

Und da ist es so, dass das T40, T41 und T42 und auch teilweise das R50e in vielerlei Hinsicht kompatibel zueinander sind. Da gibt es einige Teile, die man beliebig austauschen kann, ohne größere Anpassungen vorzunehmen. Beim T43, da braucht man dann aber schon größere Anpassungen, denn da wurde auch das Gehäusedesign dann doch nochmal ein bisschen größer umgebaut. Das heißt, da passen die Bauteile dann nicht mehr, da muss man dann gegebenenfalls wirklich mit dem Dremel ran.

16:00

Meistens ist es so, dass die User neuere Mainboards in ältere Gehäuse bauen.

16:06

Vielleicht hat man irgendwo noch ein T40 rumzustehen, hat hier irgendwo günstig ein Mainboard von einem T42 erstanden

16:12

und dann kann man eben dieses neuere Mainboard in das ältere Gehäuse zum Beispiel adaptieren.

16:16

Oder vielleicht hat man irgendwo ein defektes Notebook gefunden und guckt einfach, wie man hier dann Resteverwertung betreiben kann.

16:23

Was aber auch zum Beispiel gemacht wird, ist ein stärkeres T-Serie-Mainboard in ein R-Gehäuse einzubauen.

16:29

Die R-Geräte sind ja gegenüber den T-Modellen schon ein bisschen limitiert, haben meistens schlechtere CPUs, vielleicht auch den langsameren RAM, die schlechtere Grafikkarte.

16:39

Und wenn man so ein Mainboard überhat, dann kann man das R-Gerät auch ein bisschen aufwerten.

16:43

Mit dem T50 gab es später dann auch ein komplett modernes, designtes Ersatz-Mainboards für die T40-Geräte, aber da kommen wir später noch zu.

16:54

Und immer wenn man nach Frankenpads sucht, stößt man unweigerlich auf die T60-Serie, denn das ist eine gute Plattform für Frankenpads, hat viel Potenzial und ist auch recht gut dokumentiert und vor allen Dingen hat die Serie sehr viele Variationen, denn es gab das T60 und das T61 sowohl als 4 zu 3 Variante als auch später in einer Widescreen-Version in 14 und 15 Zoll und die Geräte wiederum, die gab es dann auch noch mit nur einer integrierten Grafikkarte oder eben einer dedizierten AMD oder später sogar in Widescreen-Version.

17:24

Nvidia GPU. Dadurch resultierend gibt es auch wieder unterschiedliche Lüfter, die sich dann für einzelne

17:29

Experimente besser oder eben schlechter eignen. Also meistens sind die Lüfter für die Geräte mit

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dedizierter Grafikkarte ein bisschen breiter, im Sinne von physisch breiter, haben aber auch unter

17:41

Umständen die stärkeren Lüfter und je nachdem was man vorhat mit dem Gerät, kann es durchaus

17:45

sinnvoll sein einen stärkeren Lüfter zu verbauen. Ein erster Mod, der mir hier im Rahmen der Vorbereitung

17:50

unter die Augen gekommen ist, ist das T400-Frankenpad.

17:54

Und da geht es um ein T400-Mainboard im Gehäuse eines T61P.

17:58

Und das entstand im Prinzip aus der Not,

18:00

denn viele T61P-Mainboards, die sind verfrüht durch defekte GPUs verstorben.

18:06

Und zu dem Zeitpunkt gab es aber auch schon das ThinkPad T400.

18:10

Und da ist es natürlich naheliegend,

18:11

dass man sich vielleicht einfach nur ein neueres Mainboard holt,

18:14

das Gehäuse minimal ein bisschen anpasst.

18:16

Da gibt es ein paar Stellen, wo man mit dem Drehbel ansetzen muss.

18:19

Aber der Vorteil dadurch ist, man hat die modernere CPU und hat sogar DDR3 statt nur DDR2-RAM.

18:25

Und wenn man jetzt ein Gerät hat, das schon ein paar Jahre auf dem Rücken hat und man hat jetzt vielleicht keine Garantie mehr

18:32

und will sich jetzt kein altes Ersatz-Mainboard ordern, dann kann man auch einfach ein neues Ersatz-Mainboard organisieren

18:38

und hat dann das etwas bessere Gerät in einem alten, wertgeschätzten Gehäuse.

18:43

In Foren liest man auch häufig vom T61-1 bzw. vom T61-F.

18:48

Das F steht hier anscheinend für Franken-Pad, das ist naheliegend.

18:51

Und es geht um ein T60 mit einem T61-Mainboard und eventuell auch weiteren Tweaks.

18:57

Man kann ja zum Beispiel die CPU austauschen, das ging bei den Mainboards ja noch ohne Probleme.

19:02

Und man kann auch den RAM aufrüsten.

19:04

Offiziell waren da nie mehr als 4 GB drin, aber inoffiziell wurde schon früh bestätigt, dass auch 8 GB möglich sind.

19:12

Nicht fehlen in dieser Aufzählung darf natürlich das Schwaben-Pad.

19:15

Das ist ein Ausdruck aus verschiedenen deutschsprachigen Foren, der mit dem Augenzwinger zu verstehen ist.

19:21

Das Ganze kokettiert natürlich mit der stereotypisierten Sparsamkeit unserer allseher sehr geschätzten Schwaben.

19:27

Und meistens ist damit die Verwendung eines leeren T61-Gehäuses gemeint.

19:33

Zum Beispiel, weil man ein übrige bliebendes T60-Mainboard hat.

19:37

Oder anders gesagt, scott um rechte Verwertung, Kale, nix verkommen lasse, auf sei Sach, auf passe, staugt noch, man muss ja nicht alles fortschmeißen.

19:45

Das sagt Rhi.

19:48

Die T60er Serie ist auch sehr interessant, wenn ihr euch mit dem Thema CPU-Mods beschäftigen wollt.

19:53

Denn wie vorhin schon ganz kurz gesagt, bei den Mainboards kann man die CPU noch wechseln.

19:57

Das ist der P-Sockel oder wie er vollständig heißt PGA478MN, der hier zum Einsatz kommt.

20:03

Und der ist wirklich vielseitig erweiterbar.

20:06

Man kann nämlich viele CPUs verbauen, die eine TDP von bis zu 35 Watt haben.

20:12

Beim T60 muss man noch darauf achten, dass der Frontside-Bus hier nicht mehr als 667 MHz drauf hat.

20:19

Beim T61 sind es immerhin schon 800 MHz.

20:22

Und wenn man eine CPU hat, die sich in diesem Rahmen bewegt, dann kann man die prinzipiell verbauen, wenn die Lüftung das denn zulässt.

20:29

Hier empfehlen sich vor allen Dingen CPUs mit offenem Multiplikator, denn die kann man wunderbar über- oder auch untertakten.

20:37

Und hier kann man auch aufgrund dessen auch den Frontside-Bus nochmal manipulieren und setzen.

20:42

Und dadurch finden sich im Netz viele Berichte von Frankenpads, die dann zum Beispiel auch den Intel Core 2 Extreme X9000 verbaut haben.

20:51

Das ist eine sehr spannende CPU, das ist ein Dual-Core ohne Hyper-Threading, taktet bei 2,8 GHz ganz knapp unter der 3 GHz Marke, hat 6 MB Cache und war 2008 die schnellste mobile Dual-Core CPU.

21:05

Da ist die TDP zwar prinzipiell bei 44 Watt und die Lüftung vom T61 ist hier bis maximal 35 Watt ausgelegt,

21:14

aber die CPU hat eben einen offenen Multiplikator, das heißt ihr könnt die untertakten oder undervolten.

21:21

Und wenn man da jetzt noch eine stärkere Lüftung des Nvidia-Modells in so eine Intel-Version einbaut,

21:27

also nicht noch eine weitere Grafikkarte hat, dann kann das durchaus sehr gut harmonieren.

