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00:00:00,000 --> 00:00:27,720
 Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Episode des Thinkpad Museum Podcasts,

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00:00:27,720 --> 00:00:34,080
 aufgenommen am 10. Februar 2024. Ja und jetzt hat die zweite Episode gleich mal etwas länger

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00:00:34,080 --> 00:00:38,960
 auf sich warten lassen, was vor allen Dingen daran liegt, dass ich zwischendrin leider krank war,

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00:00:38,960 --> 00:00:43,760
 aber dafür habe ich euch einige Themen heute mehr mitgebracht und hoffe, dass wir das so ganz gut

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00:00:43,760 --> 00:00:50,160
 ausgeglichen bekommen. Aber beginnen wir erstmal mit dem Feedback und den Ankündigungen. Positives

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00:00:50,160 --> 00:00:55,400
 Feedback gab's zuhause nämlich von Konrad, von Christoph, von Dani, von Teleprost Frank und dem

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00:00:55,400 --> 00:01:00,720
 Klick-klack-Hack-Philip. In der 51. Episode des Weidungsfenster Podcasts gab's auch ein nettes

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00:01:00,720 --> 00:01:05,760
 Feature. Da auch nochmal vielen Dank an Patrik und Claudia. Das Ganze bedeutet mir natürlich sehr

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00:01:05,760 --> 00:01:10,040
 viel, also das ganze positive Feedback, denn ich kann euch sagen, liebe Zuhörer, die Erfahrung

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00:01:10,040 --> 00:01:13,760
 ist eine ganz neue, die ich gerade mache. Ich darf ja bereits einen anderen Podcast moderieren,

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00:01:13,760 --> 00:01:19,560
 da allerdings mit Co-Moderatoren und regelmäßigen Gästinnen und jetzt hier alleine im stillen

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00:01:19,560 --> 00:01:23,920
 Kämmerlein zu sitzen, auf einen Bildschirm zu schauen und in Mikrofon zu sprechen, ist dann

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00:01:23,920 --> 00:01:28,360
 schon ein bisschen merkwürdig, so ganz ohne synchrones Feedback. Von daher vielen lieben

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00:01:28,360 --> 00:01:33,960
 Dank für die vielen netten Worte. Im Museum gibt's auch einiges an Neuigkeiten, wie ich gerade mit

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00:01:33,960 --> 00:01:38,240
 Schrecken festgestellt habe. Also in den letzten vier Wochen haben sich da wieder neue Gerätschaften

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00:01:38,240 --> 00:01:44,680
 eingefunden. Ich beginne mal mit einer Erweiterung, die ich gefunden habe, auf kleinen Anzeigen,

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00:01:44,680 --> 00:01:51,040
 nämlich ein Thinkpad LS120 Ultra Bay Floppy oder auch die sogenannte Superdisk. Das ist

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00:01:51,040 --> 00:01:55,860
 eine Technologie der Firma Emation und habe ich wirklich ganz zufällig auf kleinen Anzeigen

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00:01:55,860 --> 00:02:02,480
 gefunden. Das sieht aus wie ein Floppy-Laufwerk, kann auch mit den ganz normalen 1,44 MB Disketten

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00:02:02,480 --> 00:02:11,000
 umgehen, kann aber auch LS120 Floppys ansprechen, die bis zu 120 MB Speicherkapazität bieten. Das

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00:02:11,000 --> 00:02:15,520
 ist ein Standard, der hat sich nie so richtig durchgesetzt in der Masse. Da gibt es viele

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00:02:15,520 --> 00:02:18,760
 verschiedene Gründe für, das können wir bestimmt in einer der nächsten Episoden mal näher

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00:02:18,760 --> 00:02:23,640
 thematisieren, aber das hat anscheinend irgendjemand in seinem Keller gefunden und ich habe es entdeckt

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00:02:23,640 --> 00:02:28,120
 und nun, was soll ich sagen, ich musste nicht lange überlegen. Jetzt ist das Floppy hier,

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00:02:28,120 --> 00:02:33,440
 auf Medien warte ich noch, die müssten auch die nächsten Tage eintrudeln. Es sieht aus wie ein

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00:02:33,440 --> 00:02:39,320
 Floppy-Laufwerk, aber ein großer Unterschied ist, dass das Laufwerk einen Soft-Eject-Mode hat. So

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00:02:39,320 --> 00:02:44,280
 wie dieser Camcorder der 90er Jahre, das kennt ihr vielleicht, da drückt man auf den Eject-Knopf und

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00:02:44,280 --> 00:02:50,200
 dann wird nicht physisch die Diskette ausgeworfen oder die Kassette, sondern es wird ein Motor

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00:02:50,200 --> 00:02:55,680
 angesteuert, der dieses Medium dann auswirft. Ich finde, das ist was sehr Schönes, Beruhigendes dem

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00:02:55,680 --> 00:03:00,600
 zuzuschauen. Das habe ich auch mal in den Shownotes verlinkt und auch auf der Webseite, da gibt es

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00:03:00,600 --> 00:03:05,400
 Fotos und ein kurzes Video. Ich werde auf jeden Fall noch mal berichten, wenn die 120 MB Floppys

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00:03:05,400 --> 00:03:11,560
 da sind. Die normalen funktionieren auf jeden Fall wie gehabt. Der nächste Neuzugang ist ein

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00:03:11,560 --> 00:03:17,960
 Thinkpad SL500. Das ist das erste 15 Zoll-Gerät der SL-Serie, die gar nicht so sehr bekannt ist.

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00:03:17,960 --> 00:03:22,760
 Das war auch eher Consumer Hardware, das heißt die SL-Geräte, die hatten vor allen Dingen mehr

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00:03:22,760 --> 00:03:28,520
 Gemeinsamkeiten mit der späteren IdeaPad-Serie. Die wurden auch nur sehr kurz produziert, einfach

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00:03:28,520 --> 00:03:33,880
 weil die Nachfrage nicht so groß war und Lenovo einfach ausprobieren wollte, wie es denn ist,

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00:03:33,880 --> 00:03:39,400
 sich auch im etwas günstigeren Segment zu positionieren. Das Gerät hat einen Intel Core

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00:03:39,400 --> 00:03:47,640
 2 Duo T5670, das ist eine 64-Bit-CPU mit 1,8 GHz, es hat 4 GB DDR2-Ram und, und das ist so ein bisschen

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00:03:47,640 --> 00:03:55,800
 der Bummer der SL-Serie, ein Glossy Display mit 1280x800 Pixel Auflösung sowie eine 128 MB

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00:03:55,800 --> 00:04:03,240
 RT-Grafikkarte. Ich habe hier schon ein SL300 in meiner Sammlung und Liebäugler auch mit dem SL400,

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00:04:03,240 --> 00:04:09,040
 deswegen kam das SL500 genau zur richtigen Zeit. Ansonsten habe ich jetzt auch noch einen

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00:04:09,040 --> 00:04:14,000
 ThinkPad 600e in meiner Sammlung und da habe ich wirklich sehr lange nachgesucht. Auch das war jetzt

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00:04:14,000 --> 00:04:20,720
 ein Zufallsfund auf Kleinanzeigen, habe da einige Suchaufträge und abends kamen da direkt mal 10-15

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00:04:20,720 --> 00:04:25,920
 Geräte rein zu einem recht attraktiven Preis und da habe ich gleich zugeschlagen. Das 600e wurde

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00:04:25,920 --> 00:04:33,480
 von November 1998 bis Januar 2001 produziert, also schlappe 28 Jahre alt und das Gerät hat

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00:04:33,480 --> 00:04:41,160
 einen Intel Pentium II Prozessor mit 366 MHz, 400 war das Maximum und es gab sogar später optional

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00:04:41,160 --> 00:04:48,440
 bis zum Pentium III mit 850 MHz stärkere Prozessoren. Besonders dabei ist, dass das kein aufgelöteter

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00:04:48,440 --> 00:04:54,880
 Prozessor ist oder ein ein Standard-Notebook-Sockel, sondern das ist ein sogenannter MM2-Sockel. Da

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00:04:54,880 --> 00:04:59,260
 geht es jetzt nicht um den Vorgänger der SD-Speicherkarte, sondern MMC, das ist der

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00:04:59,260 --> 00:05:04,920
 Mobile Module Connector, das ist ein Sockel mit 400 Pins. Der wurde gar nicht so lange hergestellt,

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00:05:04,920 --> 00:05:10,120
 das gab es vor allen Dingen für den Pentium II, Pentium III und auch den Intel Celeron und das

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00:05:10,120 --> 00:05:14,960
 ist im Prinzip eine kleine Mini-Platine, die man sich auf das Mainboard draufsteckt, also deutlich

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00:05:14,960 --> 00:05:21,160
 größer als so eine Standalone-CPU und auf dieser Platine ist neben der CPU auch der Spannungsregler

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00:05:21,160 --> 00:05:27,520
 für die Stromversorgung des Prozessors, es ist auch noch ein AGP PCI-Bus für 3D-Grafik verbaut

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00:05:27,520 --> 00:05:33,980
 und es ist auch die Northbridge mit drauf. Für diejenigen unter uns, die noch nicht so lange in der

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00:05:33,980 --> 00:05:39,260
 Thematik unterwegs sind, die Northbridge, das hat man früher auch als den Chip im Norden des

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00:05:39,260 --> 00:05:45,020
 Mainboards in CPU-Nähe bezeichnet und der war dafür da, dass er eben die CPU bei niedriger

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00:05:45,020 --> 00:05:50,700
 Latenz mit dem Arbeitsspeicher und den Grafikkarten oder der Grafikkarte verbunden hat, also einen

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00:05:50,700 --> 00:05:55,540
 besonders schnellen Austausch der Komponenten wollte man hier erzielen. Weiter unten auf dem

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00:05:55,540 --> 00:06:00,740
 Mainboard gab es dann auch noch die sogenannte Southbridge, die dann eben die Northbridge mit

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00:06:00,740 --> 00:06:08,560
 anderen Bussystemen verband, also so Dinge wie PCI, IDE, SATA und dieses Zusammenspiel von North

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00:06:08,560 --> 00:06:13,020
 und Southbridge, das hat man dann vor allen Dingen auch Chipsatz genannt, wobei jetzt heutzutage die

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00:06:13,020 --> 00:06:17,580
 Northbridge eigentlich größtenteils irrelevant ist, denn das ist alles in die CPUs mitgewandert

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00:06:17,580 --> 00:06:23,460
 und früher war das halt nicht ganz so und das MMC-Design hat eben dann einfach modulare CPUs

65
00:06:23,460 --> 00:06:31,580
 mit Northbridge kombiniert. Recht interessant wie ich finde. Beim 600E sind 32 Megabyte Arbeitsspeicher

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00:06:31,580 --> 00:06:35,980
 verlötet, das ist also kein neuer Trend, das geht oftmals in Vergessenheit, dass IBM früher ja auch

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00:06:35,980 --> 00:06:41,420
 schon RAM verlötet hat und jetzt das eben seit einigen Jahren wieder tut. Das Ganze hat jetzt

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00:06:41,420 --> 00:06:45,900
 auch noch eine NeoMagic GPU ohne 3D-Besteuerung, das heißt es ist wirklich nur für reines DOS-Gaming

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00:06:45,900 --> 00:06:53,060
 geeignet das Gerät. Es hat ein 13,3 Zoll Display mit einer Auflösung von 1024x768 Pixel, der Akku

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00:06:53,060 --> 00:06:58,700
 ist natürlich tot und leider ist auch die Gummierung extrem klebrig und riecht auch sehr

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00:06:58,700 --> 00:07:03,940
 muffig. Und an der Rückseite des Notebooks, da gibt es einige Gummiabdeckungen, die die Ports

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00:07:03,940 --> 00:07:09,260
 eben abdecken, die sind leider ausgehärtet und dadurch auch abgebrochen. Also da werde ich

73
00:07:09,260 --> 00:07:14,500
 definitiv einiges an Restaurationsarbeiten investieren müssen, befürchte ich. Also gerade

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00:07:14,500 --> 00:07:18,580
 die Gummierung, ich glaube die werde ich ganz entfernen müssen und neu auftragen müssen,

75
00:07:18,580 --> 00:07:23,540
 da gibt es Mittelunweger, aber es ist halt auch ein Gerät, das fast 30 Jahre alt ist,

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00:07:23,540 --> 00:07:29,580
 da bleibt das leider nicht aus. Davon mal ganz abgesehen ist das Gerät wirklich extrem robust

77
00:07:29,580 --> 00:07:35,260
 und auch die Tastatur hat nach weit über 20 Jahren immer noch einen sehr satten Tastenanschlag und

78
00:07:35,260 --> 00:07:40,420
 ich kann jetzt den Hype um die alte Serie wirklich nachempfinden. Also in Interstitials-Innenkreisen

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00:07:40,420 --> 00:07:45,980
 sagt man ja auch immer, dass die 600er Serie eine ganz ikonische tolle Serie ist und dem kann ich

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00:07:45,980 --> 00:07:51,340
 jetzt zustimmen. Wenn wir uns das Gehäuse anschauen, dann hat das nämlich viel Gemeinsamkeiten mit dem

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00:07:51,340 --> 00:07:56,580
 Nachfolgemodell des T20, das ich auch besitze und das ist schön zu sehen, woher die eigentlichen

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00:07:56,580 --> 00:08:03,380
 Design-Elemente kommen. Das 600e hat in meinem Fall eine 12 GB IDE Festplatte und was vielleicht noch

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00:08:03,380 --> 00:08:08,500
 ganz interessant ist, das CD-ROM-Laufwerk, das ist nicht an der rechten Seite angebracht, sondern das

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00:08:08,500 --> 00:08:12,740
 ist im Prinzip, wenn wir vorne aufs Notebook schauen, rechts angebracht und öffnet sich nach

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00:08:12,740 --> 00:08:18,220
 vorne und mir ist kein anderes Modell bekannt, bei dem das der Fall ist. Also auch das designtechnisch

86
00:08:18,220 --> 00:08:23,780
 etwas ganz besonderes. Auf der Festplatte gab es eine kaputte Windows XP Installation. Ich glaube,

87
00:08:23,780 --> 00:08:30,060
 ich werde da IBM OS 2 Warp installieren. Ich werde aber auf jeden Fall berichten. Dann gab es noch

88
00:08:30,060 --> 00:08:33,940
 ein weiteres Gerät in der Sammlung. Ihr seht also, ich war seit Weihnachten sehr fleißig. Das ist

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00:08:33,940 --> 00:08:39,140
 ein Thinkpad Z61M, die Z-Serie. Die stand vor allen Dingen für Multimetergeräte und wurde nur sehr

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00:08:39,140 --> 00:08:44,300
 kurz hergestellt. Das waren nämlich im Prinzip der Testkandidat von Lenovo für Widescreen-Geräte,

91
00:08:44,300 --> 00:08:50,740
 die es bis dahin noch nicht gab. Und die Z-Geräte waren eben die ersten Widescreen-Geräte. Das Z61

92
00:08:50,740 --> 00:08:56,020
 wurde von Mai 2006 bis September 2007 produziert, ist also so mit schlappe 18 Jahre alt und dürfte

93
00:08:56,020 --> 00:09:04,180
 bald wehen gehen. Und die Z-Serie, die feierte dann mit dem Z13 und dem Z16 ein Revival im - jetzt

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00:09:04,180 --> 00:09:09,500
 muss ich kurz überlegen - ich glaube Januar 2022 oder so, werde ich auf jeden Fall in den Shownotes

95
00:09:09,500 --> 00:09:14,740
 auch noch mal verlinken. Mein Gerät hat einen Core 2 Duo T2500. Das ist eine Rhino 32-Bit-CPU,

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00:09:14,740 --> 00:09:22,900
 1,5 GB DDR3 RAM - 3 sind maximal möglich - ein 15,4 Widescreen-Display mit einer fast schon

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00:09:22,900 --> 00:09:29,700
 dekadenten Auflösung von 1680x1050 Pixel, die üblichen Schnittstellen LAN, WLAN, Bluetooth,

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00:09:29,700 --> 00:09:34,820
 Modem und Firewire - glaube darauf muss ich nicht näher eingehen. Es hat Fingerprint und - und das

99
00:09:34,820 --> 00:09:40,180
 war mir sehr wichtig - die recht seltene Webcam. Also vermutlich ist das eins der ersten Thinkpads

100
00:09:40,180 --> 00:09:46,180
 mit eingebauter Webcam. Wie gut die ist, das werde ich noch rausfinden. Sie hat halt nur 0,3 Megapixel,

101
00:09:46,180 --> 00:09:50,620
 also ich glaube sonderlich viel darf ich da nicht erwarten. Aber auf jeden Fall ein Novum,

102
00:09:50,620 --> 00:09:56,780
 ein so frühes Gerät mit Webcam in den Händen zu halten. Das auffälligste ist aber glaube ich der

103
00:09:56,780 --> 00:10:03,020
 Titaniumdeckel und die abgerundeten Ecken an den Gehäusevorderseite und Rückseiten und auch die

104
00:10:03,020 --> 00:10:07,420
 schräge Gehäuseform an der Vorder- und Rückseite. Das werden wir auch näher in der Modellepisode

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00:10:07,420 --> 00:10:12,580
 besprechen. Beim Titaniumdeckel sei aber noch darauf hingewiesen, das war wirklich ein

106
00:10:12,580 --> 00:10:18,140
 Alleinstellungsmerkmal und wurde auch nur kurz produziert. Sieht recht edel aus und sorgt auch

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00:10:18,140 --> 00:10:25,260
 für schlappe 400 Gramm mehr Gewicht. Also da hat IBM bzw. Lenovo ordentliche Materialien verbaut,

108
00:10:25,260 --> 00:10:31,100
 die recht schwer sind. Vom lieben Christoph Grüße gehen raus gab es noch eine brandneue Tastatur als

109
00:10:31,100 --> 00:10:34,940
 Ersatzteil. Dann gab es noch eine Hardware-Spende von Gordon, auch hier gehen Grüße raus, ein

110
00:10:34,940 --> 00:10:40,020
 Thinkpad R150, das angeblich defekt ist, aber bei mir wunderbar funktioniert hat. Und dann habe ich

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00:10:40,020 --> 00:10:44,740
 noch auf Ebay was wildes gefunden, bei dem ich mich nicht beteiligt habe, aber das wollte ich

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00:10:44,740 --> 00:10:52,740
 euch zumindest in die Schornhuts packen und zwar ein Thinkpad 380e als Mainframe-Konsole. Klingt

113
00:10:52,740 --> 00:10:57,500
 total verrückt, ist es auch. Ich hole mal kurz ein bisschen aus, um zu erklären, warum das was

114
00:10:57,500 --> 00:11:03,860
 besonderes ist. In Rechenzentren ist es so, dass man dort oft sogenannte KVM-Switches und Konsolen