21:33

Ein Hack ist es auch, wenn man ein T61W hat, dann kann man hier auch den Lüfter, das T500, verbauen.

21:40

Und sehr nützlich ist es auch, ein anderes BIOS zu verwenden, namentlich das Middleton's BIOS.

21:46

Das ist auch mal eine eigene Episode wert, aber ganz kurz zusammengefasst,

21:49

das ist im Prinzip ein stark manipuliertes BIOS, das entfernt unter anderem das WLAN-Karten-Blocklisting,

21:56

bietet aber auch den ein oder anderen CPU- und RAM-Tweak.

22:00

Und in Kombination mit einer CPU, die jetzt nicht unbedingt für dieses Gerät ausgelegt ist und einer Kühlung, die man sich vielleicht auch nochmal anpasst,

22:08

kann das durchaus sinnvoll sein, dafür dann zu sorgen, dass das Gerät auch stabil läuft.

22:11

Denn das muss einem auch klar sein, das ist nicht nur Plug & Play, einfach CPU und RAM austauschen, anschalten und fertig.

22:17

Da muss schon einiges ausprobiert und experimentiert werden, damit ein solches Gerät dann mit einer solchen starken CPU auch noch stabil läuft.

22:27

Das Notebook soll natürlich auch noch nutzbar bleiben, ganz wichtig.

22:31

Interessanterweise gibt es auch Bilds mit noch stärkeren CPUs, zum Beispiel dem Intel Core 2 Extreme QX9300.

22:38

Das Q, das sagt es eigentlich schon, das steht für Quad-Core, aber eigentlich sind das nur zwei Dual-Cores auf einem D.

22:47

Und das ist echt eine verrückte Sache, die hier Intel gebaut hat.

22:51

Das ist also in Summe eine Quad-Core-CPU ohne Hyper-Threading.

22:55

Die läuft bei 2,5 GHz, hat 12 MB Cache und auch hier wieder eine TDP von 45 Watt. Kann man aber auch stabil auf einem T61P betreiben, wenn man denn gewillt ist, ganz tief in die Trickkiste zu greifen, denn man braucht natürlich BIOS-Fixes, man braucht einen anderen Kühler, ihr müsst die CPU einmal untertakten, man muss auch manuell die RAM-Taktung konfigurieren, das ist eigentlich etwas, was der RAM-Riegel automatisch beim Anschalten macht, das funktioniert ja mit dem Gerät aber nicht mehr.

23:25

Das heißt, da muss man selbst den richtigen Takt herausfinden und den auch fest konfigurieren.

23:31

Und man kann sogar teilweise kleinere Anpassungen auf dem Mainboard vornehmen, damit die Maschine stabiler läuft.

23:37

Da gibt es einzelne Sicherungen, die man mal überprüfen muss, ob die dann auch stark genug ausgelegt sind.

23:42

Und da könnt ihr mal, wenn es euch interessiert, in das 38C3 Special in der Folge 11 reinhören.

23:48

Da hatten wir ja Rick zu Gast und der hat von seinem T61P erzählt, auf dem er ein Core 2 Extreme X9100 verbaut hat.

23:57

Und da musste er wirklich einmal alles durchspielen, BIOS austauschen, am Lüfter noch ein bisschen basteln, underwalten und hat auch selbst den Nötkolben am Mainboard ansetzen müssen.

24:08

Und seitdem hat er ein, wie ich finde, sehr spannendes T61P, das es so vermutlich nicht mehr häufig gibt.

24:15

Kommen wir mal zum X220 und X230. Die beiden Geräte gelten für viele als die letzten ultrakompakten und dennoch klassischen Thinkpads.

24:24

Das X220 wurde zwischen 2011 und 2013 produziert. Das gab es damals mit einer verlödeten Core-ICPU der zweiten Generation.

24:32

Und das Nachfolgemodell, das X230, das wurde zwischen 2012 und 2014 gefertigt und hatte dann eben eine Core-ICPU der zweiten oder dritten Generation.

24:42

Soviel erstmal zur Technik, relativ überschaubar.

24:45

Und ein beliebter Mod war es, ein X230 Mainboard in einem X220 zu verbauen.

24:52

Spannenderweise sind hier nur geringfügige Anpassungen vonnöten, wenn das Unterteil nicht gewechselt wird.

24:58

Technisch gibt es hier ein paar Unterschiede.

25:00

Der Mini-Displayport ist hier bei dem einen Modell anzutreffen, während es beim anderen noch den Displayport gibt, den klassischen größeren.

25:07

An der linken USB-Port-Seite muss das Gehäuse dann eben ein bisschen bearbeitet werden. Da fehlen dann ein paar Aussparungen. Generell ist es aber so, dass die X230-Unterseite mit Mainboard und X220-Oberseite ohne Passung kombiniert werden können.

25:24

Also die Bauteile sind auch hinsichtlich des Gehäuses durchaus miteinander kompatibel, wenn man eben die richtigen Komponenten auswählt.

25:32

Etwas komplexer ist es, wenn man hier die CPU wechseln will, denn hier ist die CPU schon verlötet.

25:38

Aber wenn man ruhige Hände hat und spezielles feines Lötwerkzeug besitzt, dann kann man hier einige CPUs der gleichen Generation, also hier die dritte Generation, Ivy Bridge, transplantieren.

25:50

Auch hier gilt wieder, die TDP sollte idealerweise die 35 Watt nicht übersteigen. Das ist die Kühlleistung, für die die Lüftungsanlage ausgelegt ist. Und beliebt ist hier vor allen Dingen der Intel Core i7-3612QE. Eine nicht ganz so übliche CPU, findet sich aber durchaus auch auf einigen Online-Shops.

26:09

Das ist ein Quad-Core mit Hyper-Threading, bringt es also auf 8 Threads bei einer Taktfrequenz zwischen 2,1 und 3,1 GHz.

26:18

Es gibt 6 MB Cache und vielleicht mal so als kleiner Vergleich dazu, die größte Original-CPU für das X230, das war der Core i7-3520M und das war lediglich ein Dual-Core mit 4 MB Cache.

26:32

Also einmal die doppelte Anzahl der Threads, wenn man so will, und auch nochmal gutes Drittel mehr Cache.

26:37

Das ist durchaus ein Upgrade, das sich lohnen kann, wenn man denn das richtige Werkzeug dafür hat.

26:44

Alternativ kann man auch mal auf AliExpress, Taobao oder anderen asiatischen Shops vorbeigucken,

26:49

denn da gibt es fertige, umgebaute Mainboards.

26:52

Das kostet allerdings mittlerweile ein bisschen was.

26:54

Ich weiß nicht, was das früher mal gekostet hat,

26:56

aber Stand heute muss man für so ein angepasstes Mainboard dann schon um die 300 Euro berappen.

27:02

Ein weiterer spannender Mod ist der sagenumwobene NIGO Caster Mod.

27:06

Da habe ich auch schon in der Episode 10 mit dem lieben Christian drüber sprechen können.

27:10

Der erlaubt die Installation eines 12,5 Zoll Full HD Panels in einem X230.

27:16

Die Standard Displays hatten ja immer nur eine Auflösung von 1366x768 Pixel

27:23

Und das ist natürlich eine ganze Ecke mehr, wenn man in so einem Gehäuse ein Full-HD-Panel hat.

27:28

Eine spätere Version des Mods erlaubte dann auch 13,3 Zoll 2K-Displays, also nochmal bedeutend höhere Pixeldichte auf einem so kleinen Formfaktor.

27:38

Das erfordert dann allerdings auch die Anpassung des Displayrahmens, da natürlich mehr Platz für das Display benötigt wird.

27:44

Also 13,3 ist natürlich signifikant größer als 12,5.

27:48

Das heißt, da dürft ihr also gerne mal den Dremel eurer Wahl anschalten und dann hoffe ich, dass ihr ein ruhiges Händchen habt, denn das ist glaube ich eine filigrane Arbeit, auf die man auch Lust haben muss.