115
00:11:03,860 --> 00:11:11,420
 vorfindet, um die zahlreichen Server zu steuern. KVM steht hier für Keyboard, Video und Maus und

116
00:11:11,420 --> 00:11:17,300
 es wäre ja ziemlich sinnfrei an jedem Server eine Tastatur, eine Maus und einen Bildschirm

117
00:11:17,300 --> 00:11:21,660
 anzuschließen. Das würde sehr viel Platz in Anspruch nehmen und wäre auch sehr verschwenderisch

118
00:11:21,660 --> 00:11:27,980
 und dafür sind eben diese Switches und Konsolen da. Das heißt, man hat eine Konsole, so ein

119
00:11:27,980 --> 00:11:33,420
 ausklappbares Fach, wohin sich dann eben Maus und Tastatur sowie einen Bildschirm verbergen und über

120
00:11:33,420 --> 00:11:40,020
 einen KVM-Switch kann man dann pro Server mit einer Tastenkombination eben umschalten. Das heißt,

121
00:11:40,020 --> 00:11:43,860
 mit einer spezifischen Tastenkombination kann ich dann auf den ersten Server schalten, auf den

122
00:11:43,860 --> 00:11:49,420
 zweiten, auf den dritten und so weiter, so dass ich dann mit einer Konsole viele Server gleichzeitig

123
00:11:49,420 --> 00:11:55,780
 fernsteuern kann. So viel dazu. Dann haben wir ja aber noch die Mainframes von IBM, zum Beispiel die

124
00:11:55,780 --> 00:12:02,260
 S390 Mainframes. Da hat man keine solche Konsolen eingebaut, sondern man hat halt eben einfach

125
00:12:02,260 --> 00:12:07,100
 Thinkpads eingebaut. Warum, das werden wir sicherlich in der Zukunft noch mal näher erörtern,

126
00:12:07,100 --> 00:12:12,620
 ist mir auch bisher noch nicht ganz bekannt, aber ich finde eine sehr coole Geste, da einfach ein

127
00:12:12,620 --> 00:12:19,260
 Notebook aus der eigenen Produktion drin zu haben. Sehr interessante Entscheidung und bei dem S390

128
00:12:19,260 --> 00:12:25,980
 Mainframe waren das vor allen Dingen Modelle der Thinkpad 360, 380 oder 600er Serie und später auch

129
00:12:25,980 --> 00:12:32,340
 der T20er und T30er Serie. Was daran jetzt so besonders? Naja, diese Notebooks, die werden ja

130
00:12:32,340 --> 00:12:38,380
 eigentlich nur einmal benutzt, um diesen Mainframe initial einzurichten und auch zu starten und dann

131
00:12:38,380 --> 00:12:44,220
 läuft er ja eigentlich durch ganz viele Jahre, 15 oder noch länger, je nachdem wie das Gerät

132
00:12:44,220 --> 00:12:51,220
 verwendet wird und in der Zeit verweilt das Notebook eben einfach in diesem Schrank. Und

133
00:12:51,220 --> 00:12:54,660
 durch die Klimatisierung in diesem Mainframe Schrank sind die Geräte meistens auch in einem

134
00:12:54,660 --> 00:12:58,260
 Bestzustand, weil sie werden ja nicht groß transportiert in irgendwelchen Taschen, wo dann

135
00:12:58,260 --> 00:13:03,020
 die Gummierung beschädigt wird und ansonsten die Tastatur greift sich ja auch nicht ab, wenn das

136
00:13:03,020 --> 00:13:08,260
 Gerät so selten benutzt wird und daher sind diese Geräte sehr begehrte Sammlerstücke. Ich habe euch

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00:13:08,260 --> 00:13:12,940
 natürlich heute schon mal ein Video verlinkt, wo man sieht, wie so ein Mainframe mit so einem

138
00:13:12,940 --> 00:13:17,380
 Thinkpad gestartet wird und die Auktion, die ich euch auch verlinkt habe, die ist dann schlussendlich

139
00:13:17,380 --> 00:13:25,180
 bei knapp 490 Euro geendet. Zuzüglich noch Zoll und Versand. Ja, ein recht teures Sammlerobjekt,

140
00:13:25,180 --> 00:13:29,020
 wie ich finde, aber total spannend und die Bilder sind auch sehr beeindruckend. Das ist wirklich ein

141
00:13:29,020 --> 00:13:36,300
 380e im Bestzustand, ohne Kratzer und zum Beispiel der einen Ausschalter, der hat auch extra eine

142
00:13:36,300 --> 00:13:41,180
 Klemmbe drin, dass man das Notebook nicht ausschalten kann, weil so ein Notebook will man ja nicht in

143
00:13:41,180 --> 00:13:45,180
 Standby setzen, das in so einem Schrank ist, sondern das schalte ich ja spezifisch einmal an,

144
00:13:45,180 --> 00:13:50,740
 um dann den Server zu steuern. Sehr, sehr spannend. Ich glaube, das Repetool müssen wir noch mal in

145
00:13:50,740 --> 00:14:00,620
 einer der nächsten Episoden tiefer einsteigen. Kommen wir mal zu den News. Kürzlich hat die CES

146
00:14:00,620 --> 00:14:06,300
 2024 stattgefunden. Das ist die Consumer Electronics Show. Die fand wie immer in Las Vegas statt und ist

147
00:14:06,300 --> 00:14:10,700
 eine der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik. Lenovo war auch da,

148
00:14:10,700 --> 00:14:15,140
 die haben da vor allen Dingen Consumer und Pro-Sumer Hardware vorgestellt, aber eins,

149
00:14:15,140 --> 00:14:19,540
 zwei Dinge fand ich doch ganz interessant, deswegen erwähne ich sie kurz. Zum Beispiel waren die

150
00:14:19,540 --> 00:14:25,980
 Kolleg*innen von Notebook Check auch vor Ort und konnten sich das X1 Carbon Gen12 und das X1 2-in-1

151
00:14:25,980 --> 00:14:30,620
 ausprobieren. Da findet ihr den Artikel in den Show Notes. Sie haben angemerkt, dass das

152
00:14:30,620 --> 00:14:36,420
 Kühlungssystem nun etwas stärker sei, also die TDP, die thermische Verlustleistung, die hier

153
00:14:36,420 --> 00:14:42,460
 abgedeckt werden kann, die liegt jetzt bei 25 statt 21 Watt. Das hat Lenovo erreicht, indem sie zwei

154
00:14:42,460 --> 00:14:48,060
 größere Lüfter eingebaut haben und die auch mit einer Heatpipe verbunden haben. Nachteil dabei ist

155
00:14:48,060 --> 00:14:52,860
 allerdings, dass jetzt nur noch zwei statt vier Lautsprecher in dem Gerät verbaut sind. Also da

156
00:14:52,860 --> 00:14:59,620
 dürfte der Ton dann doch darunter leiden. Lenovo gibt aber an, dass die Geräte trotzdem weiterhin

157
00:14:59,620 --> 00:15:03,500
 Dolby Atmos zertifiziert sind. Wie wichtig diese Zertifizierung ist, das kann ich jetzt nicht

158
00:15:03,500 --> 00:15:09,340
 beurteilen, sei hier aber der Vollständigkeit halber mal erwähnt. Beim 2-in-1 Modell ist es

159
00:15:09,340 --> 00:15:13,420
 jetzt so, dass der Stift nicht mehr im Gehäuse verstaut werden kann. Das war vorher möglich.

160
00:15:13,420 --> 00:15:18,620
 Der hält jetzt aber magnetisch am Gehäuse und kann über den USB-C Port aufgeladen werden. Das war

161
00:15:18,620 --> 00:15:23,380
 notwendig, um eben einfach die größere Lüftung verbauen zu können. Da war dann kein Platz mehr

162
00:15:23,380 --> 00:15:29,420
 für den Stift. Ferner merken sie an, dass es auch Änderungen an den Eingabegeräten gab, also nach wie

163
00:15:29,420 --> 00:15:35,420
 vor 1,5 mm Travel. Das haben wir ja glaube ich schon berichtet. Aber es gibt jetzt neue ertastbare

164
00:15:35,420 --> 00:15:40,700
 Markierungen auf der Tastatur. Nämlich für die Tasten für lauter und leiser, für Fn,

165
00:15:40,700 --> 00:15:45,020
 für Enter und für einfügen. Das kennt ihr vielleicht von den F und J Tasten, wenn ihr

166
00:15:45,020 --> 00:15:49,740
 mal auf euer Notebook oder eure Tastatur vor euch schaut. Und das hat man eben gemacht,

167
00:15:49,740 --> 00:15:55,980
 um die Barrierefreiheit zu erhöhen. Ansonsten hat sich Lenovo auch entschieden, die Fn und

168
00:15:55,980 --> 00:16:00,700
 Steuerungstasten endlich auch hardwareseitig zu tauschen. Und das finde ich ist eine sehr tolle

169
00:16:00,700 --> 00:16:04,860
 Erneuerung, denn bisher ist es so, dass die Fn-Taste eben ganz links ist und Steuerung

170
00:16:04,860 --> 00:16:09,620
 nebendran. Und wenn man ohne auf die Tastatur zu schauen Tastenkombinationen drückt, naja,

171
00:16:09,620 --> 00:16:13,500
 dann drückt man halt leider immer die falsche Taste. Das kann man in BIOS umstellen und kann

172
00:16:13,500 --> 00:16:19,340
 man auch weiterhin. Aber ich finde, das ist eine sehr, sehr gute Veränderung. Laut einer Umfrage

173
00:16:19,340 --> 00:16:23,780
 haben sich das die meisten Anwender*innen gewünscht, inklusive mir. Und mir sind auch

174
00:16:23,780 --> 00:16:28,540
 offengesprochen keine anderen Hersteller bekannt, die so eine verrückte Anordnung bisher vorgenommen

175
00:16:28,540 --> 00:16:33,740
 haben. Generell ist das Thema aber glaube ich umstritten, entweder man hasst diese Anordnung

176
00:16:33,740 --> 00:16:37,060
 oder man liebt sie. Von daher, liebe Zuhörner, würde mich mal interessieren, was ist denn eure

177
00:16:37,060 --> 00:16:41,940
 Präferenz? Habt ihr lieber gern die Steuerungstaste ganz links oder seid ihr auch mit der Fn-Taste

178
00:16:41,940 --> 00:16:46,780
 fein? Lasst es mich gerne wissen, entweder per E-Mail oder auch über die üblichen Social-Media-Kanäle.

179
00:16:46,780 --> 00:16:53,660
 Diese Änderung der Tastenanordnung, die soll dann auch alle 2024er Thinkpads betreffen. Der

180
00:16:53,660 --> 00:16:59,300
 Fingerprint Reader wandert jetzt in die Tastatur neben die Pfeiltasten. Vermutlich werden dadurch

181
00:16:59,300 --> 00:17:03,380
 die Ersatzteile teurer, könnte ich mir vorstellen, weil so eine Tastatur dann halt eben ja auch den

182
00:17:03,380 --> 00:17:08,500
 Fingerprint Reader drin hat. Aber dadurch ist es auch einfacher zu wechseln, denn bisher war der

183
00:17:08,500 --> 00:17:13,740
 Fingerprint Reader ja teilweise eben an- oder ausschalter oder irgendwie am Gehäuse angebracht.

184
00:17:13,740 --> 00:17:19,580
 Das dürfte jetzt einfacher auszutauschen sein. Optional gibt es jetzt auch ein weiteres Touchpad

185
00:17:19,580 --> 00:17:26,740
 als Option ohne mechanischen Klick und ohne physische Tasten und da ist es aber so, dass

186
00:17:26,740 --> 00:17:31,460
 die Stärke des Feedbacks individuell einstellbar ist. Also wer schon mal an so einem Macbook oder

187
00:17:31,460 --> 00:17:36,580
 an so einem iPad gesessen hat, der kennt vielleicht diese Apple Taptic Engine, die dann halt eben ein

188
00:17:36,580 --> 00:17:41,260
 haptisches Feedback durch Vibrationen gibt. Das ist jetzt hier bei diesem neuen Touchpad ebenfalls

189
00:17:41,260 --> 00:17:45,140
 der Fall und ist aber optional. Also man kann nach wie vor das normale Touchpad bekommen mit

190
00:17:45,140 --> 00:17:50,180
 physischen Maustasten oder eben das neue. Da bin ich mal sehr gespannt, wie sich das anfühlt und

191
00:17:50,180 --> 00:17:55,940
 hoffe, dass ich so ein Gerät bald auch mal in den Händen halten kann. Es gibt auch noch ein paar

192
00:17:55,940 --> 00:18:02,220
 kleinere Details, zum Beispiel das Thinkpad Logo. Das ist jetzt ins Gehäuse eingraviert. Früher

193
00:18:02,220 --> 00:18:06,180
 war das so ein Sticker, der dann auch irgendwann abgefallen ist, wenn man besonders hart mit dem

194
00:18:06,180 --> 00:18:09,540
 Gerät umgegangen ist und jetzt ist es aber eingraviert und kann somit nicht mehr abfallen.

195
00:18:09,540 --> 00:18:13,820
 Die Geräte selbst sollen dann im April in Deutschland auf den Markt kommen. Wir werden

196
00:18:13,820 --> 00:18:20,580
 auf jeden Fall, glaube ich, noch mal berichten. Dann haben sie noch das Thinkbook 13x unter 16p

197
00:18:20,580 --> 00:18:24,860
 vorgestellt. Das sind jetzt ProSumer Geräte, deswegen gehen wir da gar nicht so sehr darauf ein.

198
00:18:24,860 --> 00:18:28,580
 Ich erwähne es nur deswegen, weil es da jetzt eine Erweiterungsschnittstelle gibt, die mir

199
00:18:28,580 --> 00:18:34,380
 persönlich aus Thinkpad Historia sehr bekannt vorkommt. Die Schnittstelle heißt jetzt Magic

200
00:18:34,380 --> 00:18:38,740
 Bay und ist im Prinzip eine Schnittstelle, die im Displaydeckel angebracht ist. Das ist ein

201
00:18:38,740 --> 00:18:44,100
 proprietärer Standard, also keine offene Spezifikation und Lenovo gibt an, dass es da dann

202
00:18:44,100 --> 00:18:50,180
 zum Beispiel optional hochauflösende 4K-Webcams geben soll. Mich persönlich erinnert das sehr

203
00:18:50,180 --> 00:18:55,780
 stark an den Ultraport alter Thinkpads, da habe ich euch auch mal den Artikel in den

204
00:18:55,780 --> 00:19:00,140
 Show Notes verlinkt. Der saß nämlich auch auf dem Display oben und das war auch ein

205
00:19:00,140 --> 00:19:07,220
 proprietärer Port, der aber im Endeffekt nur USB 1.1 auf ein anderes Pinlayout brachte und IBM hat

206
00:19:07,220 --> 00:19:13,620
 dann eben optional Webcams, Mikrofone, Bluetooth und Infrarotadapter und auch Kartenleser angeboten.

207
00:19:13,620 --> 00:19:19,220
 Wobei ich mir letzteres auf dem Bildschirmdeckel ziemlich unpraktisch vorstelle, man findet auch

208
00:19:19,220 --> 00:19:24,340
 keine Bilder dazu, aber sei hier trotzdem mal erwähnt. Das kam nicht sonderlich gut an, das

209
00:19:24,340 --> 00:19:30,060
 wurde nämlich nur von 2000 bis 2004 produziert und angeboten, weil die Nachfrage offensichtlich

210
00:19:30,060 --> 00:19:37,460
 sehr gering war. Wenn ihr aber mal ein A20, ein A30, ein T20 oder ein X20 in der Hand habt bzw.

211
00:19:37,460 --> 00:19:42,220
 Vertreter aus der Serie, dann fällt euch das vielleicht auch, wenn ihr mal oben auf den

212
00:19:42,220 --> 00:19:46,900
 Displaydeckel schaut, denn da findet ihr diesen Port, der sich meistens hinter einer kleinen

213
00:19:46,900 --> 00:19:55,380
 Gummierung oder einer Plastikschablone verbirgt. So viel zu den News, kommen wir mal zum eigentlichen

214
00:19:55,380 --> 00:20:03,160
 Thema dieser Episode. Heute sprechen wir über die ersten tragbaren Computer und da sollten wir

215
00:20:03,160 --> 00:20:08,260
 eingehends erst mal klären, was ist denn überhaupt ein tragbarer Computer. Eine Definition, die ich

216
00:20:08,260 --> 00:20:13,780
 gefunden habe besagt, dass das ein einfach zu transportierender Computer sei und das ist ein

217
00:20:13,780 --> 00:20:18,500
 bisschen vage formuliert, wie ich finde. Im Englischsprachigen hat sich später auch der

218
00:20:18,500 --> 00:20:23,420
 Ausdruck "luckable" mit einem Augenzwinkern als Definition durchgesetzt. Das heißt, es steht im

219
00:20:23,420 --> 00:20:28,780
 Englischen für was wuchtiges und unhandliches, auf Deutsch könnte man es vielleicht mit "schleppbar"

220
00:20:28,780 --> 00:20:35,060
 vergleichen oder übersetzen. Bei den Geräten war es so, dass die Netzunabhängigkeit anfangs

221
00:20:35,060 --> 00:20:40,540
 ziemlich zweitrangig war und in der Regel fehlten dadurch auch die Akkus. Aber man hat damals auch

222
00:20:40,540 --> 00:20:45,340
 schon Homeoffice aktiv beworben, das heißt die Geräte, die richteten sich vor allen Dingen an

223
00:20:45,340 --> 00:20:51,620
 Entwickler*innen und professionelle Anwender*innen. Und eins der ersten Geräte, das ist nicht so ganz

224
00:20:51,620 --> 00:20:57,780
 geklärt, was jetzt wirklich das erste Gerät ist, aber sehr vermutlich könnte es das MCM Model

225
00:20:57,780 --> 00:21:03,940
 70 oder kurz MCM 70 gewesen sein. Das ist 1974 vorgestellt worden und wird auch von manchen als

226
00:21:03,940 --> 00:21:10,060
 erster Personal Microcomputer gehandelt. Designed wurde das Ganze von Merce Cutts, der war

227
00:21:10,060 --> 00:21:15,940
 Mathematikprofessor der Queens Universität in Kingston, Kanada und das Gerät bringt schlappe

228
00:21:15,940 --> 00:21:23,700
 9 Kilogramm auf die Waage. Zu der Größe lässt sich sagen, es waren 50 Zentimeter tief und vermutlich

229
00:21:23,700 --> 00:21:29,300
 45 Zentimeter breit, da gibt es nicht ganz so viel Informationen im Internet, also Specksheets und so