27:59

Generell empfiehlt sich der 2K Display Mod nur bei X230 Modellen mit Intel Core i7 CPU.

28:04

Der i5 ist einfach ein bisschen überfordert mit so einem hochauflösenden Display, war ja auch nicht unbedingt dafür vorgesehen.

28:11

Also wenn ihr noch ein i5 irgendwo habt, dann belasst es vielleicht einfach bei einem Full HD Panel.

28:15

Der Nitrocaster Mod ist prinzipiell ein kleines PCB, was dann im Gehäuse auch versteckt werden muss und wenn man das verbaut hat, können anschließend auch keine zusätzlichen externen Displays mehr über die Dockingstation angesteuert werden. Hintergrund ist der, dass das Display jetzt über EDP oder Ambient Display Port angebunden wird und nicht mehr wie früher über LVDS oder LVD.

28:38

D.h. dann wird auch in aller Regel der entsprechende Pin an dem Docking-Port der Dockingstation abgeklebt,

28:45

sodass ihr das Gerät eindocken könnt, aber der externe Display-Port wird nicht durchgereicht,

28:50

sodass man hier gar nicht in die Predulie gerät.

28:52

Und wichtig ist aber auch, dass man auch an BIOS-Anpassungen vornehmen muss,

28:56

denn die Helligkeitssteuerung, die funktioniert so nicht ohne weiteres in der Version über EDP,

29:01

sondern hier wird im Prinzip ein Fake-Display emuliert und darüber wird dann eben die Helligkeit gesteuert.

29:07

Also durchaus interessanter Mod, der aber auch Nachteile hat.

29:10

So fair muss man glaube ich sein.

29:11

Es ist bei vielen Mods so, dass die viele Dinge verbessern und an anderer Stelle dann aber auch das ein oder andere liebgewonnene Feature deaktivieren.

29:19

Und glücklicherweise habe ich ein solches Gerät auf dem 38C3 letztes Jahr erstanden.

29:24

Das ist ein X230 mit i7 CPU und mit einem 12,5 Zoll Full-HD-Panel.

29:30

Und da muss ich echt sagen, das ist ein Game Changer.

29:33

Das ist ein bedeutend besseres Display, es macht echt Spaß damit zu arbeiten, aber natürlich kann ich jetzt über die Dockingstation keine weiteren externen Bildschirme mehr anschließen.

29:42

Das ist jetzt der Nachteil an der Stelle, das Gerät benutze ich, wenn aber sowieso hier für Recherche, Zwecke oder eben unterwegs und da ist es wirklich eine helle Freude mit einem tollen Display arbeiten zu können.

29:55

Das nächste Franken-Pad ist das T25 Franken-Pad oder wie es manchmal in Foren auch gerne genannt wird, das T25F.

30:01

Zur Wiederholung kurz nochmal, das T25 ist das Sondermodell zum 25-jährigen Jubiläum. Das ist damals im Oktober 2017 erschienen und ist im Wesentlichen eine spezielle Variante des T470. Hört auch gerne nochmal in der 14. Episode dieses Podcasts rein, da sprechen wir über das T25 und auch andere Jubiläumsmodelle.

30:21

Und naja, das T25 oder das T470, die haben natürlich entscheidende Nachteile gegenüber dem T480, was kurz danach erschienen ist.

30:30

Haben nämlich nur eine Dual-Core statt einer Quad-Core-CPU.

30:33

Und naja, sie haben die bedeutend schwächere CPU auch.

30:37

Es ist nämlich eine Nvidia 940 MX verbaut und keine MX150 wie beim T480.

30:44

Also im Wesentlichen, wenn man mehr Leistung braucht, ist das T480 eine bessere Wahl.

30:50

Sieht natürlich nicht so schick aus, ist aber noch baugleich genug zum T470 und zum T25, sodass hier teilweise die Bauteile des T25 übernommen werden können.

31:02

Klingt jetzt erstmal vielversprechend, aber man muss anmerken, dass es dennoch ein sehr umfangreicher Mod ist, der damals knapp die Hälfte eines konventionellen T25 gekostet hat.

31:12

Also damals 2017, als das T25 rauskam, kostete das ca. 2.400 Euro. Das heißt, der Mod lag ca. bei 1.200 Euro. Ich habe mal geguckt, es gibt aktuell immer noch T25 Barebones, die auch schon vorkonfiguriert angeboten werden und da liegen die Preise je nach Konfiguration zwischen 1.160 US-Dollar oder 1.000 Euro und 1.665 US-Dollar.

31:41

beziehungsweise 1.440 Euro.

31:44

Also ihr seht, das ist jetzt nicht gerade billiger geworden

31:46

in den letzten Jahren, sondern eher teurer.

31:50

Vermutlich hängt das natürlich mit Inflation zusammen,

31:52

aber es ist natürlich ein Nischenprodukt

31:54

und es ist eine Kleinserie, in der die Geräte gebaut wurden.

31:57

Es ist viel manueller Aufwand, der hier auch eingepreist werden muss.

32:00

Also das ist jetzt kein günstiges Gerät.

32:03

Wenn man jetzt mal guckt, so ein klassisches T25,

32:05

kriegt man auch so roundabouts für 1.000, 1.200 Euro.

32:09

Wenn man lang genug sucht, wenn man natürlich jetzt hier nochmal 200, 300 Euro drauflegt,

32:14

hat man das technisch bessere Gerät, ist aber kein Original T25, sondern sieht halt nur so aus.

32:20

Ist halt immer so die Frage, was einem wichtig ist.

32:22

Aber wir werfen mal einen Blick, was denn hier alles so gemacht werden muss.

32:25

Denn das ist einiges, die Liste ist lang.

32:27

Es gibt da auch eine Bauanleitung, die ich euch mal in den Shownotes verlinkt habe.

32:32

Es muss einmal der Palm Rest angepasst werden, da muss mit dem Dremel ein bisschen was weggemacht werden.

32:37

Die Tastatur kommt prinzipiell ohne Anschalter, was ein bisschen kurios klingt, aber glücklicherweise lässt sich ein solcher aus der Tastatur eines X220 transplantieren.

32:49

Das erfordert wiederum aber ein BIOS-Patch, damit einige fehlerhafte Tastenkombinationen wieder korrigiert werden.

32:55

Der M.2 SSD-Adapter muss gekürzt werden, das ist so eine Metallschiene, die dann weggebogen bzw. abgeflext werden muss.

33:03

Das Touchpad muss hier aus einem X1, Carbon Gen 5 oder 6 kommen.

33:08

Bei den Display-Schnieren braucht man die eines T470, aber auch die müssen wieder mechanisch angepasst werden.

33:15

Dann gilt natürlich noch die Frage zu klären, welchen Kühler verbaut man denn?

33:19

Man nimmt einen aus einem T480, aber auch hier gibt es wieder mehrere Fassungen.

33:24

Es gibt einmal die Version für die Intel-Only-Geräte, also ohne dedizierte Grafikkarte und nur mit der integrierten.

33:30

Es gibt aber auch optional noch einen etwas größeren und stärkeren Kühler, der Nvidia-Variante, und der kühlt eben besser.

33:38

Also den empfiehlt es sich dann zu nehmen, wenn man ein leiseres Gerät haben möchte.

33:42

Und je nach Verfügbarkeit nimmt man dann eben einen der beiden Optionen.

33:47

Interessant wird es beim Display, denn da gibt es gleich vier Optionen.

33:49

Man kann einmal ein 4K-Panel eines X1 Carbon Gen 7 verbauen oder ein 2K-Panel eines X1 Carbon Gen 6.

33:58

Es gibt aber auch das Full-HD-Panel des T490, wenn einem das ausreicht.

34:03

Und wer es besonders hell haben will, kann auch das Privacy-Panel eines HP 840 G5 verbauen.

34:10

Das bringt es auf irrwitzige 700 Nits.