230
00:21:29,300 --> 00:21:35,100
 sucht man leider vergebens, aber das könnte hinkommen. Das Gerät hatte eine Intel 8008 CPU

231
00:21:35,100 --> 00:21:42,020
 mit und jetzt haltet euch fest 0,8 Megahertz, also 800 Kilohertz, das ist wirklich sehr sehr

232
00:21:42,020 --> 00:21:47,260
 wenig und die CPU, die wurde damals oft in Taschenrechner benutzt und das erste Design

233
00:21:47,260 --> 00:21:53,460
 dieses Rechners, das ähnelte auch sehr stark einem Standtaschenrechner. Das Model 70 hatte

234
00:21:53,460 --> 00:21:58,940
 8 KB RAM und bis zu zwei Audio-Kassetten konnten eingelegt werden, beziehungsweise später nannte

235
00:21:58,940 --> 00:22:03,800
 man sie dann Datasetten oder Cutts nannte die Geräte oder die Medien während der Entwicklung

236
00:22:03,800 --> 00:22:11,020
 auch Key-Kassettes. Von diesen Kassetten konnte man dann eben Programme laden oder auch eingetippte

237
00:22:11,020 --> 00:22:15,780
 Inhalte auf den Kassetten speichern. Eine andere recht seltene Option des Geräts war, dass man

238
00:22:15,780 --> 00:22:20,740
 ein Kassettendeck hat und nebendran einen Akustikkoppler und ich glaube da müssen wir auch

239
00:22:20,740 --> 00:22:25,340
 noch mal kurz in der Zeit ein bisschen zurückspulen und erklären, was ein Akustikkoppler ist, denn ich

240
00:22:25,340 --> 00:22:31,540
 bin mir nicht sicher, ob alle das wissen, die zuhören. Ein Akustikkoppler wurde in den 70ern

241
00:22:31,540 --> 00:22:36,740
 und 80ern für die Übertragung digitaler Daten über analoge Telefonleitungen benutzt. Das ist

242
00:22:36,740 --> 00:22:41,140
 im Prinzip eine Vorrichtung, die schließt man an den Rechner an und in diese Vorrichtung kann man

243
00:22:41,140 --> 00:22:45,900
 dann einfach einen Telefonhörer reindrücken. Das ist so eine Gummi-Membran, die dann eben Lautsprecher

244
00:22:45,900 --> 00:22:52,540
 und Mikrofon umschließen und somit von den außen Geräuschen abschalten. Senden und Empfangen wurde

245
00:22:52,540 --> 00:22:57,540
 dann tatsächlich über Lautsprecher und Mikrofon implementiert, das heißt der Koppler hat dann,

246
00:22:57,540 --> 00:23:02,260
 wenn er Daten senden wollte, war dann ein kleiner Lautsprecher, der an das Mikrofon angebunden war

247
00:23:02,260 --> 00:23:07,420
 über diese Membran und umgekehrt. Wichtig ist dabei anzumerken, dass es kein direkter elektrischer

248
00:23:07,420 --> 00:23:12,460
 Austausch am Telefonnetz über so eine Art Modem, denn das war damals oftmals auch gar nicht erlaubt.

249
00:23:12,460 --> 00:23:17,820
 Wenn wir zum Beispiel mal nach Deutschland schauen, in den 80ern im deutschen Telefonnetz wurde das

250
00:23:17,820 --> 00:23:22,620
 von der Deutschen Bundespost verboten und wurde auch mit Geldstrafen geahndet, wenn man sich da

251
00:23:22,620 --> 00:23:27,500
 an den Dosen Zugange gemacht hat und eben irgendwelche nicht zertifizierten Geräte und

252
00:23:27,500 --> 00:23:34,060
 Modems angeschlossen hat. 1985 veröffentlichte dann der Chaos Computer Club eine Anleitung zum

253
00:23:34,060 --> 00:23:40,020
 Bau eines eigenen Akustikkopplers in der sogenannten Hacker-Bibel und das war das Daten-Klon. Da findet

254
00:23:40,020 --> 00:23:44,900
 man auch heute noch sehr lustige Informationen dazu, also schaut da auch gerne mal auf der

255
00:23:44,900 --> 00:23:49,820
 Webseite des CCCs, gibt's auch glaube ich irgendwo noch die Bauanleitung. Kostenpunkt damals waren

256
00:23:49,820 --> 00:23:57,660
 circa 300 D-Mark, das sind inflationsbereinigt circa 340 Euro, also relativ erschwingliches Set, um eben

257
00:23:57,660 --> 00:24:04,740
 auch online gehen zu können. Kommen wir zurück zum MCM Model 70. Unter dem Kassettendeck oder dem

258
00:24:04,740 --> 00:24:08,860
 optionalen Akustikkoppler gibt es eine Tastatur, die ist nicht mechanisch, auch wenn sie sehr

259
00:24:08,860 --> 00:24:13,420
 danach aussieht. Also ich habe Informationen gefunden, dass das angeblich eine Folientastatur

260
00:24:13,420 --> 00:24:18,020
 sein soll, mir sieht das aber eher nach einer Rubber Dome aus, die damals auch recht üblich

261
00:24:18,020 --> 00:24:23,380
 waren. Das Layout ist ein bisschen wirr, das hat keine Funktionstasten, aber dafür die wohl längste

262
00:24:23,380 --> 00:24:28,420
 Leertaste aller Zeiten, wenn ihr euch mal die Bilder anschaut, die in den Shownotes verlinkt sind. Die

263
00:24:28,420 --> 00:24:35,100
 Leertaste wird hier mit einer Breite von neun Units angegeben und üblicherweise sind sonst so bei

264
00:24:35,100 --> 00:24:42,020
 Vollwellen-Tastaturen irgendwas mit bis zu 6 ¼ Units, also wirklich extrem lang. Über dem

265
00:24:42,020 --> 00:24:47,700
 Kassettendeck ist ein kleines Plasma-Display, das ist eine einzelne Zeilung, die man eingebaut hat,

266
00:24:47,700 --> 00:24:52,260
 damit keine Lochkarten benötigt werden und da kann man eben sehen, was man eingetippt hat oder

267
00:24:52,260 --> 00:24:58,260
 welche Ausgaben generiert werden. Das Besondere an dem Rechner ist, dass es das Gerät über einen

268
00:24:58,260 --> 00:25:02,780
 sogenannten APL-Interpreter verfügt. Es ist eine sehr seltene Programmiersprache, das war schon

269
00:25:02,780 --> 00:25:08,980
 damals in den 70ern eine eher seltene Nischen-Programmiersprache und die arbeitet vor allen

270
00:25:08,980 --> 00:25:13,700
 Dingen mit speziellen Sonderzeichen, was auch die kuriosen Keycaps erklärt. Also da gibt es sehr

271
00:25:13,700 --> 00:25:18,220
 viele Sonderzeichen und Symbole, die man so vielleicht eher nicht antrifft und die sind halt eben auf

272
00:25:18,220 --> 00:25:24,340
 diese APL-Programmiersprache zurückzuführen. APL selbst wurde 1966 erstmalig vorgestellt und die

273
00:25:24,340 --> 00:25:32,240
 letzte Version ist von 2001, also anscheinend gab es sehr sehr lange einen Need für diese Nischen-Programmiersprache.

274
00:25:32,240 --> 00:25:37,940
 Beim Gerät gab es zwei Sicherungen und auch eine Busserweiterung an der Gehäuserückseite,

275
00:25:37,940 --> 00:25:43,300
 sodass man da auch noch Erweiterungen anstecken konnte. Es gab auch mit dem Model 782 eine

276
00:25:43,300 --> 00:25:50,620
 Vollausstattung. Die sah vor, dass man 8 KB RAM hatte und eben die beiden Kassettenlaufwerke hatte

277
00:25:50,620 --> 00:25:56,620
 und das kostete damals 9.800 canadische Dollar, das sind inflationsbereinigt 56.000 canadische

278
00:25:56,620 --> 00:26:04,340
 Dollar oder knapp 38.000 Euro. Recht teuer wie ich finde und zeigt wie teuer damals auch Hardware

279
00:26:04,340 --> 00:26:08,740
 war. Also gerade so die ersten mobilen Computer, wie wir auch gleich noch hören werden, die waren

280
00:26:08,740 --> 00:26:12,860
 recht teuer und sind erst im Laufe der Jahre und der Weiterentwicklung erschwinglicher geworden.

281
00:26:12,860 --> 00:26:17,340
 Nichtsdestotrotz finde ich, das ist ein sehr spannendes Gerät. Ich habe in den Shownuts auch mal

282
00:26:17,340 --> 00:26:22,580
 das Vintage Computer Museum verlinkt, da gibt es sehr viele Fotos. Schadet auf jeden Fall nicht,

283
00:26:22,580 --> 00:26:28,500
 da mal rein zu gucken. Direkt danach müssen wir auch über den Compact Portable sprechen. Das ist

284
00:26:28,500 --> 00:26:35,620
 der erste serientaugliche Portable Computer und der erschien knapp ein Jahr bevor IBM ein solches

285
00:26:35,620 --> 00:26:41,780
 Gerät auf den Markt gebracht hat. Also Compact war hier eindeutig schneller und das sorgte auch dafür,

286
00:26:41,780 --> 00:26:47,180
 dass das Gerät gleich ein Hit war. Das erschien 1983 im März und war auch das erste Produkt von

287
00:26:47,180 --> 00:26:54,620
 Compact überhaupt und das kam einfach sehr gut an. Das Gerät hat eine Intel 8088 CPU mit 4,77

288
00:26:54,620 --> 00:26:59,860
 Megahertz, hatte 128 Kilobyte RAM in der Grundausstattung und man konnte diesen auf

289
00:26:59,860 --> 00:27:06,500
 bis zu 640 Kilobyte RAM erweitern. Auch hier gab es wieder Floppies, nämlich 5 1/4 Floppies mit

290
00:27:06,500 --> 00:27:13,700
 360 Kilobyte Speicherkapazität, entweder einmal oder zweimal. Auch hatte das Gerät einen eingebauten

291
00:27:13,700 --> 00:27:21,060
 9 Zoll monochrom Bildschirm. Die Farbe hier war grün durch Phosphortechnik im Display. Es gab eine

292
00:27:21,060 --> 00:27:28,380
 CGA Grafikkarte, das ist der Vorvorgänger von VGA und es gab sogar fünf ISA Slots für Erweiterungskarten.

293
00:27:28,380 --> 00:27:34,780
 ISA, das steht für Industrial Standard Architecture und ist ein Computerbus-Standard für IBM-kompatible

294
00:27:34,780 --> 00:27:42,060
 PCs, der 16-Bit fähig ist. Viele kennen aber vermutlich erst PCI oder PCI Express, also ISA war

295
00:27:42,060 --> 00:27:49,140
 eben der Standard, den man damals in den 80ern und 90ern hatte. Das Gerät bringt stolze 13 Kilogramm

296
00:27:49,140 --> 00:27:55,340
 auf die Waage und mit dem Transportgehäuse ist es so groß wie eine Nähmaschine dieser Zeit, also hier

297
00:27:55,340 --> 00:28:00,460
 kann man wirklich von Lackable sprechen, glaube ich. Der Einführungspreis lag damals bei knapp 3000

298
00:28:00,460 --> 00:28:07,620
 US-Dollar, das sind informationsbereinigt ca. 9200 US-Dollar oder 8400 Euro. Und ich habe ja gesagt,

299
00:28:07,620 --> 00:28:12,100
 das erste Gerät kam gleich sehr gut an, eben vor allen Dingen auch weil IBM selbst kein Produkt

300
00:28:12,100 --> 00:28:17,700
 anzubieten hatte. Im ersten Jahr hat Compact nämlich direkt 53.000 Geräte dieser Art verkauft

301
00:28:17,700 --> 00:28:24,060
 und damit einen Umsatz von 11 Millionen US-Dollar generiert. Eine echt sehr stolze Zahl, die konnten

302
00:28:24,060 --> 00:28:29,180
 sie auch in den weiteren zwei Jahren noch mal toppen und neue Umsatzrekorde aufstellen, denn

303
00:28:29,180 --> 00:28:35,220
 da gab es einmal 329 Millionen US-Dollar Umsatz und einmal 504 Millionen. Also mit dem Produkt

304
00:28:35,220 --> 00:28:41,820
 hat Compact einen sehr guten Start in die Branche hingelegt, würde ich behaupten. Später gab es dann

305
00:28:41,820 --> 00:28:46,620
 auch noch eine Plus-Version, die hatte eine 10 Megabyte Festplatte, aber dann natürlich nur

306
00:28:46,620 --> 00:28:52,140
 ein Diskettenlaufwerk. Und noch später gab es sogar noch eine neuere Version, die auch einen

307
00:28:52,140 --> 00:28:58,060
 Intel 286er Prozessor hatte, auf Basis des IBM ATs, über den wir ja schon in der letzten Episode

308
00:28:58,060 --> 00:29:04,820
 gesprochen haben. IBM war natürlich jetzt im Zug zwang und musste liefern und das haben sie dann

309
00:29:04,820 --> 00:29:13,420
 auch ein Jahr später, indem sie den IBM Portable PC 5155 Model 68 vorgestellt haben oder einfach

310
00:29:13,420 --> 00:29:19,740
 nur kurz den IBM Portable PC. Der ist im Februar auf den Markt gekommen 1984 und eben auf Basis

311
00:29:19,740 --> 00:29:26,220
 des IBM XT-PCs designt worden. In der Grundkonfiguration hatte der mit 250 Kilobyte

312
00:29:26,220 --> 00:29:30,060
 Arbeitsspeicher gleich mal mehr als das Compact-Modell. Auch hier konnte man auf

313
00:29:30,060 --> 00:29:37,620
 bis zu 640 Kilobyte aktualisieren oder aufrüsten. Auch hatte das Gerät ebenfalls eine CGA-Grafikkarte,

314
00:29:37,620 --> 00:29:41,780
 jedoch eine niedrigere Auflösung als der Compact, da hier der Bildschirm über Composite

315
00:29:41,780 --> 00:29:48,420
 angeschlossen wurde. Eine Tastatur gab es hier auch, wie auch beim Compact-Modell. Die hat

316
00:29:48,420 --> 00:29:53,780
 ein RJ11-Kabel, das kennt man vielleicht auch eher als Modem-Kabel, ging dann aber intern auf

317
00:29:53,780 --> 00:30:00,020
 einen DIN-Anschluss, also nur ein kurioses Kabel, ansonsten Standardtechnik. Die Tastatur wurde

318
00:30:00,020 --> 00:30:06,500
 auch sehr für das haptische Feedback gelobt, was IBM typisch war zu dieser Zeit. Optional gab es

319
00:30:06,500 --> 00:30:10,420
 dann erst viel später auch eine Festplatte, also am Anfang war das nicht der Fall und der

320
00:30:10,420 --> 00:30:18,820
 Einführungspreis, der lag damals bei 4.225 US-Dollar oder eben innovationsbereinigt heutzutage knapp

321
00:30:18,820 --> 00:30:27,740
 12.400 US-Dollar oder knapp 11.380 Euro, also doch eine ganze Ecke teurer als das Compact-Gerät. Und

322
00:30:27,740 --> 00:30:33,300
 wenn man jetzt noch den maximalen RAM haben wollte von 640 Kilobyte, dann musste man zusätzlich noch

323
00:30:33,300 --> 00:30:40,540
 knapp 20.000 D-Mark oder inflationsbereinigt knapp 23.000 Euro auf den Tisch legen. Und das ist

324
00:30:40,540 --> 00:30:47,980
 natürlich schon beträchtlich, also RAM war damals wirklich außerordentlich teuer, glaube ich. Später

325
00:30:47,980 --> 00:30:54,580
 hat IBM nochmal nachgelegt mit dem IBM PC Convertible Model 5140 oder einfach nur kurz IBM

326
00:30:54,580 --> 00:31:01,140
 PC Convertible. Und das ist der erste richtig laptopartige Rechner von IBM. Das ist auch das

327
00:31:01,140 --> 00:31:07,100
 erste Gerät mit einem 3,5 Zoll Floppy-Laufwerk und Power-Management, denn das Gerät konnte

328
00:31:07,100 --> 00:31:14,380
 auch von der Batterie laufen. Der Convertible wurde von April 1986 bis August 1989 gebaut,

329
00:31:14,380 --> 00:31:22,420
 hatte ebenfalls einer Intel 8088 CPU, die mit 4,77 MHz lief. Der RAM war hier standardmäßig auch bei

330
00:31:22,420 --> 00:31:31,020
 256 Kilobyte und konnte ebenfalls auf 640 Kilobyte erweitert werden. Das Gerät hatte keine Festplatte,

331
00:31:31,020 --> 00:31:37,460
 aber hier zwei Disketten-Laufwerke, hier eben 3,5 Zoll Floppy mit 720 Kilobyte Speicherkapazität und

332
00:31:37,460 --> 00:31:43,180
 damals war es eigentlich üblich, dass man von Laufwerk A gebootet hat und dann das Betriebssystem

333
00:31:43,180 --> 00:31:49,180
 drauf lag, wie z.B. MS-DOS, und man auf die zweite Diskette dann geschrieben hat, um da Dokumente oder

334
00:31:49,180 --> 00:31:55,380
 Bilder oder sonst was zu speichern. Wenn man jetzt keinen Floppy zur Hand hatte, auf dem ein MS-DOS war,

335
00:31:55,380 --> 00:32:00,660
 konnte man auch so booten, denn in dem Gerät war ein Basic ROM verbaut, so dass man da dann auch

336
00:32:00,660 --> 00:32:07,620
 direkt Anwendungen entwickeln und ausführen konnte. Das Gerät hatte serielle und parallele Anschlüsse

337
00:32:07,620 --> 00:32:13,820
 und einen breiten monochromen CGA-LCD-Bildschirm. Das ist ein echt interessantes Design, also schaut

338
00:32:13,820 --> 00:32:18,740
 ihr auf jeden Fall mal in die Kapitelbilder und auch in die Shownotes. Der Screen war erst mal

339
00:32:18,740 --> 00:32:24,980
 ohne Hintergrundbeleuchtung und konnte eben 80 x 25 Zeilen Text darstellen oder im Grafikmodus

340
00:32:24,980 --> 00:32:32,820
 320 x 200 oder 640 x 200 Pixel, also nicht sehr hochauflösend, aber für die damalige Zeit dann

341
00:32:32,820 --> 00:32:38,780
 doch bahnbrechend. An der Rückseite gab es eine proprietary ISA-Erweiterung, das heißt auch hier

342
00:32:38,780 --> 00:32:44,340
 konnte man wieder Erweiterungskarten nachrüsten und es gab auch ansteckbare Erweiterungsmodule.