34:14

Und das ist komplett verrückt.

34:15

Also ich hatte auch mal einen HP Elite-Book, das genau dieses Panel hatte.

34:19

Und 700 Nits, das ist wirklich phänomenal hell.

34:23

Also ich habe das, glaube ich, nie höher als zwei von zehn Stufen verwendet,

34:27

weil es einfach viel zu hell war.

34:29

Wenn euch das jetzt viel erscheint,

34:30

HP hat auch noch ein Display im Angebot,

34:33

auch nur mit Full HD allerdings,

34:34

mit einer Helligkeit von 1000 Nits.

34:36

Das ist dann vermutlich,

34:38

wenn ihr euch noch beim Benutzen

34:39

eures Notebooks selbst bräunen wollt,

34:41

dann wäre das das richtige Display,

34:43

das ihr wählen müsstet.

34:45

Ganz egal, welche Bauteile man wählt,

34:47

die Sticker, das T25,

34:49

die bleiben gleich, also das Logo,

34:50

das ist genormt, das kann man einfach übernehmen.

34:53

Muss man eben nur gucken, dass man das irgendwo

34:55

findet oder eben nachdruckt.

34:57

Ja, und so kann man dann viele Stunden Schweiß und Tränen später ein T25F sein eigen nennen, das vermutlich eine sehr gepfefferte Konfiguration aufweist wie kein anderes T25.

35:09

Finde ich sehr spannend, würde ich gerne mal sehen, aber ob ich sowas selbst machen würde, vermute mal eher nicht.

35:15

Also ich glaube, da sind meine mechanischen Fingerfertigkeiten nicht gut genug und für einen fertigen Bild, ich glaube, da wäre es mir persönlich ein bisschen zu teuer, aber ich habe auch ein klassisches T25.

35:25

Also wenn ich das jetzt nicht hätte, dann wäre ich vermutlich schon geneigt, mir ein solches Frankenpad mal zuzulegen,

35:31

weil halt eben auch durch die T480 Basis das Gerät auch bedeutend leistungsstärker ist als das klassische T25.

35:39

Nicht weniger interessant ist das FramePad 701c.

35:43

Ihr vermutet es vielleicht schon anhand des Namens.

35:45

Es geht hier um einen Framework-Laptop, genauer gesagt um einen Framework 13 im Gehäuse eines ikonischen ThinkPad 701c.

35:53

Das Gerät mit der Butterfly-Tastatur.

35:56

Das ist ein Projekt des Users Karl Buschka.

35:58

Und er hat das 10,4 Zoll TFT-Panel, das hatte ja nur 256 Farben und eine Auflösung von 640x480 Pixel,

36:07

durch das Display eines Apple iPad 7 ausgetauscht.

36:10

Und das bringt es auf ihr witzige 2160x1620 Pixel.

36:17

Und interessanterweise war er in der Lage, über ein kleines PCB dieses Display mit dem internen EDP-Slot des Notebooks zu verbinden.

36:25

Also ist gar nicht so aufwendig anscheinend gewesen.

36:29

Spannend finde ich auch, dass die Original-Tastatur und Maus weiterhin benutzt werden können.

36:34

Das hat Karl dadurch erreicht, dass er einen Teensy 3.6 Mikrocontroller genommen und die QMK-Firmware drauf geflasht hat.

36:41

Und zu den Anschlüssen kann man sagen, es gibt dreimal USB-A, zweimal USB-C, R45 und Audio, die nach außen geführt werden. Aber genauer gesagt, und das ist ja das Konzept eines Framework-Laptops, hat man ja Adapter, die man rein und rausschieben kann. Das funktioniert so natürlich nicht bei dem Frame-Pad, sondern da werden im Prinzip die Buchsen über Adapterkabel an die Gehäusewand geführt und dann dort auch befestigt.

37:06

Also es ist jetzt nicht mehr hot-swappable, wie das bei einem Framework ja üblicherweise der Fall ist.

37:11

Aber ich glaube, das kann man jetzt hier nicht auch noch erwarten bei dem Bild.

37:15

Die Unterseite hat er komplett selbst mit CAD-Software designt, damit Mainboard und Akkus dann Platz darin finden.

37:20

Er hat auch später selbst ein Integration-Board designt, das eben die Status-LEDs unterbringt und auch den Anschalter verbindet.

37:29

und später hat er noch einen USB-Hub-PCB entworfen,

37:33

um dann eben die einzelnen Kabel zentral zusammenzuführen.

37:36

Und ich finde das extrem beeindruckend.

37:39

Also Links dazu findet ihr in den Shownotes-Bilds,

37:41

solltet ihr jetzt in den Kapitelbildern sehen.

37:43

Ich hoffe natürlich, dass hierfür ein kaputtes 701C verwendet wurde

37:47

und kein funktionales, denn das wäre ja wirklich wahrhaftig Frevel,

37:51

ein ikonisches Gerät in funktionalem Zustand zu zerstören,

37:55

um da andere Komponenten zu verbauen.

37:57

Also gehen wir einfach mal davon aus, dass es kaputt ist.

37:59

Und da muss ich sagen, das ist ein Gerät, das ich sehr gerne auch selbst mal sehen und in meinen Händen halten würde.

38:05

Das muss sehr viel Spaß machen, auf so einem kleinen Gerät zu tippen.

38:09

Wir bleiben bei den extrem seltenen Thinkpads und schauen uns das nächste Modell an.

38:12

Und das ist ein Latte Panda W701DS.

38:16

Das ist ein Frankenpad, bei dem in einem W701DS, also die 17 Zoll Workstation mit zwei Bildschirmen, ein Latte Panda Alpha 864S verbaut wurde.

38:25

Das ist ein kleiner Single-Board-Computer, ähnlich dem Raspberry Pi, der allerdings einen Intel Core i5-82110Y verbaut hat.

38:33

Das ist so eine Ultra-Low-Power-CPU der 8. Generation, also AmperLake.

38:38

Das ist ein Dual-Core mit Hyper-Threading, bringt das auf vier Threads bei einer Taktfrequenz zwischen 1,6 und 3,6 GHz und 4 MB Cache.

38:46

Das ist jetzt in Summe knapp 30% schneller als der damals häufig verbaute Intel Core i7-940XM.

38:55

Ist aber auch bedeutend energiesparender, muss man sagen.

38:58

Und ich glaube, das ist ja auch ein großer USP dieses Frankenpads.

39:02

Der RAM ist hier verlötet.

39:03

Da ist auch bei 8 GB Schluss.

39:05

Das deckt sich mit dem Maximum des W700DS.

39:08

Das konnte auch relativ wenig RAM aufnehmen.

39:10

Und neben USB 3.0 gab es auch USB-C.

39:14

Und was ich bemerkenswert finde an diesem Bild,

39:16

ist, dass beide Displays benutzt werden können.

39:19

Also man kann die beiden internen Displays verwenden.

39:22

Da wurden dann auch spezielle HDMI-PCBs noch gebaut, die dann die Signale konvertieren und an den SBC weitergeben.

39:30

Aber man kann auch weiterhin zwei externe Displays noch einsteuern, sodass man in Summe vier Displays hier dann hat.

39:35

Und das finde ich schon ziemlich beachtlich für so ein SBC und für diesen sehr verrückten Bild.

39:40

Denn die Bildschirme selbst wurden auch ausgetauscht.

39:42

Also das 17 Zoll Display war ein Full-HD-Panel.

39:45

Das wurde hier durch das Display eines LG Gram Notebooks ausgetauscht.

39:50

Das hat eine Pixelauflösung von 2560x1600 Pixel, also auch nochmal bedeutend hochauflösender.

39:57

Und das kleine Display, das zur rechten Seite ausgeklappt werden kann, das ist ja so ein bisschen auch der Nachteil an dem Gerät.

40:03

Das ist zwar ein zweites Display, aber das ist nur ein TN-Panel, also das ist deutlich ausgewaschener, ist nicht so hell, nicht so farbenprächtig und hat auch nur eine Auflösung von 1280x768 Pixel.

40:16

Und hier ist jetzt ein Panel von AOO reingekommen und das ist ein Full-HD-Panel.

40:20

Und das ist bei 10 Zoll doch schon beachtlich hochauflösend.

40:24

Macht bestimmt Spaß, mit den beiden Bildschirmen zu arbeiten.

40:27

Der Bild ist generell komplex, würde ich sagen.

40:30

Es involviert viele 3D-gedruckte Teile und auch selbstdesignte PCBs.

40:35

Also wenn euch das interessiert, kann man da auf jeden Fall mal reingucken.

40:38

Da kann man sehr viel von lernen.

40:40

Auf Reddit hat der User auch viele spannende Videos gepostet.

40:44

Die findet ihr verlinkt in den Shownotes.

40:46

Was ich daran so spannend finde, eins dieser Videos zeigt auch den Ausfahrmechanismus des zweiten Bildschirms.

40:52

Das hat mich schon immer mal interessiert, wie das wohl unter der Haube aussieht.

40:55

Ich wollte natürlich mein Gerät ungern aufschrauben und jetzt weiß ich, wie der Mechanismus aussieht.

41:00

Der ist sehr ausgeklügelt, da ist viel Metall und viel Zahnräder involviert.

41:06

Das könnte ich mir echt lange angucken.

41:09

Ich hätte mir da noch mehr Videos dazu gewünscht. Guckt gerne mal vorbei.

41:13

Und damit schließen wir das Kapitel Frankenpads und öffnen direkt das nächste Rabbit Hole, das da lautet Custom Laptops.

41:20

Und da geht es im Prinzip um eigens für alte Notebooks entwickelte neue Mainboards.

41:24

Man könnte auch sagen so Retrofit Frankenpads.

41:28

Das hat dann zur Folge, dass man deutlich aktuellere und schnellere CPUs hat.

41:32

Und dadurch wird so ein altes ThinkPad auch zu einem Sleeper-Bild, wie ich finde.

41:36

Weil wir haben ein altes Gehäuse, haben im Innenleben aber deutlich modernere und teilweise sogar recht aktuelle Technik.

41:43

Und das würde man jetzt nur vom Äußeren diesem Gerät nicht mehr zuschreiben.

41:47

In der Regel ist es so, dass man das einzelne Mainboard bestellt und vielleicht noch ein paar weitere Bauteile, die man für den Umbau so braucht.

41:54

Vielleicht braucht man ein angepasstes Gehäuseunterteil, damit das Mainboard hier reinpasst.

41:58

Oder vielleicht braucht ihr speziell umgebaute Displays, weil die Standard-Displays nicht mehr in das Notebook reinpassen.

42:04

Und manchmal ist es auch so, dass man ein gebrauchtes Altgerät einsenden kann und das wird dann eben von den EntwicklerInnen selbst umgebaut.

42:12

und manchmal gibt es einfach auch direkte, fertige Geräte in Online-Shops,

42:17

die man dann dort als bare-bone bezieht.

42:19

Das heißt, es ist ein Notebook mit Tastatur, Display, Gehäuse,

42:23

alles, was zu so einem Notebook gehört,

42:25

aber ihr habt keine BIOS-Batterie, keine RAM-Module und auch keine SSD.

42:29

Das heißt, das müsst ihr noch einmal nachkaufen und nachstecken

42:33

und schon habt ihr ein funktionales Gerät,

42:35

das vermutlich viel mehr Leistung hat als das vorherige.

42:40

Und eine der Seiten, die wir hier auf jeden Fall einmal beleuchten müssen, ist die Webseite 51nb.com.

42:46

Das war ein Thinkpad-Modding-Forum.

42:49

Beton liegt auf wahr, die Seite ist leider inzwischen offline.

42:52

Hier tummelten sich damals viele Modder und Boden auch spezielle Mainboards in Kleinserien an.

42:57

Das heißt, Leute haben dann im Prinzip Mainboards designt für ältere Gerätschaften,

43:02

haben dann wie bei so einem Tastatur-Interest-Check dann eben Geld eingesammelt

43:08

und haben dann in einer kleineren Serie so maximal 50 Mainboards pro Charge dann produziert

43:14

und haben die dann eben an die Interessenten verteilt.

43:17

Und das erste Projekt, über das ich hier gerne sprechen würde, ist das T50.

43:20

Das war das erste angebotene neue Mainboard um circa 2014 auf der besagten Webseite.

43:26

Und das ist ein Mainboard für ein 15 Zoll T40-Gerät, also die T40er-Serie.

43:33

40, 41, 42, 43.

43:35

Und das Mainboard brachte eine Core-i-CPU der ersten Generation mit.

43:40

Ich habe da zwei konkrete CPUs gefunden.

43:43

Es ist nicht mehr ganz so einfach, da Infos zu finden.

43:45

Die Webseite gibt es ja nicht mehr.

43:47

Und im Archiv ist vieles auch nicht enthalten.

43:49

Aber es gab wohl einmal den i5-450M.

43:53

Das war ein Dual-Core mit Hyper-Threading,

43:55

also eben vier Threads und drei MB Cache,

43:58

getaktet zwischen 2,4 und 2,66 GHz.

44:01

Und das ist eine CPU, die hat man damals auch im X201 und im T510 bekommen.

44:07

Also definitiv keine CPU für ein T43.

44:10

Und die zweite CPU war ein i7-640M, auch ein Dual-Core mit Hyperthreading 4 MB Cache.

44:17

Taktete zwischen 2,8 und 3,46 GHz.

44:20

Und das war eine CPU, die es damals auch im T410S gab.

44:25

Beim Display war hier die Rede von einem 4 zu 3 Display mit 1600x 1200 Pixel.

44:31

Das konnte aber nicht oder nicht so gut gedimmt werden.

44:34

Da war anscheinend im BIOS fehlte da ein bisschen Code, der das dann entsprechend richtig umgesetzt hätte.

44:40

Beim RAM allerdings hatte man die Wahl und konnte bis zu 8 GB DDR3 RAM verbauen.

44:46

Passend dazu gab es eine SATA 2 SSD und die UltraBay war aber weiterhin IDE.

44:51

Das heißt, man konnte weiterhin die üblichen CD-DVD-Module für das T40 benutzen.

44:58

Wie vorhin schon gesagt, bedeuten diese Mods aber nicht immer, dass alles nur besser wird, denn auch hier fehlte der Docking-Port, der konnte nicht weiter benutzt werden und auch das BIOS war ein spezielles angepasstes BIOS ohne IBM und Lenovo-Spezifika.

45:13

Das heißt, vor allen Dingen die Lüftersteuerung fehlte, das heißt der Lüfter war dauerhaft an, da musste man also einen Lüfter verbauen, der möglichst laufruhig war und auch so Dinge wie Akkuschwellwerte beim Laden wurden nicht unterstützt, sodass der Akku immer vollgeladen wurde.

45:28

Interessanterweise kann man diese Mainboards immer noch kaufen und die Preise liegen hier bei knapp 539 US-Dollar bzw. 460 Euro.

45:38

Vielleicht jetzt ein bisschen viel für so ein altes Gerät, aber nun ja, wenn man sammelt und bastelt, dann ist das vielleicht ein Preis, den man bereit ist zu zahlen.

45:47

Auf das T50 folgte dann das T70 und das ist ein Ersatz-Mainboard für das T60 oder T61 von LCD-Fans.

45:55

Und da ist es wirklich schwer mittlerweile an Infos zu kommen, denn die Infos wurden vor allen Dingen auf dem chinesischen Facebook gepostet und naja, das findet man alle so nicht mehr. Aber ich konnte herausfinden, dass das Projekt wohl ca. 2016 startete und es gab drei Iterationen dieses Mainboards.