343
00:32:44,340 --> 00:32:51,660
 Beispielsweise einen kleinen Thermodrucker, es gab ein Videoausgabemodul gemäß EGA-Standard. Das

344
00:32:51,660 --> 00:32:58,660
 konnte dann 640 x 200 Pixel darstellen. Da konnte man zum Beispiel einen Fernseher anschließen über

345
00:32:58,660 --> 00:33:02,700
 Composite und da habe ich auch ein sehr spannendes Video in den Shownotes verlinkt, wo man das eben

346
00:33:02,700 --> 00:33:08,020
 einfach mal sieht, wie da an so einem Gerät so ein externer Bildschirm angeschlossen wird und es gab

347
00:33:08,020 --> 00:33:13,620
 sogar und es war recht selten ein optionales internes Modem, aber keine Festbeide für das

348
00:33:13,620 --> 00:33:19,900
 Gerät, auch später nicht. Besonders war auch die Tastatur, denn das war die erste Tastatur mit einer

349
00:33:19,900 --> 00:33:24,660
 FN-Taste. Das kennen wir heute ja schon von Notebooks, dass wir über einen weiteren Layer

350
00:33:24,660 --> 00:33:28,980
 auf der Tastatur eben zum Beispiel die Displayhelligkeit oder die Lautstärke regulieren

351
00:33:28,980 --> 00:33:33,820
 können und das geht auf dieses Gerät zurück. Platzbedingt fehlten hier leider die F11 und

352
00:33:33,820 --> 00:33:40,700
 die F12-Taste und die Tastatur wurde sehr für das haptische Feedback gelobt. Warum ist das so? Das

353
00:33:40,700 --> 00:33:45,940
 lag einfach daran, dass es eine mechanische Tastatur war, denn die Tastatur, die hatte 58

354
00:33:45,940 --> 00:33:53,380
 Alps SKCM Brown Switches für Buchstaben und Ziffern und 20 Alps SKCL Compact Switches für

355
00:33:53,380 --> 00:33:58,300
 die Funktionstasten. Man hat hier also zwei unterschiedliche Tastenschaltertypen kombiniert,

356
00:33:58,300 --> 00:34:03,620
 recht interessante Entscheidung. Würde mich mal interessieren, wie sich das anfühlt und an der

357
00:34:03,620 --> 00:34:07,900
 Stelle auch hier noch mal ein Shoutout an den Click-Clack-Hack-Podcast. Der hat nämlich in

358
00:34:07,900 --> 00:34:13,980
 der Episode 27 die Alps Switches besprochen, denn damals wurden die auch von anderen Herstellern sehr

359
00:34:13,980 --> 00:34:18,740
 gerne genutzt. Apple hat zum Beispiel auch eine Zeit lang mechanische Tastaturen mit Alps Switches

360
00:34:18,740 --> 00:34:25,740
 hergestellt. Also wenn euch das interessiert, hört gerne mal bei Philipp rein. Kommen wir zum Design

361
00:34:25,740 --> 00:34:30,500
 des Convertible. Das ist ein sehr ikonisches, wie ich persönlich finde. Das stammt vom deutschen

362
00:34:30,500 --> 00:34:35,300
 Industriedesigner Richard Sapper, den werden wir auch ganz bald hier in diesem Podcast thematisieren.

363
00:34:35,300 --> 00:34:41,020
 Und er hat mit diesem Design erste Akzente für kommende Laptops und Notebooks von IBM gesetzt.

364
00:34:41,020 --> 00:34:45,620
 Also wenn man sich das Gerät anschaut und dann spätere Geräte, dann sieht man da doch sehr viel

365
00:34:45,620 --> 00:34:53,100
 Gemeinsamkeiten. Das Gerät selbst ist beige und grau gehalten. Zeitlose Farben sagen die einen,

366
00:34:53,100 --> 00:34:58,380
 langweilig die anderen. Ich würde eher ersteres präferieren. Und wenn man das Gerät zuklappt,

367
00:34:58,380 --> 00:35:04,820
 dann ist das quaderförmig. Und beim Aufklappen des Displays wird die Tastatur ergonomisch angehoben.

368
00:35:04,820 --> 00:35:10,020
 Das ist ein Element, das finden wir auch bei einigen späteren, frühen Thinkpads. Und auch

369
00:35:10,020 --> 00:35:14,380
 die Diskettenlaufwerke unterhalb des Bildschirms, die nach vorne gerichtet sind, die heben sich

370
00:35:14,380 --> 00:35:18,940
 dadurch leicht an, damit sie einfacher und ergonomischer erreicht werden konnten. Ein

371
00:35:18,940 --> 00:35:23,580
 sehr sehr schönes kleines Detail, für das Richard Sapper eben bekannt ist. Er hat sehr viel Wert auf

372
00:35:23,580 --> 00:35:29,820
 diese Kleinigkeiten gelegt. Das Display selbst ist abnehmbar. Das heißt, man konnte das auch

373
00:35:29,820 --> 00:35:35,180
 entfernen und den Rechner so als Desktop benutzen. Es gab nämlich so einen passgenauen CRT-Bildschirm,

374
00:35:35,180 --> 00:35:39,500
 der im Prinzip auch eine Art Docking Station darstellte. Und da konnte man eben das Gerät

375
00:35:39,500 --> 00:35:45,140
 rein docken und konnte dann mit der eingebauten Tastatur arbeiten und hatte aber einen größeren

376
00:35:45,140 --> 00:35:50,220
 CRT, der auf dem Gerät dann saß. Da habe ich euch auch mal einen sehr ikonischen Werbeclip von IBM

377
00:35:50,220 --> 00:35:55,420
 mit Charlie Chaplin in den Show Notes verlinkt. Das ist wirklich passend zur Figur sehr viel

378
00:35:55,420 --> 00:36:01,700
 Slapstick. Also man sieht da Chaplin, wie er in einem Auto sitzt und schnell ins Büro fährt und

379
00:36:01,700 --> 00:36:06,740
 leider verliert er natürlich dann den Koffer aus dem fahrenden Auto, denn er fährt ein Cabrio. Dann

380
00:36:06,740 --> 00:36:11,340
 sieht man ihn im Büro. Da sitzt er an diesem Rechner mit diesem CRT, den ich gerade erwähnt

381
00:36:11,340 --> 00:36:15,620
 habe, schaltet den PC aus, steckt schnell den Monitor an und stürmt dann aus dem Büro wieder

382
00:36:15,620 --> 00:36:20,340
 in sein Auto. Natürlich steht er dann auch im Stau. Er steht an einem Bahnübergang hinter

383
00:36:20,340 --> 00:36:25,940
 verschlossenen Schranken und schaut dann eben auf den Computer, der auf dem Beifahrersitz liegt. Also

384
00:36:25,940 --> 00:36:30,980
 sehr sehr unterhaltsam. Schaut gerne mal rein und zeigt eben auch dieses Setup, wie es im Büro

385
00:36:30,980 --> 00:36:37,660
 damals wohl ausgesehen haben muss. Von dem Convertible gab es im Oktober 1987 dann zwei

386
00:36:37,660 --> 00:36:43,780
 weitere Modellvarianten. Es gab einmal das Model 2, das hatte dann ein STN Super Twist Display,

387
00:36:43,780 --> 00:36:49,460
 das war besser lesbar und das Model 3, das hatte dann auch eine optionale Hintergrundbeleuchtung,

388
00:36:49,460 --> 00:36:53,940
 sodass man dann auch bei nicht so idealen Lichtverhältnissen oder auch in der Dämmerung

389
00:36:53,940 --> 00:37:01,900
 arbeiten konnte. Das Ganze hatte natürlich auch seinen Preis. Das Urmodell mit 256 Kilobyte

390
00:37:01,900 --> 00:37:08,900
 Arbeitsspeicher kostete knapp 2000 US-Dollar. Das wären inflationsbereinigt heutzutage 5550 US-Dollar

391
00:37:08,900 --> 00:37:17,220
 oder 5100 Euro. Das Model 2 gab es zum gleichen Preis auch direkt mit 640 Kilobyte RAM. Also

392
00:37:17,220 --> 00:37:21,340
 man hat hier für das gleiche Geld ordentlich mehr RAM bekommen. Das haben denke ich auch

393
00:37:21,340 --> 00:37:27,300
 einige gerne genutzt. Wenn man jetzt aber sagte 256 Kilobyte RAM reichen mir, dann konnte man

394
00:37:27,300 --> 00:37:34,700
 hier nochmal 600 Euro bzw. 600 US-Dollar einsparen. Das Gerät kostete nämlich nur 1395 US-Dollar

395
00:37:34,700 --> 00:37:44,860
 bzw. inflationsbereinigt 3740 US-Dollar oder 3440 Euro. Recht teuer hingegen war dann das Model 3,

396
00:37:44,860 --> 00:37:51,260
 also die Variante mit der Hintergrundbeleuchtung. Die kam mit dem Standard RAM von 256 Kilobyte

397
00:37:51,260 --> 00:38:01,420
 auf einen Preis von 1695 US-Dollar oder eben inflationsbereinigt 4550 US-Dollar und 4220 Euro.