46:11

Und die letzte Iteration, die unterstützte bis zu 64 GB DDR4-RAM und das kann sich durchaus sehen lassen für so ein T60 oder T61. Links an der Gehäuse Seite gab es USB 3.0, rechts aber weiterhin USB 2.0.

46:27

IDE wurde durch SATA 3 verdrängt, auch in der UltraBay, das heißt ihr könnt dann hier auch entsprechend die Serial UltraBay Adapter nachfolgender Thinkpads verbauen und es gab sogar noch NVMe, wenn man also eine besonders schnelle SSD haben wollte.

46:42

Bei den CPUs gab es in der letzten Iteration nur welche der siebten Intel-Generation, also Broadwell. Frühere Revisionen hatten wohl die fünfte oder sechste Intel-Generation und drei CPUs, die ich jetzt nachweislich finden konnte. Da zählt einmal der Core i5-7300HQ zu. Das ist ein Quad-Core ohne Hyperthreading, der zwischen 2,5 und 3,5 GHz taktet und 6 MB Cache hat.

47:07

Bedeutend interessanter meiner Meinung nach ist der Core i7-7700HQ. Das ist ein Quad-Core mit Hyper-Threading zwischen 2,8 und 3,8 GHz Taktfrequenz und auch weiterhin 6 MB Cache. Und wer besonders viel CPU-Power haben wollte, der griff dann zum Core i7-7820HQ, denn der taktete ein bisschen höher mit 2,9 bis 3,9 GHz, war auch ein Quad-Core, hatte aber 8 MB Cache.

47:33

Und das ist dann nochmal spürbar ein Unterschied. Und das ist auch eine CPU, die man bei einem T470P, einem P51 oder einem P71 verbaut hat. Also wirklich eine sehr leistungsstarke Workstation CPU. Und die in so einem T61 zu haben, das macht sicherlich Spaß.

47:52

Die bisherigen Displays konnten wohl weiterverwendet werden, es gab aber auch optional ein QXGA-Display und das musste ich erstmal nachschlagen.

47:59

Das steht für eine Pixelauflösung von 2048x1536 Pixel und ich glaube, mehr Pixeldichte bei einem 4 zu 3 Display hat es vermutlich nie gegeben und deswegen eher witzig, dass sowas möglich war.

48:15

Auch hier kam wieder ein Custom-Bios zum Einsatz ohne die üblichen Thinkpad-Features wie Schwellwerte beim Laden des Akkus, Lüftersteuerung, ebenso fehlte der Dockingport und die Barebones begannen damals bei ca. 700 US-Dollar bzw. 600 Euro.

48:29

Vereinzelt findet man diese Mainboards auch jetzt noch online, sind nicht wirklich billiger geworden.

48:33

Und ich glaube, da gibt es einfach mittlerweile interessantere Bilds, die man sich angucken kann.

48:38

Aber wenn ihr unbedingt mal ein T61 aufbrezeln wollt, dann ist das T70 vermutlich genau das, was ihr euch anschauen wollt.

48:46

Sehr spannend finde ich auch das ThinkPad X62 und X63.

48:50

Das ist damals 2016 und 2017 herum erschienen.

48:53

Das ist, wie man es vielleicht schon vermutet, eine Modernisierung des ThinkPad X61.

48:59

Hier wurden auch wieder neuere CPUs verbaut, genauer gesagt der 5. Intel-Generation Broadwell.

49:04

Das sind alle so CPUs, die es damals im T550 und X1 Carbon Gen 3 gab.

49:10

Zum Beispiel den Core i5-5200U Dual-Core mit Hyperthreading, der zwischen 2,2 und 2,7 GHz taktet und 3 MB Cache hat.

49:20

Oder viel interessanter, der Core i7-5600U, auch ein Dual-Core mit Hyperthreading, taktet ein bisschen höher mit 2,6 bis 3,2 GHz, hat aber 4 MB Cache und das ist für so ein kleines Gerät durchaus interessant.

49:35

Ein wenig enttäuschend ist allerdings hingegen das Display, denn bei dem Mod wurde der TN-Bildschirm durch ein IPS-Pen ersetzt.

49:42

Da gab es ein 4 zu 3 Display mit einer Auflösung von 1400 mal 1050 Pixeln, hat allerdings nur 170 nits und hat auch keine Webcam.

49:52

Ich glaube, das liegt so ein bisschen daran, dass 4 zu 3 Displays damals schon recht selten waren und das ist auch heutzutage nicht besser geworden.

49:59

Das ist ja auch häufig ein Manko der X60er-Serie, dass die Displays leider relativ dunkel sind.

50:04

Auch jetzt hier das neue Display ist jetzt nicht wirklich heller.

50:07

Ich glaube, das Standard-Display hat irgendwas von 150 Nits, zumindest das, was die meisten X60-Geräte so hatten.

50:14

Und naja, da gab es halt leider wenig Optimierungspotenzial aufgrund fehender verfügbarer Alternativen.

50:21

Auch hier gab es an der linken Seite USB 3.0 und rechts weiterhin USB 2.0.

50:26

Verbaut werden konnte eine mSATA SSD und bis zu 32 GB DDR3 RAM.

50:31

Das ist ein großes Upgrade gegenüber dem klassischen X60.

50:34

Der Modernisierung zum Opfer gefallen sind dann das 56K-Modem, Firewire und auch wieder der Docking-Port.

50:41

Statt VGA gab es hier Mini-HDMI und Display-Port und neben WLAN gab es auch Bluetooth 4.0.

50:47

Das X63 ist dann die dritte und vierte Charge, also X62 ist das etwas ältere Modell und die Barebones kosteten damals so irgendwas zwischen 750 und 980 US-Dollar

51:01

beziehungsweise umgerechnet die letzte Generation bei 1099 US-Dollar

51:05

beziehungsweise 940 Euro.

51:08

Also auch nicht ganz günstig, aber das war so beliebt,

51:11

dass auch die KollegInnen von Notebook Check

51:13

ein solches Gerät mal in die Hände bekommen haben

51:16

und haben das dann auch mal verprobt.

51:18

Und den Testbericht habe ich euch natürlich auch mal in den Shownotes verlinkt.

51:21

Und die merken hier eben an, das ist wirklich ein sehr schöner Mod

51:25

dieses ehrwürdigen Geräts, aber das schlechte Display,

51:28

Das trübt dann natürlich schon die Erfahrung etwas und auch das Wärmeverhalten, das ist natürlich nicht so gut wie von einem von Lenovo hergestellten Gerät.

51:38

Ich weiß nicht, wie das heute aussehen würde, aber im Rahmen der Möglichkeiten durchaus interessant.

51:44

Ein weiteres sehr spannendes Custom-Laptop war das X210 bzw. X2100.

51:50

Das steht für ein neues Mainboard für ein X200 oder X201 und das wurde in insgesamt vier Iterationen entwickelt.

51:57

Die erste bis zur dritten Iteration hatte eine Intel Quad-Core-Ulv-CPU der achten Generation

52:02

und bei der vierten Iteration ist man jetzt auf die zehnte Intel-Generation, also Comet-Lay, gesprungen,

52:08

daher auch die weitere 0 im Namen und deswegen heißt es X2100.

52:12

Und zuletzt hatte man die Wahl zwischen zwei i7-CPUs, da gab es einmal den Core i7-10710U,

52:20

das ist ein Hexacore-Prozessor mit Hyper-Threading, also insgesamt 12 Threads,

52:25

taktet zwischen 1,1 und 4,7 GHz und hat dekadente 12 MB Cache.

52:30

Die zweite Option war ein i7-10510U, eine Quad-Core-CPU mit Hyperthreading,

52:35

die zwischen 1,8 und 4,9 GHz taktet und immerhin 8 MB Cache hat.

52:40

Beide CPUs konnten bis zu 64 GB DDR4-RAM adressieren, das ist sehr beachtlich für so ein kleines Gerät.

52:47

Statt dem Mini-Display-Port gibt es hier USB-C und zur Wahl steht auch Wi-Fi 5 oder Wi-Fi 6.

52:54

Neben der NVMe SSD gibt es auch noch eine mSATA SSD, die man verbaut werden kann.

52:57

Und ganz interessant, man kann den X201-Akku auch weiter benutzen.

53:02

Auch bei den Displays kann man wählen.

53:04

Die eine Option ist ein 12,2 Zoll 16 zu 10 Full-HD-Panel mit Webcam in Matt.

53:10

Oder wenn ihr sagt, so eine Webcam braucht ihr nicht unbedingt, dann gibt es auch ein 13 Zoll 3K-Display in Glänzend.

53:17

Die Bearbons liegen aktuell hier zwischen 1099 US-Dollar und umgerechnet 950 Euro und 1399 US-Dollar bzw. 1200 Euro.

53:29

Und das ist schon eine Stange Geld, aber wenn ich mal so gucke, mit der CPU, dann sind jetzt andere Notebooks auch nicht signifikant günstiger.

53:38

Und wenn man wirklich eine Vorliebe für so ein X200, X201 hegt, dann wäre das ja schon cool, ein modernes X200 oder X201 zu haben.

53:47

Die nächste spannende Webseite im Custom Laptop Game ist XY Tech.

53:51

Und das ist das Projekt von Yao, ein in Singapur lebender ThinkPad-Modder und Elektrotechnik-Student.

53:56

Der fing 2018 mit den Mods von IBM Model F und M-Keyboards an.

54:01

Und 2019 hat er sich dann mit Thinkpads beschäftigt.

54:04

Und sein erstes Projekt war auch gleich ein sehr spannendes, denn das war das X330.

54:10

Das ist ein X230 mit modifizierten Mainboard und BIOS, weil vor allem hinsichtlich der CPU hier ein bisschen was angepasst werden musste.

54:18

Man konnte hier verschiedene i5 oder i7 Modelle wählen, je nachdem ob man mehr Leistung oder mehr Effizienz haben wollte.

54:25

Und das Top-Modell ist eben besagter i7-3612QE.

54:30

Das konnte dann hier eben ausgetauscht werden, also er hat anscheinend das richtige Werkzeug, um so eine SMD-CPU auszutauschen.

54:37

hat dann aber auch optional noch weitere Mods angeboten,

54:40

zum Beispiel bessere Lautsprecher, ein USB-C-Port zum Aufladen,

54:44

eine externe WLAN-Antenne, ein neueres WLAN- oder Bluetooth-Modul,

54:49

die sehr beliebte X220-Tastatur, all das konnte man dazu wählen

54:53

und hatte dabei auch noch die Wahl zwischen einem Full-HD- oder einem 2K-Display.

54:59

Also wenn man sein X230 etwas aufpolieren wollte, dann war man bei ihm genau richtig.

55:04

Und das nächste Projekt war jetzt auch nicht weniger interessant, denn das ist das ThinkPad T700.

55:09

Das habe ich auch mit großem Interesse damals verfolgt.

55:12

Das ist ein Projekt, das 2021 begann und die fertigen Geräte sind seit 2022 verfügbar.

55:19

Das Ganze ist ein neues Mainboard für das T60 und T61.

55:23

Und da muss man so ein bisschen gucken, welches Gerät man da vielleicht noch hat, das man hier aufwerten möchte.

55:27

Wenn ihr ein 15 Zoll 4 zu 3 Gerät habt, dann kann man das ohne Anpassung einfach direkt verwenden.

55:33

Wenn ihr jetzt aber ein 14.1 4 zu 3 Gerät habt oder eins der widescreen Geräte, dann muss am Gehäuse auf jeden Fall etwas angepasst werden, damit das Mainboard und die Komponenten hier alle reinpassen.

55:44

Und die CPU, für die ihr sich hier entschieden habt, ist auch gleich eine, die sich sehen lassen kann, denn das ist ein Intel Core i7-1165G7, also 11. Generation Tiger Lake.

55:55

Es ist ein Quad-Core mit Hyperthreading, der mit bis zu 4,7 GHz Taktfrequenz unterwegs ist und der Cache ist mit 12 MB auch recht groß.

56:04

Hinsichtlich des RAMs werden bis zu 64 GB DDR4 RAM unterstützt und Thunderbolt 4 und Coreboot Support ist in Arbeit.

56:12

Das Problem dabei ist, und das hat er auch auf der Webseite mal etwas erläutert, dass die Entwicklung mehr als umgerechnet ca. 10.000 Euro kostet.

56:20

Das ist auch eingepreist bei den Mainboards, aber naja, das müssen halt auch genügend Leute diese Mainboards kaufen, damit es sich lohnt, dafür den Support auch zu implementieren.

56:30

Das kann er wohl nicht alleine machen, da braucht er Spezialisten und die haben natürlich auch ihren Preis.

56:35

Man kann die Stock-Displays weiterhin verwenden oder alternativ, wenn man möchte, über EDP anbinden, einmal ein Dell XPS 15 Display, das 15,64K OLED-Display.

56:47

Oder, wer das zufällig zur Hand hat, ein Asus ZenBook 14X.

56:51

Da gibt es ein 14,1 Zoll Display mit 2,8K Auflösung, auch OLED.

56:56

Das lässt sich entsprechend auch einbauen.

56:58

Beide sehr interessante Displays, wie ich finde.

57:01

Und der Bearbone kostet derzeit ca. 1.500 US-Dollar bzw. umgerechnet 1.280 Euro.

57:08

Recht interessant, finde ich wirklich toll.

57:11

Das T61 ist auch eines meiner Lieblingsgeräte.

57:13

schön, dass es da ein moderneres Mainboard

57:16

gibt, das dem Gerät neues

57:18

Leben einhaucht. Und die

57:19

letzte Schmiede in dem Kontext,

57:22

die ich entdeckt habe, ist ein Projekt

57:23

mit dem Namen TP-Art. Das steht

57:25

hier offensichtlich für ThinkPad Art und das

57:27

ist das Projekt von Frank Deng

57:29

aus China. Er bezeichnet sich

57:31

selbst als ThinkPad-Fan und war auch

57:34

früher ein begeistertes 51NB-Mitglied

57:37

und der Slogan seiner Webseite

57:39

lautet ThinkPad is a Work of Art

57:41

und dem würde ich auf jeden Fall

57:42

zustimmen wollen. Das Ganze ist eine recht

57:45

neue Webseite mit einem hinterlegten

57:46

Online-Shop und da verkauft Frank auch

57:49

einige ältere Mods, die es dann noch in

57:51

kleineren Stückzahlen gibt. Zum Beispiel

57:53

gibt es hier ein aktualisiertes

57:55

X61-Mainboard mit

57:57

Intel Extreme CPUs.

57:59

Also wirklich ein Bestands-Mainboard

58:01

mit neuer CPU drauf und ansonsten

58:03

nichts geändert. Das klingt

58:05

sehr spannend, ist auch gar nicht so teuer.

58:06

Da bin ich fast geneigt, vielleicht mal eins

58:08

mir zuzulegen. Außerdem verkauft

58:11

der Bauteile für T25 Frankenpads bildt das X2100 Thinkpads, das T50, das T700 und auch das X63. Also

58:22

all das, was das Modderherz begehrt, gibt es zumindest in geringerer Stückzahl in seinem Online-Shop.

58:28

Und das wirklich Spannende auf seiner Webseite ist ein neues Projekt mit dem Namen X210 AI. Das ist

58:35

ein ThinkPad X201 mit einer

58:37

Intel Ultra 7165H CPU.

58:41

Also recht aktuell, wie ich finde.

58:43

Das ist die Ultra Series 1

58:45

oder auch Meteor Lake.

58:47

Ich glaube, aktuell ist die Series 2.