398
00:38:01,420 --> 00:38:08,180
 Also stolzer Preis und wenn man mehr RAM haben wollte, wurde es eben noch mal teurer. Aber auf

399
00:38:08,180 --> 00:38:11,940
 jeden Fall ein sehr ikonisches Gerät. Ich suche schon sehr lange nach so einem Gerät, aber leider

400
00:38:11,940 --> 00:38:16,540
 sind die in einem brauchbaren, funktionellen Zustand nur noch selten zu finden und wenn dann

401
00:38:16,540 --> 00:38:22,300
 auch außerordentlich teuer. Das Gerät hatte ein Gewicht von 5,8 Kilogramm und es war sehr

402
00:38:22,300 --> 00:38:28,180
 beliebt und das führte auch dazu, wie immer wenn was gut ankommt, dass es viel Nachahmer gab oder

403
00:38:28,180 --> 00:38:35,460
 viel Kloner. Am bekanntesten in dem Kontext ist glaube ich der Toshiba T1000, der auch 1987 rauskam.

404
00:38:35,460 --> 00:38:43,300
 Der hatte standardmäßig auch direkt 512 Kilobyte RAM statt 256. Hatte nur ein Floppy, dafür aber

405
00:38:43,300 --> 00:38:49,660
 ein verbautes ROM auf dem MS-DOS 2.11 installiert war, sodass man das Betriebssystem nicht mehr von

406
00:38:49,660 --> 00:38:55,500
 Floppy laden musste. Hatte leider keine Hintergrundbeleuchtung, war aber mit 1190 US-Dollar

407
00:38:55,500 --> 00:39:03,820
 oder inflationsbereinigt 3190 US-Dollar und knapp 2930 Euro deutlich günstiger als das IBM-Gerät und

408
00:39:03,820 --> 00:39:09,020
 wurde auch deswegen sehr gerne gekauft. Das kam gut an das Gerät, deswegen gab es auch später noch

409
00:39:09,020 --> 00:39:18,220
 weitere Modelle, wie zum Beispiel das T1100 oder das T1200. Ein weiteres sehr spannendes Gerät war

410
00:39:18,220 --> 00:39:27,980
 der IBM PS/2 Portable P70. Der wurde von Mai 1989 bis Juli 1991 produziert, hieß in Japan Personal

411
00:39:27,980 --> 00:39:35,820
 System 55 Model 5545T und hatte dort natürlich eine angepasste Tastatur und auch eine andere

412
00:39:35,820 --> 00:39:45,140
 Grafikkarte. Generell hatte der P70 einen Intel 386 DX oder SX mit 16 oder 20 MHz und zwischen 2

413
00:39:45,140 --> 00:39:50,260
 und 8 Megabyte RAM. Da muss man anmerken, das waren jetzt aber hier besondere RAM-Riegel,

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00:39:50,260 --> 00:39:56,700
 das waren IBM PS/2 SIMs, recht kostspielige Speichererweiterungen, die damals schon recht

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00:39:56,700 --> 00:40:00,540
 teuer waren und heute faktisch nicht mehr verfügbar sind und wenn dann wirklich zu

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00:40:00,540 --> 00:40:07,980
 sehr hohen Preisen. Optional gab es auch noch den Fließkommazahl-Beschleuniger Intel 387er mit 20

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00:40:07,980 --> 00:40:13,620
 MHz. Ja und da wo andere Geräte eben ISA Erweiterungskarten anboten, hat der P70 zwei

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00:40:13,620 --> 00:40:20,940
 MCA Slots gehabt. MCA, das steht für Micro-Chain Architecture, ist ein proprietary 32-Bit-Bus von

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00:40:20,940 --> 00:40:27,260
 IBM und der ist total PS/2-typisch, also nahezu alle IBM PS/2-Geräte hatten diesen Bus und das

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00:40:27,260 --> 00:40:32,540
 werden wir auch sicherlich in einer der nächsten Episoden mal weiter vertiefen. Damals hat man

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00:40:32,540 --> 00:40:38,660
 über MCA gerne zum Beispiel 3-Com-Netzwerk-Karten angebunden oder auch SCSI Adapter, um externe

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00:40:38,660 --> 00:40:45,500
 Scanner oder Festplatten anzuschließen. Das P70 hatte einen internen 10 Zoll Plasma-Bildschirm,

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00:40:45,500 --> 00:40:51,620
 der war gashaltig und hat auch einen recht hohen Stromverbrauch gehabt, bot aber 16 Graustufen und

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00:40:51,620 --> 00:40:58,900
 bis zu 640x480 Pixel Auflösung. Intern gab es ein 3,5 Zoll Floppy und auch die Möglichkeit extern

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00:40:58,900 --> 00:41:04,220
 weitere Geräte anzuschließen und ein weiteres Novum, es gab eine interne Festplatte mit 30,

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00:41:04,220 --> 00:41:09,660
 60 oder 120 MB Speicher, aber keineswegs IDE, wie man vielleicht erwarten würde,

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00:41:09,660 --> 00:41:16,060
 sondern ESDI Festplatten. ESDI, das steht für Enhanced Small Disk Interface, das war ein

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00:41:16,060 --> 00:41:21,100
 proprietaryer Standard von Matrox, die ja auch Festplatten hergestellt haben und der wurde eben

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00:41:21,100 --> 00:41:28,180
 benutzt bevor sich die offenen Standards SCSI und IDE durchgesetzt haben. Das Gerät war mit

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00:41:28,180 --> 00:41:32,940
 9,5 kg Gewicht auch wieder relativ schwer und auch hier haben wir wieder ein sehr wuchtiges

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00:41:32,940 --> 00:41:37,860
 Kofferdesign und deswegen wurde das Gerät auch sehr gerne als transportabler Server genutzt.

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00:41:37,860 --> 00:41:48,820
 Der Einführungspreis lag bei 7695 US-Dollar oder inflationsbereinigt 18.910 US-Dollar bzw. 17.400

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00:41:48,820 --> 00:41:53,580
 Euro. Das ist natürlich schon recht teuer, also wenn ich mir vorstelle, heutzutage einen Rechner

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00:41:53,580 --> 00:42:00,900
 für 17.000 Euro zu kaufen, dafür bekommt man natürlich einiges geboten, aber dennoch ein

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00:42:00,900 --> 00:42:06,980
 sehr teures Gerät zu der Zeit. Ab November 1990 gab es dann auch eine aktualisierte Version,

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00:42:06,980 --> 00:42:15,700
 den P75. Der hatte einen Intel 486 DX33 mit 33 MHz und das war der erste tragbare Rechner mit

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00:42:15,700 --> 00:42:22,220
 Intel 486er CPU in den USA. Bei den Festplatten gab es jetzt auch ein Upgrade, da konnte man jetzt

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00:42:22,220 --> 00:42:28,660
 zwischen einer 160 oder 400 MB Festplatte wähnen und diesmal war es auch eine SCSI Festplatte und

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00:42:28,660 --> 00:42:35,860
 man konnte sogar bis zu 1 GB verbauen. Weiteres Novum war, dass die Grafikkarte nun gleichzeitig

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00:42:35,860 --> 00:42:40,660
 den internen und auch den externen Bildschirm ansteuern konnte und auch der RAM, der konnte

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00:42:40,660 --> 00:42:46,460
 jetzt auch bis zu 16 MB erweitert werden, wobei auch hier wieder PS/2 Sim-Module verbaut werden

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00:42:46,460 --> 00:42:54,060
 mussten. Der P75 hat es auf ein Gewicht von 10,2 kg geschafft, also nochmal eine gute Ecke schwerer

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00:42:54,060 --> 00:43:03,380
 und der Einführungspreis lag hier bei 15.190 US-Dollar bzw. inflationsbereinigt knapp 37.280

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 US-Dollar oder etwas über 32.000 Euro. Ja, ich glaube das haben nicht so viele gekauft und das

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00:43:10,540 --> 00:43:15,300
 war ein sehr spezifisches Gerät, aber wie schon gesagt, es wurde ja auch gerne als Server eingesetzt

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00:43:15,300 --> 00:43:21,260
 und da war es vermutlich eher durchschnittlich. Fassen wir es mal zusammen, wir haben uns jetzt

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00:43:21,260 --> 00:43:26,580
 fünf sehr spannende und wichtige Geräte aus der PC-Geschichte angeschaut, also liebe Zuhörer,

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00:43:26,580 --> 00:43:33,620
 ihr merkt, wir nähern uns so langsam dem Thinkpad und das erste richtige IBM Notebook, das auch

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00:43:33,620 --> 00:43:38,540
 wirklich den Titel Notebook verdient aufgrund des Gehäuses, das besprechen wir dann in der

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00:43:38,540 --> 00:43:44,180
 nächsten Folge. Für heute soll es das aber mal gewesen sein. Schaut gerne mal in die Show Notes,

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00:43:44,180 --> 00:43:49,060
 da sind wirklich einige Videos und spannende Links, wenn ihr euch nochmal die einzelnen Modelle im

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00:43:49,060 --> 00:43:54,380
 Detail anschauen wollt. Ansonsten ist mir Feedback wichtig, das heißt konstruktive Kritik oder

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00:43:54,380 --> 00:44:00,860
 Verbesserungsvorschläge dürft ihr gerne per E-Mail an mich richten an podcast@thinkpad-museum.de.

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00:44:00,860 --> 00:44:05,060
 Ich freue mich immer über Bewertungen über den Podcatcher eurer Wahl, folgt auch gerne

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00:44:05,060 --> 00:44:11,220
 auf Mastodon rein, da findet ihr diesen Podcast unter thinkpadmuseum@podcast.social und wenn ihr

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00:44:11,220 --> 00:44:17,700
 wollt, schaut auch gerne mal in die Matrix Community. In dem Sinne viel Spaß am Gerät und bis zur nächsten Episode.

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00:44:17,700 --> 00:44:44,700
 [Musik]

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00:44:44,700 --> 00:44:47,700
 SWR 2020