58:49

Die CPU bringt es in Summe

58:51

auf 16 Threads. Also da gibt es auch

58:53

Performance und Effizienz-Cores. Die takten

58:55

dann mit bis zu 5 GHz und der Cache

58:57

ist eher witziger 24 MB

58:59

groß. Und das ist natürlich um

59:01

vielfaches stärker als so ein

59:03

X201 damals hatte.

59:05

Verbaut werden können zwei NVMe-SSDs und es gibt auch noch die Option eine SATA-SSD oder einen zweiten Lüfter zu verbauen, je nachdem was einem wichtiger ist.

59:14

Und auch der RAM kann sich sehen lassen, denn hier werden bis zu 96 GB DDR5 RAM unterstützt.

59:20

Und das ist ganz schön viel für so ein kleines Gerät.

59:24

Bei der Konnektivität gibt es zweimal USB-C, einmal davon Thunderbolt 4, es gibt Intel Wifi 6e und optional auch W-Warn, wer das möchte.

59:33

Der Core-Boot-Support ist geplant, kann derzeit aber nicht garantiert werden aus denselben Gründen.

59:38

Beim Display hat man die Wahl zwischen 3 und 13 Zoll Optionen.

59:42

Da gibt es auch preislich keinen Unterschied.

59:44

Der Bearbone kostet immer das gleiche, nämlich 1.699 US-Dollar bzw. 1.450 Euro.

59:51

Es gibt einmal ein Glossy-Display mit einer Auflösung von 3.000 x 2.000 Pixeln.

59:56

Es gibt ein mattes Full-HD-Panel und ein weiteres mattes Panel mit einer Auflösung von 2560x1600 Pixel.

1:00:05

Und da muss ich sagen, das ist durchaus attraktiv.

1:00:08

Weil wenn man mal guckt, ein anderes Notebook mit dieser CPU, das ist halt auch nicht wirklich billiger.

1:00:13

Also zumindest nicht signifikant billiger.

1:00:15

Klar, man muss den RAM noch kaufen, SSD auch noch kaufen.

1:00:18

Aber ich denke, da kriegt man für unter 2000 Euro ein sehr leistungsfähiges Gerät in einem sehr schönen zeitlosen Chassis.

1:00:25

Wenn ich jetzt ein Notebook bräuchte, dann würde ich da ernsthaft drüber nachdenken.

1:00:30

Aber vielleicht hat ja jemand von euch Interesse dran oder ihr besitzt vielleicht ein solches Gerät.

1:00:34

Das würde mich natürlich mal interessieren, wie eure Eindrücke dazu sind.

1:00:39

Wenn ich was in der heutigen Episode gelernt habe, dann, dass alten Geräten durchaus noch ein neues Leben eingehaucht werden kann.

1:00:45

Insbesondere die neuen Mainboards finde ich enorm beeindruckend.

1:00:48

Also einfach mal eben ein neues Mainboard designen mit einer modernen CPU, modernen RAM und auch mit Features wie USB-C und Thunderbolt. Das erscheint mir alles sehr aufwendig. Das erfordert wirklich sehr viel Detail, Liebe für die Geräte, damit man das tut und finde es sehr spannend, dass Leute das machen und dass es vor allem auch angeboten wird.

1:01:07

Mich, liebe Zuhörende, würde natürlich auch interessieren, was ist denn euer liebster Mod? Was hat euch am besten gefallen? Ich muss zugeben, das X210 AI und das T700, das stehen bei mir echt ganz oben auf der Liste. Da wäre ich echt fast schon geneigt, mal zuzuschlagen. Aber auch das X61 mit einer deutlich stärkeren CPU ist sehr verlockend und gar nicht mal so teuer. Also das sind unter 200 US-Dollar, was sowas kostet.

1:01:30

Shipping ist auch kostenlos mit dabei.

1:01:32

Gut, Zoll muss man noch drauf rechnen.

1:01:34

Dann bräuchte man auch noch mal ein klassisches X61.

1:01:37

Aber das ist so ein Bild unter 400 Euro für ein X61,

1:01:42

was ich wirklich als eins der schönsten Thinkpads aller Zeiten bezeichnen würde.

1:01:46

Ich glaube, das packe ich mal ganz unverbindlich auf meine Wishlist.

1:01:50

Vielleicht tut sich da ja irgendwas dran.

1:01:52

Und vielleicht gibt es ja auch ein altes Thinkpad,

1:01:54

dem ihr gerne neues Leben einhauchen würdet.

1:01:57

Also wenn ich da mal so drüber nachdenke,

1:01:58

Ich glaube, bei der W700er-Serie, da ist noch viel Potenzial.

1:02:02

Wir haben ja über den Latte-Panda-Bild gesprochen.

1:02:05

Aber aufgrund der Ausmaße des Gehäuses

1:02:08

müsste da doch eigentlich ein Custom-Mainboard

1:02:10

mit einem Ryzen AI 9 drin sein.

1:02:13

128 GB RAM und 4 SSDs.

1:02:15

Das hat ja früher auch schon funktioniert.

1:02:18

Das müsste jetzt also weiterhin auf dem Form-Faktor machbar sein.

1:02:21

Wir haben ja bedeutend kleinere und filigranere Bauteile

1:02:24

vor allen Dingen bekommen die letzten Jahre.

1:02:27

Und auch bei der X-Tablet-Serie, da würde ich sehr gerne nochmal so ein Custom-Bild sehen.

1:02:32

Ich glaube, das ist sehr nischig und wäre aber durchaus eine gute Alternative zu Convertible-Tablets.

1:02:38

Aber ich glaube, das scheitert so ein bisschen daran, zumindest bei der 40er und 60er-Serie,

1:02:43

dass es keine modernen 4-3-D-Space gibt, die hell genug wären, die qualitativ genug wären und die stromeffizient genug wären.

1:02:50

Also wenn, wäre das vermutlich eher so ein X-220 oder X-230-Tablet.

1:02:55

Aber ich glaube, so diese klassischen Touchscreens, die sind schon selten geworden.

1:03:00

Aber naja, vielleicht gibt es da ja auch irgendwann mal ein Bild.

1:03:03

Guckt auch gerne nochmal in den Shownotes vorbei, da gibt es wirklich zahlreiche Testberichte und auch Quellen zum Nachlesen.

1:03:09

Ich hatte sehr viel Spaß bei der Vorbereitung dieser Folge.

1:03:12

Meine Wishlist ist jetzt viel länger geworden, vielen Dank dafür.

1:03:15

Aber ich glaube, darum geht es ja schlussendlich in dem Hobby.

1:03:18

Für heute soll es das aber mal gewesen sein, liebe Zuhörer.

1:03:20

Feedback ist mir weiterhin wichtig.

1:03:22

Wenn ihr konstruktive Kritik oder Feedback habt,

1:03:24

dann richtet die gerne beispielsweise per E-Mail an

1:03:26

podcast.thinkpad-museum.de.

1:03:29

Ich freue mich jederzeit über Bewertungen

1:03:31

mit den Podcatcher eurer Wahl.

1:03:32

Folgt gerne mal bei Mastodon rein.

1:03:34

Da findet ihr das Ganze bei thinkpad-museum.

1:03:37

at podcast.social.

1:03:39

Wir haben eine Matrix-Community.

1:03:40

Da könnt ihr auch mal vorbeigucken.

1:03:42

Und ja, vielleicht sehen wir uns ja auch auf der FrostCon

1:03:44

im August in Bonn.

1:03:45

Würde mich sehr freuen.

1:03:47

Und damit würde ich sagen,

1:03:48

Habt viel Spaß an euren Gerätschaften bis zur nächsten Folge.

1:03:51

Es gibt jetzt eine kleine Sommerpause.

1:03:53

Bei mir steht ein kleiner Urlaub an und dann steht ja auch die Frostcon an.

1:03:57

Aber danach hören wir uns hier in alter Frische wieder.

1:04:00

In dem Sinne, viel Spaß am Gerät und bis dahin.

1:04:31

Musik